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Udo Ludwig (Ökonom)

Wirtschaftswissenschaftler/in (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH); Universität Leipzig) From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Ludwig schloss 1967 sein Studium der ökonomischen Kybernetik an der Staatlichen Universität Leningrad in der Sowjetunion als Diplom-Ökonom ab. Von 1967 bis 1983 arbeitete er am Zentralinstitut für Wirtschaftswissenschaften der Akademie der Wissenschaften der DDR in der Abteilung „Strukturanalysen“ und promovierte hier 1971 mit einem bildungsökonomischen Thema zum Dr. oec.[3] Anschließend war er von 1984 bis 1986 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen“ der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik der DDR. 1987 kehrte er an das Zentralinstitut für Wirtschaftswissenschaften der Akademie der Wissenschaften der DDR zurück und war hier bis 1991 Leiter des Forschungsbereichs „Makroökonomische Analysen und Prognosen“.

Von 1992 bis 2009 wirkte er als Leiter der Abteilung „Konjunkturzyklen und Wirtschaftswachstum“ am Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). 2005 wurde er zum Honorarprofessor für empirische Wirtschaftsforschung an der Universität Leipzig ernannt. Nach seinem offiziellen Ruhestand 2008 wirkte er weiterhin bis 2012 als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung „Makroökonomie“ des IWH. Im Jahr 2014 wurde Ludwig die Ehrenmedaille der Leipziger Ökonomischen Sozietät verliehen.[2]

Schriften (Auswahl)

  • mit Harry Maier und Jürgen Wahse: Bildung als ökonomische Potenz im Sozialismus. Ein Beitrag zur marxistisch-leninistischen Theorie der intensiv erweiterten Reproduktion. Dietz, Berlin 1972.
  • Aufwand-Nutzen-Analysen in Forschung und Entwicklung (= Forschungsberichte des Zentralinstituts für Wirtschaftswissenschaften der Akademie der Wissenschaften der DDR. Band 9). Akademie-Verlag, Berlin 1974.
  • mit Magnus Heydt und René Hill: Komplexe Effektivitätsbewertung durch Aufwand-Nutzen-Analyse (= Forschungsberichte des Zentralinstituts für Wirtschaftswissenschaften der Akademie der Wissenschaften der DDR. Band 35). Akademie-Verlag, Berlin 1981.
  • mit Peter Fleissner: Ostdeutsche Wirtschaft im Umbruch. Computersimulation mit einem systemdynamischen Modell. Vieweg, Braunschweig 1992, ISBN 3-528-05192-2.
  • mit Reiner Stäglin und Carsten Stahmer: Verflechtungsanalysen für die Volkswirtschaft der DDR am Vorabend der deutschen Vereinigung (= Beiträge zur Strukturforschung. Band 163). Duncker & Humblot, Berlin 1996, ISBN 3-428-08879-4.

Literatur

  • Ulrich Blum, Axel Lindner und Diemo Dietrich (Hrsg.): Empirische Makroökonomik für Deutschland: Analysen, Prognosen, Politikberatung. Festschrift zum 65. Geburtstag von Udo Ludwig. Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-3980-9.

Einzelnachweise

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