Wikiwand AI

TuS Eintracht Bielefeld

deutscher Fußballverein From Wikipedia, the free encyclopedia

Die TuS Eintracht Bielefeld (vollständiger Name: Turn- und Sportvereinigung Eintracht Bielefeld e. V.) ist ein Sportverein aus dem Bielefelder Ortsteil Sieker. Die erste Fußballmannschaft spielt nach dem Aufstieg im Jahre 2011 in der Kreisliga A. In der Saison 1952/53 spielte die Mannschaft in der höchsten Amateurliga Westfalens.

NameTurn- und Sportvereinigung
Eintracht Bielefeld e. V.
VereinsfarbenRot / Weiß
Gründung1900
Schnelle Fakten Name, Vereinsfarben ...
TuS Eintracht Bielefeld
Logo TuS Eintracht Bielefeld
Name Turn- und Sportvereinigung
Eintracht Bielefeld e. V.
Vereinsfarben Rot / Weiß
Gründung 1900
Vereinssitz Bielefeld-Sieker,
Nordrhein-Westfalen
Mitglieder 1.500
Abteilungen acht
Vorsitzender Peter Merkel
Website www.tus-eintracht.de
Schließen

Geschichte

Der Verein geht auf dem im Jahre 1900 gegründeten Arbeiter-Turnverein Eintracht Sieker zurück.[1] Dieser Verein wurde im Jahre 1933 nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verboten. Die Mitglieder der Eintracht schlossen sich mit dem bürgerlichen Verein Turngemeinde Sieker an, der sich daraufhin in Turngemeinde Eintracht Sieker umbenannte.[2] Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde daraus dann der heutige TuS Eintracht Bielefeld. Neben Fußball bietet der TuS Eintracht Bielefeld noch die Sportarten Badminton, Handball, Judo, Leichtathletik, Tennis, Tischtennis und Turnen an. Der Verein hat etwa 1.300 Mitglieder und ist nicht mit dem 1. Bielefelder SC Eintracht zu verwechseln. Dieser im Jahre 1907 gegründete Verein ging durch mehrere Fusionen in die Vereine Bielefelder SpVgg, SpVgg Fichte Bielefeld und schließlich VfB Fichte Bielefeld auf.[3]

Fußball

Schnelle Fakten
Fußball
SpielstätteSportplatz Königsbrügge
Plätze2000
Cheftrainer Ioannis Christodoulou
LigaKreisliga B1 Bielefeld
2024/2511. Platz
Heim
Auswärts
Schließen

Sportlicher Werdegang

Die ersten sportlichen Erfolge der im Jahre 1910 gegründeten Fußballabteilung wurden in den 1930er Jahren erzielt, als die erste Mannschaft von der 3. Kreisklasse in die damals zweitklassige Bezirksklasse durchmarschierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Eintracht 1946 in die Bezirksklasse auf, stieg aber als Tabellenletzter direkt wieder ab. 1948 gelang die Rückkehr in die Bezirksklasse, nachdem sich die Eintracht im dritten Entscheidungsspiel gegen den SV Brackwede durchsetzen konnte. Etwa 20.000 Zuschauer verfolgten die drei Spiele.[4] Nach mehreren Jahren im Mittelfeld der Tabelle gelang im Jahre 1951 der Aufstieg in die 2. Landesliga Westfalen. Nach der Auflösung dieser Spielklasse gehörte die Eintracht ab 1952 der Landesliga an, die damals die höchste Amateurliga Westfalens war.[5] Mit drei Punkten Rückstand auf Minden 05 wurde die Mannschaft Drittletzter und musste wieder absteigen. Tiefpunkt der Saison war eine 1:8-Heimniederlage gegen den SVA Gütersloh.[6]

Im Jahre 1958 wurde die Eintracht mit zwei Punkten Vorsprung auf Viktoria Rietberg Meister der Bezirksklasse und kehrte in die Landesliga zurück. Wie schon beim ersten Anlauf musste die Eintracht sofort wieder absteigen. Zwei 1:6-Niederlagen gegen Union Herford standen einem 5:0-Sieg über den BV Bad Lippspringe gegenüber.[7] 1963 kämpfte die Eintracht lange um den Wiederaufstieg, wurde aber mit zwei Punkten Rückstand auf den VfB Schloß Holte nur Vizemeister der Bezirksklasse. Ein Jahr später stieg die Mannschaft in die Kreisklasse ab und fand sich 1966 gar in der 2. Kreisklasse wieder. Die Eintracht wurde zur Fahrstuhlmannschaft und erreichte erst 1980 wieder das Kreisoberhaus, was allerdings auch mit einer Ligaaufstockung von einer auf zwei Staffeln hing. Nach einer Vizemeisterschaft 1983 hinter der dritten Mannschaft von Arminia Bielefeld gelang zwei Jahre später der Wiederaufstieg in die Bezirksliga.

Nach zwei Jahren im Mittelfeld der Liga musste die Eintracht 1988 wieder abstiegen, als ein Punkt auf Westfalia Wiedenbrück fehlte. Dem direkten Wiederaufstieg folgte der erneute Abstieg in der Saison 1989/90 als Tabellenletzter.[8] 1994 und 1995 wurde die Mannschaft jeweils Vizemeister der Kreisliga A, bevor die Eintracht 1998 in die Kreisliga B absteigen musste. Zwar schaffte das Team den direkten Wiederaufstieg, allerdings verpasste die Eintracht im Jahre 2001 die Qualifikation für die eingleisige Kreisliga A. Zwei Jahre später stürzte die erste Mannschaft bis in die Kreisliga C hinab und spielte damit in der untersten Spielklasse. Der direkte Wiederaufstieg wurde aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber der dritten Mannschaft des FC Türk Sport Bielefeld verpasst. Nach weiteren Vizemeisterschaft hinter FC Hilal Spor und dem FC Altenhagen gelang der ersten Mannschaft erst 2007 der Sprung in die Kreisliga B, ehe vier Jahre der später der Aufstieg in die Kreisliga A folgte. 2025 ging es wieder runter in die Kreisliga B.

Persönlichkeiten

Mit Nils Fischer, Gerd Siese und Klaus Köller brachte die Eintracht drei spätere Profifußballer hervor. Alle drei waren für Arminia Bielefeld in der Bundesliga aktiv.

Sportplatz Königsbrügge

Königsbrügge

Spielstätte der TuS Eintracht ist der Sportplatz Königsbrügge im Stadtteil Sieker. Seit 2008 verfügt der Sportplatz über einen Kunstrasenplatz. Zuvor war die Spielfläche eine Mischung aus Rasen- und Ascheplatz. Ursprünglich war die Königsbrügge ein Exerzierplatz und wurde Anfang der 1920er Jahre zum Sportplatz umgebaut. Im Jahre 1924 fand auf der Königsbrügge das nordwestdeutsche Arbeiter-Turn- und Sportfest statt, zu dem insgesamt rund 60.000 Zuschauer kamen. Ein Jahr später wurden auf dem Gelände Radrennen vor bis zu 10.000 Zuschauern ausgetragen.[1] Am 16. August 1931 stellte Grete Heublein auf der Königsbrügge mit einer Weite von 13,70 Meter einen neuen Weltrekord im Kugelstoßen auf.[2] 1953 spielten die Fußballer des VfB 03 Bielefeld im Rahmen der Westfalenmeisterschaft auf der Königsbrügge gegen SuS Niederschelden/Gosenbach und gewann mit 7:1.[7] Ab 1956 veranstaltet der Polizei SV Bielefeld seine Sportfeste auf der Königsbrügge, zu dem in früheren Jahren bis zu 10.000 Zuschauer kamen.[1]

Erfolge

  • Meister der Bezirksklasse, Gr. 1: 1951, 1958
  • Meister der 1. Kreisklasse/Kreisliga A Bielefeld: 1948, 1985, 1989

Saisonbilanzen

Grün unterlegte Platzierungen kennzeichnen einen Aufstieg während rot unterlegte Platzierungen auf Abstiege hinweisen.

Weitere Informationen Saison, Liga ...
SaisonLigaLevelPlatzTorePunkte
1945/46KreisklasseIII.::
1946/47Bezirksklasse 1II10.027:4812:24
1947/48KreisklasseIV01.::
1948/49Bezirksklasse 1III06.061:4027:21
1949/50Bezirksklasse 1IV08.076:6430:30
1950/51Bezirksklasse 1V01.100:4046:14
1951/522. Landesliga 2IV10.053:5725:31
1952/53Landesliga 1III12.035:6717:35
1953/54Bezirksklasse 1IV06.071:5733:31
1954/55Bezirksklasse 1IV04.066:5740:24
1955/56Bezirksklasse 1IV06.044:4825:27
1956/57Bezirksklasse 1V09.050:5725:31
1957/58Bezirksklasse 1V01.091:2447:09
1958/59Landesliga 1IV14.041:7018:38
1959/60Bezirksklasse 1V04.073:4734:22
1960/61Bezirksklasse 1V06.061:5629:27
1961/62Bezirksklasse 1V04.050:4231:25
1962/63Bezirksklasse 1V02.062:4036:20
1963/64Bezirksklasse 1V13.036:4318:34
1964/651. KreisklasseVI08.053:6426:26
1965/661. KreisklasseVI14.045:5822:34
1966/672. KreisklasseVII.::
1967/682. KreisklasseVII.::
1968/692. KreisklasseVII.::
1969/701. KreisklasseVI6.43:4525:27
1970/711. KreisklasseVI13.52:6223:33
1971/722. Kreisklasse 1VII08.:28:28
1972/732. Kreisklasse 1VII08.:24:32
Schließen
Weitere Informationen Saison, Liga ...
SaisonLigaLevelPlatzTorePunkte
1973/742. Kreisklasse 1VII05.:31:25
1974/752. Kreisklasse 1VII09.:26:30
1975/762. Kreisklasse 1VII10.:24:32
1976/772. Kreisklasse 1VII10.:27:33
1977/78Kreisliga B1VII03.:39:21
1978/79Kreisliga B1VIII15.:43:21
1979/80Kreisliga B1VIII03.:43:21
1980/81Kreisliga A1VII04.:40:20
1981/82Kreisliga A1VII04.:34:26
1982/83Kreisliga A1VII02.:45:15
1983/84Kreisliga A1VII03.:42:18
1984/85Kreisliga A1VII01.:54:06
1985/86Bezirksliga 2VI10.046:4728:32
1986/87Bezirksliga 2VI09.053:4728:32
1987/88Bezirksliga 2VI14.052:5928:36
1988/89Kreisliga A1VII01.:47:13
1989/90Bezirksliga 2VI16.022:5517:43
1990/91Kreisliga A1VII08.:30:30
1991/92Kreisliga A1VII10.:25:35
1992/93Kreisliga A1VII07.:30:30
1993/94Kreisliga A1VII02.:43:17
1994/95Kreisliga A1VIII02.:43:17
1995/96Kreisliga A1VIII03.:58
1996/97Kreisliga A1VIII08.:38
1997/98Kreisliga A1VIII16.:09
1998/99Kreisliga B1IX01.:66
1999/00Kreisliga A1VIII08.:48
2000/01Kreisliga A1VIII12.:25
Schließen
Weitere Informationen Saison, Liga ...
SaisonLigaLevelPlatzTorePunkte
2001/02Kreisliga B1IX11.:41
2002/03Kreisliga B1IX17.::
2003/04Kreisliga C2X02.132:1381
2004/05Kreisliga C1X02.103:1161
2005/06Kreisliga C5X02.103:2953
2006/07Kreisliga C1X01.125:3471
2007/08Kreisliga B1IX13.049:7822
2008/09Kreisliga B1X04.100:6755
2009/10Kreisliga B1X02.143:4071
2010/11Kreisliga B1X01.125:2480
2011/12Kreisliga AIX03.096:6654
2012/13Kreisliga AIX08.082:8540
2013/14Kreisliga AIX05.069:6146
2014/15Kreisliga AIX06.072:4745
2015/16Kreisliga AIX08.060:7340
2016/17Kreisliga AIX08.060:7041
2017/18Kreisliga AIX03.071:5256
2018/19Kreisliga AIX08.064:5841
2019/20Kreisliga AIX10.045:451,47
2020/21Kreisliga AIXSaison annulliert
2021/22Kreisliga AIX06.069:5844
2022/23Kreisliga AIX07.084:6150
2023/24Kreisliga AIX13.045:7534
2024/25Kreisliga AIX14.052:8524
2025/26Kreisliga B1X11.065:8831
Schließen

Weitere Abteilungen

Badminton

Die Badmintonabteilung besteht seit 1956. Zwanzig Jahre später gelang der Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse.[2] Die erste Mannschaft spielt in der Oberliga. Erfolgreichster Badmintonspieler der TuS Eintracht ist Christian Diekmann, der gemeinsam mit Guido Schänzler vier deutsche Meistertitel im Herrendoppel der Junioren erringen konnte. Dazu kamen noch drei deutsche Juniorenmeisterschaften im Mixed mit Christine Skropke. Gerhard Michaelis gewann fünf deutsche Seniorenmeisterschaften im Herrendoppel. Gespielt wird in der Sporthalle der Kuhlo-Realschule.

Handball

Die Handballabteilung wurde im Jahre 1928 gegründet. Im Jahre 1937 wurden Eintrachts Handballer nach einem Sieg gegen den Luftwaffen SV Gütersloh Bezirksmeister.[2] Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam der Verein nicht mehr über lokale Spielklassen hinaus. Ab 1993 bildete die Eintracht gemeinsam mit dem Gadderbaumer TV die Spielgemeinschaft HSG Eintracht Gadderbaum. 2009 kamen die Handballer des SV Brackwede hinzu, woraufhin der Name der Spielgemeinschaft in HSG EGB Bielefeld geändert wurde.[9] Der Unterhaltungskünstler Ingolf Lück spielte als Kind Handball beim TuS Eintracht.[10]

Leichtathletik

Ahmed Sansar wurde bei den deutschen Meisterschaften 2005 Sechster im 5000-Meter-Lauf. Elias Sansar wurde zwei Jahre später Achter im Halbmarathon. Im Jahre 2003 wurde die Mannschaft des TuS Eintracht Bielefeld in der Marathonlauf-Mannschaftswertung Achter.[11]

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks