Ulfert Schröder

deutscher Sportjournalist From Wikipedia, the free encyclopedia

Ulfert Schröder (* 6. November 1933; † 10. November 1988 in Köln)[1] war ein deutscher Sportjournalist und Chefredakteur.

Leben

Als freier Sportjournalist belieferte Schröder zahlreiche Zeitungen mit Sportberichten, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung,[2] den Tagesspiegel,[3] Die Welt,[4] Die Zeit,[5] das Hamburger Abendblatt[6] und den Weser Kurier.[7] Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bezeichnete ihn 2007 als einen „Pionier des modernen Sportjournalismus“.[8] Der ehemalige deutsche Fußballnationaltorwart Harald Schumacher schrieb in seinem Buch Anpfiff. Enthüllungen über den deutschen Fußball über ihn, Schröder sei ein Journalist, „der immer als erster alles weiß“.[9] Das Hamburger Abendblatt schrieb in einem Nachruf: „Sein lauterer Charakter, seine Aufrichtigkeit und die Unbestechlichkeit seines Urteils ließen ihn zu einem Vorbild für einen ganzen Berufsstand werden.“[10]

Schröder war als Verfasser an mehreren Aufsätzen beteiligt, die im 1990 veröffentlichten Werk Die Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft : Stories, Daten, Hintergründe erschienen.[11] Er verfasste des Weiteren Bücher über mehrere Sportpersönlichkeiten, darunter Franz Beckenbauer,[12] Berti Vogts,[13] Johan Cruyff,[14] Günter Netzer[15] und Boris Becker.[16] 1974 brachte er das Fußballbuch Stars für Millionen. Informationen, Schlaglichter, Hintergründe heraus, in dem er sich unter anderem mit Wirtschaftlichkeit, Struktur und Vermarktung des Berufsfußballsports auseinandersetzte.[17] Neben Fußball befasste sich Schröder unter anderem auch eingehend mit dem Radsport,[5] Tennis und den Olympischen Spielen. 1972 brachte er das Buch Ruhm und Medaillen: Die Olympischen Spiele. Geschichte, Sportler, Regeln. heraus.[18]

Bei der Gründung der Zeitschrift Sport Bild im Jahr 1988 war Schröder neben Werner Köster und Jörg F. Hüls einer der drei Chefredakteure des Blatts,[19] verließ die Zeitschrift aber Mitte März 1988 wieder. Schröder starb vier Tage nach seinem 55. Geburtstag in einem Kölner Krankenhaus.[10] Nach seinem Tod übernahm sein Freund und Kollege Hartmut Scherzer als freier Sportjournalist Schröders Kundenstamm.[20]

Einzelnachweise

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