UIC-Franken
fiktive Währungseinheit
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Der UIC-Franken (Code: XFU) war eine fiktive Währungseinheit des Internationalen Eisenbahnverbandes (UIC). Er wurde 1976 eingeführt, nachdem der Goldfranken aufgrund der Instabilität des internationalen Währungssystems für diesen Zweck aufgegeben worden war[1], und am 1. Januar 1990 durch die Europäische Währungseinheit (ECU) ersetzt.[2]
| UIC-Franken | |
|---|---|
| Staat: | Mitglieder des Internationalen Eisenbahnverbands |
| ISO-4217-Code: | XFU |
| Abkürzung: | |
| Wechselkurs: (k. A.) |
k. A. |
Der UIC-Franken diente als Verrechnungseinheit, mit der sich beispielsweise die in den Übereinkommen über den internationalen Eisenbahnverkehr ausgedrückten Haftungssummen oder die Mieten von Güterwagen im RIV-Verkehr in die jeweilige Landeswährung umrechnen ließen. Der zuvor verwendete Goldfranken verursachte Probleme in den Vertragsstaaten, in denen keine feste Wechselkursparität der Landeswährung zum Gold mehr bestand oder in denen eine Umrechnung über die Definition des Sonderziehungsrechts des Internationalen Währungsfonds in Gold seit dem Inkrafttreten der neuen Fassung des Übereinkommens über den Internationalen Währungsfonds nicht mehr möglich war. Der in UIC-Franken ausgedrückte Wert der Landeswährung wurde nach der von der Allgemeinen Ausgleichsstelle der Eisenbahnen in Brüssel angewendeten Berechnungsmethode ermittelt.[3]
Der Wechselkurs des UIC-Franken wurde durch einen Warenkorb verschiedener nationaler Währungen gebildet. Unerwartete Abwertungen einzelner Währungen führten nicht zu der erhofften Stabilität und ab 1987 begann man, über den Ausstieg nachzudenken. „Anfang der 1990er [Jahre konnten] die Preise einvernehmlich in ECU […] festgesetzt wurden, den einige Bahnen allerdings nicht anwenden“,[4] weil sie dort nicht Mitglied waren.
Der Code XFU wurde aber erst 2013 aus der ISO-4217-Währungsliste gestrichen, obwohl der UIC-Franken zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr verwendet wurde.[5]