Ulrich Cubicularius

deutscher Theologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Ulrich Cubicularius (eigentlich Ulrich Kammerknecht oder Kammer; * um 1520/23 in Bruchsal; † 20. November 1586 in Pfaffenhoffen) war ein deutscher evangelischer Theologe, der in Babenhausen, in Niederungarn (in der heutigen Slowakei) und in der Herrschaft Lichtenberg der Grafschaft Hanau-Lichtenberg (im heutigen Département Bas-Rhin, Frankreich) wirkte.

Leben

Studium in Heidelberg

Vdalricus Kammerer Prussellensis dioc. Wormac. (= aus Bruchsal, Wormser Diözese) immatrikulierte sich am 15. Oktober 1538 als Katholik an der – damals noch „altgläubigen“ – Universität Heidelberg.[1] Die Stadt Bruchsal lag in der Diözese Speyer. Ulrich Kammerer gehörte dem Bistum Worms an, obwohl er nicht auf dessen Territorium geboren war,[2] möglicherweise war er Wormser Kleriker. Sein eigener Vater vollzog erst 25 Jahre später den Übertritt von der römisch-katholischen zur evangelischen Kirche.[3] Im Juni 1540 wurde Vldaricus Kamerknecht in Heidelberg Baccalaureus artium.

Franciscus Cammerknecht (Kamerknecht) aus Bruchsal Spirensis diocesis – wohl ein naher Verwandter – erhielt 1555 ein Stipendium an der Heidelberger Burse des Collegiums Dionysianum[4] und war 1557 Stadtschreiber im kurmainzischen Gernsheim.[5]

Schulmeister in Babenhausen

1542 bis 1544 war Ulrich Kammerknecht Schulmeister in Babenhausen.[6] Der Landesherr Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg hatte 1544 im Amt Babenhausen durch den Reformator Erasmus Alber, der nach einem Streit mit dem Grafen im Herbst 1545 von Erasmus Sarcerius abgelöst wurde, die Reformation einführen lassen. Wahrscheinlich im Zusammenhang der Auseinandersetzungen um Alber, der „auch für richtige und christliche Ordnung der Schule in Babenhausen sorgen“ wollte,[7] fühlte sich Ulrich Kammerknecht ungerecht behandelt.[8] Er bat den Grafen um seine Entlassung, immatrikulierte sich 1544 als Huldaricus Kammerknecht Baccalaur[eus] Heid[elbergensis] an der protestantischen Universität Marburg und am 6. Juni 1545 als Vdalricus Cammerknecht Bruchsalensis Sueuus (= aus Bruchsal, ein Schwabe) zum Theologiestudium an der Universität Wittenberg.

Studium in Wittenberg und Jena

Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg schrieb im Mai 1546 an Philipp Melanchthon, dass er dem Schulmeister Kammerknecht, der „noch etliche jar zu studiren und alsdann kirchenverwaltungen anzunehmen gemeint“ sei, angeboten hatte, „ihn drei Jar zu Wittenberg in der Universitet zu erhalten“, wenn dieser sich verpflichten würde, ihm anschließend fünf Jahre lang „um eine billige (= angemessene) Entlohnung als Pfarrer und Prediger“ zu dienen. Melanchthon bat er, in diesem Sinne auf Kammerknecht einzuwirken.[9] Kammerknecht seinerseits fragte Melanchthon gemeinsam mit Sarcerius und dem Hanauer Pfarrer Philipp Neunheller brieflich um Rat, ob er das Angebot des Grafen annehmen solle. Auf Bitten einiger Pfarrer und des hanau-lichtenbergischen Rates Johannes Knebel von Katzenelnbogen[A 1] wollte er erlittenes Unrecht vergessen.[8] Sein befürwortendes Antwortschreiben an Kammerknecht, das Melanchthon im August 1546 erwähnt,[10] blieb nicht erhalten.

Ulrich Kammerknecht nahm das Stipendium des Grafen Philipp IV. an; möglicherweise diente der Briefwechsel mit Melanchthon vor allem dazu, den Hanauer Grafen nach der Auseinandersetzung um Alber in ein besseres Licht zu setzen. 1547 während des Schmalkaldischen Krieges stockte der Geldtransfer von Babenhausen nach Wittenberg,[11] doch Kammerknecht konnte das Studium 1548/49 an der neu gegründeten Höheren Landesschule Jena abschließen.[12] Er wurde am 13. März 1549 durch Johannes Bugenhagen Pommeranus in Wittenberg ordiniert und von Graf Philipp IV. zum Predigtamt berufen.[13] Kammerknecht benutzte seither vermehrt auch den latinisierten Familiennamen Cubicularius.

Pfarrer der Freien Bergstadt Schemnitz in Niederungarn

Vom Herbst 1552[14] bis 1564 (spatio octo annorum integro) war Ulrich Cubicularius evangelischer deutschsprachiger Prediger in der königlichen Freien Bergstadt Schemnitz (heute Banská Štiavnica) im ungarischen Komitat Hont des Habsburgerreiches. Ihm zugeordnet war Johann (Ján) Senensis († nach 1597)[15] als Prediger für die „slavische“ oder „wendische“ (slowakischsprachige) Gemeinde.[16]

Der Graner Erzbischof Miklós Oláh (Nicolaus Olahus) versuchte 1558, den Klerus in seinem Gebiet auf die Dekrete der zweiten Tagungsperiode (1551–1552) des Konzils von Trient zu verpflichten und Beiträge der Bergstädte zur Finanzierung des Konzils einzutreiben.[17] Als sein Beauftragter legte Archidiakon Johann Deretzky den Pfarrern des Komitates Hont im August 18 Artikel vor, die sie unterschreiben sollten.[18]

Eine Vorladung des Erzbischofs auf den 16. September 1558 nach Kláštor pod Znievom (Znió-Váralja) in Komitat Turz (Turóc) mit Androhung der Exkommunikation wurde vom Schemnitzer Pfarrer ebenso ignoriert wie eine zweite Vorladung vom 17. September an Cubicularius und Johann Senensis mit 5-tägiger Fristsetzung. Auf einer Tagung in Kremnitz (Kremnica) verabschiedete der Ausschuss des Bundes der sieben niederungarischen Bergstädte Dilln (Banská Belá), Libethen (Ľubietová), Kremnitz, Königsberg (Nová Baňa), Neusohl (Banská Bystrica), Pukanz (Pukanec) und Schemnitz am 23. September 1558[19][16] eine von Ulrich Kammerknecht ausgearbeitete Bekenntnisschrift.[20] Das Bekenntnis stellt eine erweiterte Fassung der 1548 durch Leonhard Stöckel auf Grundlage der Confessio Augustana ausgearbeiteten oberungarischen Confessio Pentapolitana dar.

Diese sogenannte Confessio Montana oder Confessio Heptapolitana (Glaubensbekenntnis der Sieben Bergstädte) von 1558 wurde am 6. Dezember 1559 auf einer Synode in Schemnitz von allen Pfarrern unterschrieben und anschließend Kaiser Ferdinand I. und dem Graner Erzbischof Oláh vorgelegt. 1577 und 1580 wurde die Confessio Heptapolitana erneut von Synoden bekräftigt.

Am 4. Mai 1560 wurden Ulrich Cubicularius, Johann Senensis sowie die Kapläne Bernhard Illés († 1583) und Abraham Sturm († nach 1568),[21] die an der Diözesan-Synode von Tyrnau (Trnava) am 26. April 1560 nicht teilgenommen hatten, von Erzbischof Miklós Oláh und Weihbischof Andreas Dudith, Titularpropst von Felhévíz (bei Óbuda), durch ein Schreiben an den Schemnitzer Stadtrat bei Androhung von Exkommunikation und Interdikt vorgeladen.[22] Cubicularius verließ Schemnitz am 6. Mai und reiste in das Ausland (Elend) nach Olmütz[23] in Mähren ins Exilium. Richter und Rat der Stadt schrieben am 22. Juli 1560 an König Ferdinand I., dass sie den Pfarrer nach einem Befehl des Erzbischofs Oláh aus Furcht vor Unruhen „heimlich und still haben abfertigen müssen“.[24] Bereits am 24. August 1560 benachrichtigte man Cubicularius, dass er zurückkehren könne.[25]

Als der Rektor des Schemnitzer Gymnasiums Johann Hensel († 1580),[26] der 1560 Ratsherr war, wegen Ehebruch (Schwängerung seiner Dienstmagd) vom Magistrat zum Tode verurteilt worden war, wurde er 1563 nach Fürbitte des Ulricus Cubicularius zur Landesverweisung begnadigt.[27]

Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg wollte 1564 seinen Pfarrer nach 12 Jahren aus Ungarn zurückrufen. Maximilian II. unterstützte die Bitte der Schemnitzer Bürger, die sich mit der Bitte um Vermittlung an ihn gewandt hatten, „Vlrich Khamerkhnecht“ länger bei ihnen zu lassen. Der König schrieb am 3. Mai 1564 an Philipp IV., dass die Stadt Schemnitz, „als welche gar an den Erbveindt gesessen, dergleichen taugliche guette Leutt nit allbeg beckhomen khunde“.[28] Aber Cubicularius wollte dem Rückruf am Ende des Dienstjahres Folge leisten und auch seinen „lieben alten und betagten“ Vater noch einmal wiedersehen.[3] Schon am 6. April 1564 wurde Ambrosius Stübner († 1564),[29] ein gebürtiger Schemnitzer, aus Danzig von Richter und Rat der Stadt als Nachfolger Cubicularius’ berufen, der Schemnitz am 3. Juli 1564 verließ.[30] Stübner konnte allerdings dem Ruf keine Folge mehr leisten, da er schon kurz darauf verstarb.[31]

Weil Ulrich Cubicularius gute Zeugnisse (Kundschaftsbriefe)[30] vorweisen konnte, erhielt er als Exulant aus Ungarn am 25. September 1564 in Stuttgart eine Unterstützung von 4 Gulden aus dem württembergischen „Gemeinen Kirchenkasten“.[32] Eine Bitte der Stadt Schemnitz zurückzukehren lehnte er am 12. April 1566 ab.[33][16]

Superintendent zu Pfaffenhoffen in der Herrschaft Lichtenberg

Seit dem 29. September (Michaelis) 1565 war Ulrich Cubicularius Pfarrer und Superintendent zu Pfaffenhoffen im Elsass. Der bisherige Superintendent Theobald Groscher († 1568)[A 2] in Buchsweiler (Bouxwiller) fühlte sich „Leibsblödigkeit halber“ den Anforderungen des Amtes bei den Visitationen nicht mehr gewachsen.[34]

Cubicularius entwarf 1566 eine Visitations- und Synodalordnung, die als zehnter und elfter Abschnitt in die Kirchenordnung für die Grafschaft Hanau-Lichtenberg von 1573 übernommen wurde.[35] Anfang 1571 schickten die Straßburger die Pfarrer Matthäus Nägelin (1522–1587)[36] und Johannes Thomas († 1593)[37] zu Cubicularius, um in ihrem Auftrag mit ihm zu konferieren. Im Juni 1571 nahm Cubicularius – selbst ein Lutheraner – mit einem Bestallungs-Patent seines Grafen als Beobachter an dem vom Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz initiierten Frankenthaler Religionsgespräch zwischen Reformierten und Täufern teil.[38] Cubicularius hielt die Grabrede für Johannes Fleischbein (Sarcoßerius) d. J. († 1571), den Sekretär der hanau-lichtenbergischen Kanzlei in Buchsweiler,[39] einen Sohn des hanau-lichtenbergischen Rats Johannes Fleischbein d. Ä. († 1566) aus Babenhausen.[40] Im September 1571 wurde Cubicularius „aus Leibesschwachheit die Supintendur gnediglich erlassen“, sein Nachfolger wurde Ludwig Brachypodius († 1596)[A 3][34]

Der Straßburger Bischof Johann IV. von Manderscheid-Blankenheim, der selbst in seinem Gebiet die katholische Gegenreformation unterstützte, ließ den lutherischen Pfarrer und früheren Superintendenten Ulrich Cubicularius im August 1572 aus Pfaffenhoffen in seine Residenzstadt Saverne (Zabern) kommen, um seiner sterbenden Mutter Margarethe von Wied-Runkel den Wunsch zu erfüllen, das Abendmahl sub utraque specie zu empfangen.[41]

Auf Bitte von Graf Philipp Ludwig I. von Hanau-Münzenberg führte „Superintendent“ Cubicularius im Frühjahr 1577 eine Kirchen- und Schulvisitation in der Grafschaft Hanau-Münzenberg durch.[42] Cubicularius unterschrieb am 14. Oktober 1577 zusammen mit 65 hanau-lichtenbergischen Pfarrern die Konkordienformel.[43]

Eine von Ulrich Cubicularius verfasste Paraphrase des Psalm 22 wurde 1590 postum von dem Straßburger Vikarius und Diakonus Paul Crusius (1557–1609)[A 4] herausgegeben. „Vdalricus Cubicularius“ stand 1619 auf dem Index Librorum Prohibitorum (Spanische Ausgabe) in der 1. Klasse häretischer Schriftsteller.[44]

Familie

Ulrich Cubicularius heiratete (zwischen 1552 und 1558) in Niederungarn in erster Ehe Barbara Heckl († 1558/64), Tochter von „Burgkapitän“ (wohl = Bergkapitän), Ratsherr und Richter Balthasar Heckel (Heggl) († nach 1536)[45] aus Neusohl.[46] Von ihren fünf Kindern lebten 1564 noch zwei: Laurentius und Margaretha.[46] Margaretha Kammer (Kammerknecht) (* 1553/63; nach 1579) heiratete 1579 in Pfaffenhoffen Lorenz Schreyer von Marienberg, Schulmeister zu Brumath.[47] In Brumath war 1570 mit dem Übergang von Zweibrücken-Bitsch an Hanau-Lichtenberg die Reformation eingeführt worden.

Im Elsass heiratete Ulrich Cubicularius ein weiteres Mal (zwischen 1565 und 1573). Jörg Kammer (Georg Kammerknecht; Cubicularius) (≈ 13. Januar 1574; † um 1599), ein Sohn von Ulrich Kammer (Cubicularius), gewesenem Pfarrer zu Pfaffenhoffen, heiratete am 12. Juli 1597 Anna Metzger (1575–1622) aus Buchsweiler,[48] Tochter von † Claus Metzger (* um 1555; † 1587) und Agatha NN.[47][49] Auch die Tochter Elisabeth (≈ 16. Januar 1576) wurde in Pfaffenhoffen geboren.[47]

Johann Jakob Kämmerer (1754–1798) dagegen, der 1791 „konstitutioneller“ bischöflicher Vikar und Pfarrverweser in Buchsweiler im revolutionären Frankreich wurde, stammte aus dem kurpfälzischen Mörzheim, hatte 1774–1780 in Heidelberg Katholische Theologie studiert und war nicht mit Ulrich Cubicularius verwandt.[50]

Quellen

  • Brief von Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg aus Babenhausen oder Buchsweiler an Philipp Melanchthon in Wittenberg vom Mai 1546; (Melanchton-Online, Nr. 4275a der Universität Heidelberg)
  • Brief von Ulrich Kammerknecht an Philipp Melanchthon in Wittenberg vom Mai 1546; (Melanchton-Online, Nr. 4275b der Universität Heidelberg)
  • Brief von Philipp Melanchthon aus Wittenberg an Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg in Buchsweiler vom 22. August 1546; (Melanchton-Online, Nr. 4348 der Universität Heidelberg)
  • Brief von Victorin Strigel aus Leipzig an Ulrich Cubicularius in Schemnitz vom 8. Oktober 1562 aus Leipzig; Zürich ZB (Ms. F 93, fol. 75r-76r = Ms. S 105, Nr. 131); Regest in Theologenbriefwechsel im Südwesten des Reichs in der Frühen Neuzeit (1550-1620), Brief-ID 29068; Regest (thbw.hadw-bw.de)
  • Brief von Erzbischof Miklós Oláh aus Wien an den Klerus des Komitats Hont vom 10. April 1558; Brief von Ulrich Cubicularius und den Pfarrern des Seniorates Hont an Miklós Oláh, 1558; Brief von Johann Deretzky aus Gran (Esztergom) an Ulrich Cubicularius vom 1. August 1558; Briefe von Miklós Oláh aus Tyrnau (Trnava) an Ulrich Cubicularius in Schemnitz vom 3. September 1558 und aus Znió-Váralja (Kláštor pod Znievom) an Ulrich Cubicularius und den slowakischen Prediger Johann Senensis in Schemnitz vom 17. September 1558.
    In: Johannes Ribini: Memorabilia Augustanae confessionis in regno Hungariae a Ferdinando I. Vsqve Ad III. Lippert, Bratislava 1787, S. 110–121.
  • Brief von Johann Schader aus Karpfen (Krupina) an Ulrich Cubicularcius (sic!) in Schemnitz vom 28. November 1559; Staatliches Archiv Neusohl (BB/BS 2344).[51]
    In: János Breznyik: A Selmecbányai Ágost. Hitv. Evang. Egyház és lyceum története, Bd. I. Ágost Ö. Joerges, Selmecbánya 1883, S. 144 (Digitalisat bei Hungaricana).
  • Brief von König Maximilian II. aus Wien an Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg vom 3. Mai 1564.[28]
    In: János Breznyik: A Selmecbányai Ágost. Hitv. Evang. Egyház és lyceum története, Bd. I. Ágost Ö. Joerges, Selmecbánya 1883, S. 188f (Digitalisat bei Hungaricana).
  • Brief von Johannes Marbach an Superintendent Ulrich Cubicularius in Pfaffenhoffen vom 19. März 1571 aus Straßburg; Zentralbibliothek Zürich (Ms. F 93, fol. 75r-76r = Ms. S 105, Nr. 131); Regest und Faksimile in Theologenbriefwechsel im Südwesten des Reichs in der Frühen Neuzeit (1550-1620), Brief-ID 20190; Regest (thbw.hadw-bw.de)
  • Brief von Ulrich Cubicularius aus Pfaffenhoffen an den hanau-lichtenbergischen Rat Laurentius Montanus in Buchsweiler vom 14. Juni 1571.
    In: Manfred Krebs (Bearb.): Quellen zur Geschichte der Täufer, Bd. IV Baden und Pfalz. (Quellen und Forschungen zur Reformationsgeschichte 22). Bertelsmann, Gütersloh 1951, Nr. 185, S. 192f (Google-Books).

Werke

  • (Handschrift) Confessio Montanarum Civitatum in Synnodo Schemniciensi ab omnibus eorundum V. D. Ministris an. 1559 die 6. Decemb. subscripta, Ferdinando I. Imp. ac Archiepiscopo Strigoniensi Nicolas Olaho exhibita.[52]
    • Confessio Ecclesiarvm Montanarvm Ciuitatu[m], Schemnitij ab omnibus earum Ministris habita Anno M. D. LIX. die VI. Mensis Decembris. Christoph Scholz, Neusohl (1570?) 1578
    • Zoltán Csepregi (Bearb.): Synopsis trium confessionum evangelicarum in Hungaria septemtrionali – Pentapolitanae, Heptapolitanae et Scepusianae (lateinisch / deutsch / ungarisch). Budapest 2003 (PDF der Evangelisch-lutherischen Kirche in Ungarn)
  • X. Von der Visitacion und XI. Von den Synoden oder Capiteln der Pfarherrn. In: Kirchenordnung, wie es mit der Lehr und Ceremonien in der Graffschafft Hanaw und Herrschafft Lichtenberg sol gehalten werden. Müller, Straßburg 1573, S. 60–72 (Digitalisat der Universität Greifswald)
  • Visitationsausschreiben 1. März 1577.[53] In: Sabine Arend (Bearb.): Die Grafschaften Nassau, Hanau-Münzenberg und Ysenburg. (Die evangelischen Kirchenordnungen des XVI. Jahrhunderts 10. Hessen 3). Mohr Siebeck, Tübingen 2012, S. 396f (Digitalisat der Heidelberger Akademie der Wissenschaften)
  • Cerva matutina. Hoc est psalmi XXII. „Deus Deus meus“, etc. paraphrasis,… authore D. Ulrico Cubiculario,… Opera & studio M. Pauli Crusii,… edita … Anton Bertram, Straßburg 1590[54]

Literatur

nach Erscheinungsjahr geordnet

  • Johannes Ribini:[A 5] Memorabilia Augustanae confessionis in regno Hungariae a Ferdinando I. Vsqve Ad III. Lippert, Pozsony (= Preßburg; Bratislava) 1787, bes. S. 114f, 117, 119–122 und 184 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  • Johann Samuel Klein: Nachrichten von den Lebensumständen und Schriften Evangelischer Prediger in allen Gemeinden des Königreichs Ungarn. Bd. II, Diepold und Lindauer, Leipzig / Ofen 1789, S. 80–86, 137 und 164 (Volltext in der Google-Buchsuche); Bd. III, hrsg. von András Fabó. Hornyánsky, Pest 1873, S. 113 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  • Michael Dionys Doleschall: Die wichtigsten Schicksale der Evangelischen Kirche, Augsburgischen Bekenntnisses, in Ungarn … vom Jahre 1520 bis 1608. Hartmann, Leipzig 1828, S. 156–161 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  • Carl Varrentrapp: Zwei Briefe Melanchthons an Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg. In: Forschungen zur deutschen Geschichte 21 (1881), S. 341–353, bes. S. 361f (Digitalisat im Internet Archive).
  • János Breznyik:[A 6] A Selmecbányai Ágost. Hitv. Evang. Egyház és lyceum története (= Die Geschichte der Evangelischen Kirche und des Lyzeums Augburgischen Bekenntnisses in Schemnitz), Bd. I A XVI-ik századbeli események (= Die Geschehnisse des sechzehnten Jahrhunderts). Ágost Özvegyénel Joerges, Selmecbánya (= Schemnitz) 1883 (Digitalisat bei Hungaricana), (Google-Books) (enthält zahlreiche deutschsprachige Quellentexte).
  • Ludwig Albert Kiefer: Pfarrbuch der Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Heitz, Straßburg 1890, S. 295.
  • Marie-Joseph Bopp: Die evangelischen Geistlichen und Theologen in Elsass und Lothringen von der Reformation bis zur Gegenwart nebst Ergänzungen und Berichtigungen, Degener, Neustadt an der Aisch 1959, Nr. 881, S. 108 und 597 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  • Hans Dörr: Schriftwechsel zwischen Philipp Melanchthon und Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg. In: Der Odenwald 56 (2009), S. 25–30.
  • Peter Gbiorczyk: Die Beziehungen Philipp Melanchthons zur Grafschaft Hanau. In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte 2014, S. 2–60.
  • Kammerknecht, Ulrich. In: Heinz Scheible (Hrsg.): Melanchthons Briefwechsel. Band 16, Personen T–Z und Nachträge. Stuttgart–Bad Cannstatt 2022, S. 411–412.

Anmerkungen

  1. 1544 setzte sich Knebel bei Graf Philipp IV. für Erasmus Alber ein, 1554 war er Amtmann zu Buchsweiler.
  2. Katholischer Priester von Hohatzenheim, 1538 evangelischer Hofprediger Graf Philipps IV., seit 1542 Pfarrer in Buchsweiler.
  3. Eigentlich Ludwig Kurzschenkel aus Gemünden an der Wohra, Magister, 1564–1568 Schulmeister in Babenhausen, 1568–1571 Pfarrer in Kleestadt, seit 1571 in Buchsweiler, ab 1580 Pfarrer und Superintendent in Babenhausen.
  4. Aus Mühlfeld in Unterfranken, Sohn von Paul Crusius, ab 1576 Student in Straßburg, 1579 Magister, Pfarrer in Furdenheim, ab 1582 Vikar in Straßburg, 1587 bis 1609 Diakonus an St. Wilhelm, Vater des Professors für Poesie Johannes Paul Crusius (1588–1629).
  5. Johannes Ribini (* um 1728; † 1788) aus Nitra (Nyitra), ungarisch Ribiny János, lutherischer Prediger, zuletzt in Bratislava (Preßburg).
  6. Auch Johann Breznyik (1815–1897), ab 1858 Direktor des lutherischen Lyzeums (Ober-Gymnasiums) in Schemnitz.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI