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URTES-Netz

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Das URTES-Netz (UHF-Radio-Telefonie-System) war ein Mobilfunksystem für Telefonie aus der DDR. Es wurde ab 1981 in Mexiko eingeführt und war das erste Mobilfunknetz in Lateinamerika.

Technische Daten

Das Netz im UHF-Bereich hatte jeweils eine Reichweite von etwa 40 Kilometern vom Teilnehmer mit einem Mobilfunktelefon UDS 721 U zur Basisstation, mit maximal 120 Teilnehmern.

Entstehung und technische Beschreibung

Entwickelt, geliefert und installiert wurde das neue Telefonsystem (Arbeitsbezeichnung Blaumeise 3) innerhalb von 17 Monaten vom VEB Funkwerk Köpenick, einem Betrieb des VEB Kombinat Nachrichtenelektronik. Die DDR hatte mit Mexiko im Jahr 1977 einen Vertrag zum Aufbau eines drahtlosen Telefonnetzes im mexikanischen Bundesstaat Guerrero geschlossen. Der Auftragswert belief sich auf 400 Millionen US-$. Die Ingenieure des Funkwerks (Horst-Dieter Wigankow, Günther Neeße und Gottfried Schuppang) entwickelten ein mobiles etwa 10 kg schweres Telefon mit herkömmlicher Wählscheibe, das die Signale an einen Funkmast übertrug, den die Mitarbeiter des Funkwerks Köpenick vor Ort installierten. Vom Mast gelangten sie zu einer Zentrale in San Marcos, wo sie in das bestehende Festnetz eingespeichert wurden.[1][2]

Verwendung

Eröffnet wurde es am 12. September 1981 von damaligen Präsidenten Mexikos José López Portillo, indem er im Beisein Erich Honeckers aus Nopaltepec mit dem Gouverneur des Bundesstaates Guerrero telefonierte, der sich zu diesem Zeitpunkt in einem abgelegenen Bergdorf ohne Anschluss an das Telefonnetz aufhielt. Honecker befand sich damals zu einem Staatsbesuch in Mexiko.[3]

Das System wurde anschließend in andere Bundesstaaten Mexikos, nach Algerien, Madagaskar und Mosambik geliefert.[2] Als es nach der Wende in der DDR weiterhin einen Mangel an Telefonanschlüssen gab, wurde das System in dieser Zeit im Herstellerwerk noch einmal kurz für den öffentlichen Telefonverkehr produziert.

Einzelnachweise

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