U 278
Deutsches Unterseeboot im Zweiten Weltkrieg
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U 278 war ein U-Boot vom Typ VII/C der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg, das im Zuge der Atlantikschlacht eingesetzt wurde. Das Boot wurde nach Kriegsende 1945 im Zuge von Operation Deadlight selbstversenkt.
U 278 (alle U-Boote) | |
|---|---|
| Typ: | VII/C |
| Feldpostnummer: | M - 49 305 |
| Werft: | Bremer Vulkan, Vegesack |
| Bauauftrag: | 10. April 1941 |
| Baunummer: | 043 |
| Kiellegung: | 26. März 1942 |
| Stapellauf: | 2. Dezember 1942 |
| Indienststellung: | 16. Januar 1943 |
| Kommandanten: |
16. Januar 1943 – 8. Mai 1945 Kapitänleutnant Joachim Franze |
| Flottillen: |
8. U-Flottille 16. Januar 1943 – 30. September 1943 7. U-Flottille 1. Oktober 1943 – 31. Dezember 1943 11. U-Flottille 1 Januar 1944 – 31. August 1944 13. U-Flottille 1. September 1944 – 8. Mai 1945 |
| Einsätze: | 7 Unternehmungen |
| Versenkungen: |
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| Verbleib: | Im Dezember 1945 im Zuge von Operation Deadlight selbstversenkt |
Geschichte
Der Bauauftrag wurde am 10. April 1941 an den Bremer Vulkan vergeben. Die Kiellegung erfolgte am 26. März 1942, die Indienststellung unter Kapitänleutnant Joachim Franze folgte am 16. Januar 1943.
Die Ausbildung fand zwischen Januar und September 1943 bei der 8. U-Flottille in Danzig statt, ab dem 1. Oktober 1943 war das Boot der 7. U-Flottille in St. Nazaire als Frontboot unterstellt. Am 30. Dezember verlegt U 278 von Kiel nach mit mehreren Zwischenstops nach Bergen. Dort wurde das Boot für den Einsatz im Nordmeer vorbereitet.
Einsätze
Erste Unternehmung
Am 8. Januar 1944 lief das Boot von Bergen zu seiner ersten Feindfahrt im Nordmeer aus. Während der 20 tägigen Unternehmung wurde ein Schiff mit 7.176 BRT versenkt. U 278 kehrte am 28. Januar 1944 nach Hammerfest zurück.
Zweite Unternehmung
Unmittelbar nach der ersten Unternehmung lief das Boot am 29. Januar zur zweiten Feindfahrt aus. Erneut operierte U 278 im Nordmeer bei der Gruppe Werwolf. Auf dieser 22 tägigen Feindfahrt wurde ein Zerstörer mit 1.710 t versenkt. Am 19. Februar lief es in Narvik ein.
Dritte Unternehmung
Am 3. März 1944 begann die dritte Feindfahrt, erneut operierte das Boot im Nordmeer, dort unterstand es den Gruppen Boreas, Taifun und Thor. Auf dieser 31 tägigen Feindfahrt wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 4. April lief U 278 in Hammerfest ein.
Vierte Unternehmung
Am 24. April 1944 lief U 278 zur vierten Feindfahrt aus, erneut operierte es im Nordmeer, unterstand dort der Gruppe Donner. Auf dieser 15 tägigen Feindfahrt wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Das Boot lief am 8. Mai 1944 in Bergen ein.
Fünfte Feindfahrt
Nach drei Monaten im Hafen lief das Boot am 2. August 1944 von Hammerfest zur fünften Feindfahrt aus. Operationsgebiet war erneut das Nordmeer sowie die Barentssee. Dort gehörte es der Gruppe Greif an. Auf dieser 62 tägigen Feindfahrt wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 3. Oktober lief U 278 in Narvik ein.
Sechste Unternehmung
Am 12. Dezember 1944 lief U 278 zu seiner sechsten Feindfahrt aus, Operationsgebiet waren die Orkney Inseln. Auf dieser 63 tägigen Feindfahrt wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Das Boot lief am 13. Februar 1945 in Narvik ein.
Siebente Unternehmung
Nach zwei Monaten im Hafen lief das Boot am 10. April 1945 zu seiner letzten Feindfahrt aus, Operationsgebiet war die Kola Mündung sowie die Bäreninsel. Dort gehörte es zur Gruppe Faust, auf dieser 29 tägigen Feindfahrt wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 9. Mai 1945 lief U 278 in Narvik ein.[1]
Verbleib
Das Boot wurde den Alliierten übergeben und im Zuge von Operation Deadlight Ende 1945 in Moville versenkt. Die Besatzung ging in Kriegsgefangenschaft.
Literatur
- Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Deutsche U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945. Band IV. Mittler, Hamburg, Berlin, Bonn 1999, ISBN 3-8132-0514-2. Seite 346/391.