U-Bahnhof Odeonsplatz
U-Bahnhof in München
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Der U-Bahnhof Odeonsplatz in München ist neben dem Hauptbahnhof und dem Sendlinger Tor ein weiterer Kreuzungsbahnhof der U-Bahnstammstrecken. In diesem Fall treffen die Linien U3, U4, U5 und U6 aufeinander. Die beiden Bahnsteige befinden sich im Norden der Altstadt unter dem Odeonsplatz.
| Odeonsplatz | |
|---|---|
| U-Bahnhof in München | |
Bahnsteig der Linien U4 und U5 | |
| Basisdaten | |
| Ortsteil | Altstadt |
| Eröffnet | 19. Oktober 1971 |
| Gleise (Bahnsteig) | Obere Ebene: 2 (Mittelbahnsteig)
Untere Ebene: 2 |
| Koordinaten | 48° 8′ 33″ N, 11° 34′ 39″ O |
| Nutzung | |
| Strecke(n) | Stammstrecke 1, Stammstrecke 3 |
| Linie(n) | |
| Umstiegsmöglichkeiten | |
U-Bahn
Linien U3 und U6

Der U-Bahnhof der U3 und U6 gehört zu den ältesten der Münchner U-Bahn und wurde 1971 in Betrieb genommen. Nördlich und südlich befinden sich Sperrengeschosse in der Ebene −1, diese dienen als Verbindung zwischen dem in Ebene −2 befindlichen Bahnhof und Oberfläche. Der von Paolo Nestler gestaltete Bahnhof ist wie fast alle anderen U-Bahnhöfe in München 120 m lang und liegt nördlich über dem Bahnhof der Linien U4 und U5. Die Tunneldecke wird von rot gefliesten Säulen gestützt. Die nächste Station Richtung Norden unter der Ludwigstraße heißt Universität. Richtung Süden gelangt man zum Marienplatz, wo Umsteigemöglichkeiten zur S-Bahn bestehen. Nördlich des Bahnhofs befand sich früher eine Wende- und Abstellanlage mit 2 Gleisen zur Abstellung von insgesamt 4 Langzügen.
Im Verlauf von Modernisierungsarbeiten wurde die Strecke zur Fahrt auch in der jeweiligen Gegenrichtung, bzw. zum eingleisigen Betrieb mit Pendelzügen ertüchtigt, dabei die Wendeanlage durch ein doppeltes Weichenkreuz ersetzt, und es ist nur noch die Abstellung eines „Kurzzugs“ mit maximal 4 Wagen möglich, obwohl auf der U3/U6 Im Regelfall ausschließlich „Langzüge“ mit 6 Wagen verkehren.[1]
| Linie | Linienverlauf |
|---|---|
| Moosach – (797 m) – Moosacher St.-Martins-Platz – (880 m) – Olympia-Einkaufszentrum – (1416 m) – Oberwiesenfeld – (1061 m) – Olympiazentrum – (944 m) – Petuelring – (832 m) – Scheidplatz – (793 m) – Bonner Platz – (1042 m) – Münchner Freiheit – (579 m) – Giselastraße – (744 m) – Universität – (788 m) – Odeonsplatz – (640 m) – Marienplatz – (884 m) – Sendlinger Tor – (843 m) – Goetheplatz – (677 m) – Poccistraße – (624 m) – Implerstraße – (849 m) – Brudermühlstraße – (1149 m) – Thalkirchen – (1129 m) – Obersendling – (785 m) – Aidenbachstraße – (782 m) – Machtlfinger Straße – (1195 m) – Forstenrieder Allee – (808 m) – Basler Straße – (936 m) – Fürstenried West | |
| Garching-Forschungszentrum – (2560 m) – Garching – (1827 m) – Garching-Hochbrück – (4208 m) – Fröttmaning – (830 m) – Kieferngarten – (1431 m) – Freimann – (1087 m) – Studentenstadt – (660 m) – Alte Heide – (740 m) – Nordfriedhof – (813 m) – Dietlindenstraße – (712 m) – Münchner Freiheit – (579 m) – Giselastraße – (744 m) – Universität – (788 m) – Odeonsplatz – (640 m) – Marienplatz – (884 m) – Sendlinger Tor – (843 m) – Goetheplatz – (677 m) – Poccistraße – (624 m) – Implerstraße – (1236 m) – Harras – (837 m) – Partnachplatz – (760 m) – Westpark – (1084 m) – Holzapfelkreuth – (1050 m) – Haderner Stern – (1097 m) – Großhadern – (731 m) – Klinikum Großhadern – (1183 m) – Martinsried (im Bau) |
Linien U4 und U5

Die untere Bahnsteigebene (Ebene −3) wurde am 1. März 1986 eröffnet, als die erst ein Jahr zuvor eröffnete Linie U5 um eine Station von Karlsplatz/Stachus bis zum Odeonsplatz verlängert wurde. Die Fahrtreppen zwischen Bahnsteig und Sperrengeschoss sind mit 52,6 Metern die zweitlängsten des gesamten Netz. Nur die Fahrtreppen an der Nachbarstation Karlsplatz/Stachus sind noch etwas länger. Östlich des Bahnhofs besteht eine Wendeanlage, diese diente zunächst zum Wenden der vom Bahnhof Westendstraße kommenden Züge der U5. Im März. bzw. Oktober 1988 erfolgten kurz nacheinander die Verlängerungen westlich zum Laimer Platz (U4/U5) bzw. östlich zum Arabellapark (U4) und nach Neuperlach Süd (U5). Seither wird die Wendeanlage vor allem zu Randzeiten genutzt, nun aber von Osten her, um Züge der vom Arabellapark kommenden Linie U4 nach der Station Lehel zu wenden. Je nach Verkehrsbelastung wird der von beiden Linien gemeinsam befahrene Linienweg (Laimer Platz)-Westendstraße-Odeonsplatz nur von der Linie U5 bedient, wogegen Fahrten der Linie U4 zum Teil vorzeitig wenden.[2]
Die beiden Richtungsbahnsteige liegen in separaten Röhren und sind durch drei Querschläge miteinander verbunden. An diesen Querschlägen liegen die Zugänge zu den Sperrengeschossen und dem Verbindungstunnel zur Linie U3/U6. Die Wände sind im unteren Bereich mit weißen Wandpaneelen versehen und haben in der Mitte das gelbe Linienband der U4 und U5. Der obere Bereich ist nur mit einem grobmaschigen Gitter verkleidet, dahinter ist die grün gestrichene Betonwand der Tunnelröhre sichtbar. Richtung Südwesten ist der nächste Halt Karlsplatz (Stachus) mit Anschluss zur S-Bahn. Richtung Osten ist der nächste Halt der ähnlich gestaltete Bahnhof Lehel.
| Linie | Linienverlauf |
|---|---|
| Westendstraße – (806 m) – Heimeranplatz – (671 m) – Schwanthalerhöhe – (927 m) – Theresienwiese – (711 m) – Hauptbahnhof – (521 m) – Karlsplatz (Stachus) – (811 m) – Odeonsplatz – (933 m) – Lehel – (928 m) – Max-Weber-Platz – (791 m) – Prinzregentenplatz – (838 m) – Böhmerwaldplatz – (552 m) – Richard-Strauss-Straße – (756 m) – Arabellapark | |
| Pasing (im Bau) – (983 m) – Am Knie (im Bau) – (1527 m) – Baumschule Laim (im Bau) – (1129 m) – Laimer Platz – (670 m) – Friedenheimer Straße – (791 m) – Westendstraße – (806 m) – Heimeranplatz – (671 m) – Schwanthalerhöhe – (927 m) – Theresienwiese – (711 m) – Hauptbahnhof – (521 m) – Karlsplatz (Stachus) – (811 m) – Odeonsplatz – (933 m) – Lehel – (928 m) – Max-Weber-Platz – (1080 m) – Ostbahnhof – (1602 m) – Innsbrucker Ring – (982 m) – Michaelibad – (1708 m) – Quiddestraße – (778 m) – Neuperlach Zentrum – (764 m) – Therese-Giehse-Allee – (722 m) – Neuperlach Süd |
Verbindung der beiden Bahnsteige

Das ursprüngliche Linienkonzept sah vor, dass der Kreuzungspunkt der Strecke der U5/U9 (später zu U4 umbenannt) und der U3/U6 am Nordkopf des Bahnhof Marienplatz entstehen sollte, weshalb der Bahnhof Odeonsplatz nicht als Kreuzungsbauwerk ausgelegt war. Erst im Zuge von Umplanungen verschob sich die Kreuzung zum Odeonsplatz hin, so dass der Südkopf des Bahnhofs aufwändig umgebaut werden musste, und für die Umsteigewege nur sehr wenig Raum zur Verfügung stand. Durch die Führung der neuen Strecke in zwei separaten Röhren war es immerhin möglich, einen schmalen Verbindungstunnel zwischen den Gleisen so zu führen, dass direkte Fahr- und Festtreppen sowie ein Lift beide Bahnsteigebenen miteinander verbinden, und einen kurzen Umsteigeweg schaffen. Bedingt durch die räumlichen Gegebenheiten entstehen oft lange Rückstaus in diesem Bereich. Ein Umstieg über das Sperrengeschoss ist ebenfalls möglich, aber deutlich länger. Zudem führt auch dieser Weg zum Südende des Bahnsteig der U3/U6, welcher damit einen Zwangspunkt ergibt.
2023 wurde eine Ausschreibung veröffentlicht, welche die Umsteigebeziehungen verbessern soll. Da das Höhenprofil der Strecken nicht ausreicht, um eine Zwischenebene einzufügen, soll ein zusätzlicher Verbindungstunnel noch tiefer auf die Ebene −4 führen, und dort eine Querverbindung etwa mittig zwischen beiden Bahnsteigen erschaffen. Dieser soll bis 2033/2034 fertiggestellt werden.
Bus
Am Odeonsplatz hält die Museumsbuslinie 100, welche vom Hauptbahnhof zum Ostbahnhof verkehrt. Des Weiteren beginnt am Odeonsplatz die Buslinie 153. Nachts fährt hier die Nachtbuslinie N40 im 30-Minuten-Takt.
Siehe auch
Literatur
- Wolfgang Pischek, Holger Junghardt: Die Münchner U-Bahn – unterirdisch durch die bayerische Landeshauptstadt. München 2002 (2. Aufl.). ISBN 3-7654-7194-1
