U-17-Fußball-Europameisterschaft 2026
Fußballturnier
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Die Endrunde der 42. U-17-Fußball-Europameisterschaft fand vom 25. Mai bis 7. Juni 2026 in Estland statt. Dies entschied das UEFA Executive Committee am 26. September 2023 auf ihrem Treffen in Limassol. Estland war als Schauplatz der U-17-Fußball-Europameisterschaft 2020 vorgesehen, die aber aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt werden musste.[1]
| U-17-Fußball-Europameisterschaft 2026 | |
|---|---|
| Anzahl Nationen | 8 |
| Europameister | |
| Austragungsort | |
| Eröffnungsspiel | 25. Mai 2026 |
| Endspiel | 7. Juni 2026 |
| Spiele | 15 insgesamt 12 bisher absolviert |
| Tore | 40 (⌀: 3,33 pro Spiel) |
| 29 (⌀: 2,42 pro Spiel) | |
| ← Albanien 2025 | |
Titelverteidiger ist die Mannschaft Portugals, die allerdings bereits in der Qualifikation scheiterte. Aus dem deutschsprachigen Raum schaffte ebenfalls kein Team der Sprung zur Endrunde.
Qualifikation
Alle meldenden Mannschaften spielen in einer Art Ligasystem mit Auf- und Abstieg mit einer Verbindung zur Qualifikation für die U-19-Fußball-Europameisterschaft 2028. Es werde zwei Qualifikationsrunden gespielt, in deren Verlauf die Teilnehmer an der Endrunde der U-17-EM sowie zur U-17-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ermittelt werden. Aus diesem Grund tritt auch der EM-Gastgeber Estland in der Qualifikation an, es hat seinen Platz unter den acht EM-Endrundenteilnehmern aber sicher.[2]
Erste Runde
Alle meldenden Verbände wurden in zwei Dreier- und 12 Vierergruppen gelost. Die Gruppenspiele wurden als Mini-Turniere bei einem der Gruppenteams durchgeführt. Die Gruppensieger und Gruppenzweiten qualifizierten sich für die Liga A in der 2. Runde, der Rest spielt in Liga B weiter. Von den deutschsprachigen Verbänden schaffte Deutschland als Gruppensieger, Österreich und die Schweiz jeweils als Gruppenzweiter den Sprung in Liga A. Liechtenstein wurde mit großem Abstand Letzter in seiner Gruppe und spielt die Zweite Runde in Liga B.[3]
Zweite Runde
Die 28 Teams in Liga A bildeten sieben Vierergruppen, die als Mini-Turniere bei einer der beteiligten Mannschaften ausgespielt wurden. Die Gruppensieger qualifizieren sich für EM und WM, zusätzlich erhielten die vier besten Gruppenzweiten ein Ticket zur Weltmeisterschaft. Die noch verbleibenden deutschsprachigen Teams verpassten die Qualifikation für beide Turniere. Die Mannschaften auf dem vierten Platz jeder Gruppe steigen altersklassenübergreifend zur Qualifikation der U19-EM 2028 in die Liga B ab.
Die Auslosung ergab folgende Gruppen (Reihenfolge nach Endplatzierung):
| Gruppe A1 | Gruppe A2 | Gruppe A3 | Gruppe A4 | Gruppe A5 | Gruppe A6 | Gruppe A7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Legende:
Die Liga B wurde ebenfalls über Mini-Turniere in Dreier- oder Vierergruppen ausgetragen. Die Teams konnten sich nicht mehr für die EM oder WM in der U-17-Altersklasse qualifizieren, jedoch stiegen die Gruppensieger für die U-19-EM-Quali 2026/27 in die Liga A auf.
Teilnehmer
| Teilnehmer | Qualifikation | Endrunden- teilnahmen |
Letzte Teilnahme | Beste Platzierung |
|---|---|---|---|---|
| Gastgeber | 1. | – | – | |
| Sieger der Liga A – Gruppe A1 | 17. | 2025 (Finalist) | Europameister (2004, 2015, 2022) | |
| Sieger der Liga A – Gruppe A2 | 14. | 2025 (Halbfinale) | Europameister (2024) | |
| Sieger der Liga A – Gruppe A3 | 1. | – | – | |
| Sieger der Liga A – Gruppe A4 | 8. | 2024 (Halbfinale) | Halbfinale (2011, 2024) | |
| Sieger der Liga A – Gruppe A5 | 10. | 2025 (Halbfinale) | Halbfinale (2007, 2015, 2018, 2025) | |
| Sieger der Liga A – Gruppe A6 | 16. | 2024 (Gruppenphase) | Europameister (2007, 2008, 2017) | |
| Sieger der Liga A – Gruppe A7 | 7. | 2024 (Gruppenphase) | Halbfinale/Vierter (2005) |
Austragungsorte
Für das Turnier waren vier Spielstätten in zwei Städten in Nordestland vorgesehen. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Hauptstadt Tallinn.[4]
| Tallinn | ||||
|---|---|---|---|---|
| Lilleküla-Stadion Kapazität: 14.405 |
Kalevi-Zentralstadion Kapazität: 11.500 |
Kadrioru-Stadion Kapazität: 5.000 | ||
| 3 Vorrundenspiele, Finale | 3 Vorrundenspiele | 3 Vorrundenspiele | ||
|
Rakvere | |||
| Linnastaadion Kapazität: 2.500 | ||||
| 3 Vorrundenspiele | ||||
Vorrunde
Auslosung
Die acht Teilnehmer wurden in zwei Vierergruppen aufgeteilt. Die Auslosung fand am 9. April 2026 im Lilleküla staadion in Tallinn statt. Als Losfee fungierte Turnierbotschafter Henri Anier. Gastgeber Estland war als Kopf der Gruppe A gesetzt, die weiteren Teilnehmer wurden ohne weitere Setzung frei den beiden Gruppen zugelost.[5]
Modus
Die beiden besten Mannschaften jeder Gruppe ziehen ins Halbfinale ein. Die Platzierung der Mannschaften in der Gruppenphase wird anhand folgender Kriterien ermittelt:[6]
- Erzielte Punkte in allen Gruppenspielen
- Erzielte Punkte in direkten Duellen zwischen punktgleichen Mannschaften
- Höhere Tordifferenz in direkten Duellen zwischen punktgleichen Mannschaften
- Erzielte Tore in direkten Duellen zwischen punktgleichen Mannschaften
- Wenn mehr als zwei Mannschaften punktgleich sind und nach Anwendung aller oben genannten Kriterien für direkte Duelle weiterhin eine Teilmenge von Mannschaften punktgleich ist, werden alle oben genannten Kriterien für direkte Duelle erneut und ausschließlich auf diese Teilmenge von Mannschaften angewendet
- Tordifferenz in allen Gruppenspielen
- Erzielte Tore in allen Gruppenspielen
- Elfmeterschießen, wenn nur zwei Mannschaften punktgleich sind und in der letzten Runde der Gruppe aufeinandertreffen und nach Anwendung aller oben genannten Kriterien punktgleich sind (entfällt, wenn mehr als zwei Mannschaften punktgleich sind oder ihre Platzierungen für die Qualifikation zur nächsten Runde nicht relevant sind)
- Disziplinarpunkte
- Gelbe Karte: −1 Punkt
- Gelb-Rote Karte: −3 Punkte
- Rote Karte: −3 Punkte
- UEFA-Koeffizient für die Auslosung der Qualifikationsrunde
- Losentscheid
Gruppe A
| Mo., 25. Mai 2026 um 14:30 Uhr (13:30 Uhr MESZ) in Rakvere | |||
| Kroatien | – | Belgien | 0:2 (0:2) |
| Mo., 25. Mai 2026 um 20:00 Uhr (19:00 Uhr MESZ) in Tallinn (Lilleküla) | |||
| Estland | – | Spanien | 1:4 (1:4) |
| Do., 28. Mai 2026 um 14:30 Uhr (13:30 Uhr MESZ) in Rakvere | |||
| Belgien | – | Spanien | 0:1 (0:1) |
| Do., 28. Mai 2028 um 19:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in Tallinn (Lilleküla) | |||
| Estland | – | Kroatien | 1:3 (0:2) |
| So., 31. Mai 2026 um 14:30 Uhr (13:30 Uhr MESZ) in Rakvere | |||
| Spanien | – | Kroatien | 2:3 (0:1) |
| So., 31. Mai 2026 um 14:30 Uhr (13:30 Uhr MESZ) in Tallinn (Lilleküla) | |||
| Belgien | – | Estland | 1:0 (1:0) |
Gruppe B
| Pl. | Land | Sp. | S | U | N | Tore | Diff. | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 3 | 2 | 1 | 0 | 7:3 | +4 | 7 | |
| 2. | 3 | 2 | 0 | 1 | 9:1 | +8 | 6 | |
| 3. | 3 | 1 | 1 | 1 | 5:8 | −3 | 4 | |
| 4. | 3 | 0 | 0 | 3 | 1:10 | −9 | 0 |
| Di., 26. Mai 2026 um 14:30 Uhr (13:30 Uhr MESZ) in Tallinn (Kalevi) | |||
| Italien | – | Frankreich | 1:0 (0:0) |
| Di., 26. Mai 2026 um 19:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in Tallinn (Kadrioru) | |||
| Montenegro | – | Dänemark | 1:2 (1:1) |
| Fr., 29. Mai 2026 um 14:30 Uhr (13:30 Uhr MESZ) in Tallinn (Kalevi) | |||
| Montenegro | – | Italien | 0:3 (0:2) |
| Fr., 29. Mai 2028 um 19:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in Tallinn (Kadrioru) | |||
| Frankreich | – | Dänemark | 4:0 (0:0) |
| Mo., 1. Juni 2026 um 14:30 Uhr (13:30 Uhr MESZ) in Tallinn (Kalevi) | |||
| Dänemark | – | Italien | 3:3 (1:3) |
| Mo., 1. Juni 2026 um 14:30 Uhr (13:30 Uhr MESZ) in Tallinn (Kadrioru) | |||
| Frankreich | – | Montenegro | 5:0 (2:0) |
Finalrunde
Halbfinale
Die Zuordnung der genauen Paarungen zu Stadien und Anstoßzeiten erfolgte nach Abschluss der Vorrunde. Sollte in den Finalrundenspielen nach Ablauf der regulären Spielzeit kein Sieger feststehen, wurde der Gewinner im Elfmeterschießen – ohne vorherige Verlängerung – ermittelt.[6]
| Do., 4. Juni 2026, 14.30 Uhr (13.30 Uhr MESZ) in Tallinn (Kadrioru) | |||
| – | 2:1 (1:0) | ||
| Do., 4. Juni 2026, 20 Uhr (19 Uhr MESZ) in Tallinn (Lilleküla) | |||
| – | 1:1 (1:0), 4:2 i. E. | ||
Finale
| Belgien | Italien | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
| ||||||||
| Mattis Seghers – Elie Mbavu, Preben Blondeel, Sami El Morabet, Tinus Moorthamer – Louie Van Gelder (83. Noah Kalonji), Xander Dierckx, Jelle Driessen (71. Noa Ojea) – Joshua Nga Kana (90. Rune Verstrepen), Jayden Onia Seke (83. Kiyan Achahbar), Ilyas Benktib (83. Yhanis Onehese) Cheftrainer: Sven Vermant |
Christian Lupo – Djibril Diallo, Ludovico Varali, Lorenzo Dattilo (87. Edoardo Dario Rocca), Giampaolo Bonifazi – Gianluca Okon, Edoardo Biondini (87. Marcello Fugazzola), Francesco Gasparello (58. Francesco Ballarin), Thomas Corigliano (67. Jacopo Landi) – Federico Croci (58. Tommaso Casagrande), Diego Perillo Cheftrainer: Daniele Franceschini | ||||||||
| Elfmeterschießen | |||||||||
Schiedsrichter
Für die Spiele nominierte die UEFA sechs Schiedsrichter und 8 Schiedsrichterassistenten, zudem zwei weitere Schiedsrichter, die als Vierte Offizielle eingeplant sind. Als Teil einer Kooperationsvereinbarung zwischen der UEFA und dem Asiatischem Kontinentalverband AFC nimmt auch ein usbekisches Duo an der EM teil.[7]
| Schiedsrichter | Assistenten | Vierte Offizielle |
|---|---|---|
