Ulrike Denzer
deutsche Gastroenterologin und Hochschullehrerin
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Ulrike Denzer (geb. 8. Mai 1969 in Bernkastel-Kues) ist eine deutsche Ärztin, Wissenschaftlerin und Hochschullehrerin. Sie leitet die Sektion Endoskopie an der Klinik für Gastroenterologie des Universitätsklinikum Gießen und Marburg, gehört dem Vorstand der Sektion Endoskopie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten an und wurde im Jahr 2025 Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren (DGE-BV).
Werdegang
Ulrike Denzer wurde im Mai 1969 in Bernkastel-Kues geboren.[1] Im August 1998 wurde sie an der Universität Hamburg zum Thema „Serielle quantitative zwei-dimensionale Echokardiographie der links-ventrikulären Funktion im Postinfarktverlauf“ promoviert. Sie absolvierte ihre Facharztausbildung und ihre endoskopische Ausbildung an der Klinik für Gastroenterologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.[2] Im Jahr 2002 wurde Ulrike Denzer Fachärztin für Innere Medizin und im Jahr 2004 absolvierte sie die Facharztweiterbildung Innere Medizin Schwerpunkt Gastroenterologie.[1] Sie beschäftigte sich in dieser Zeit schwerpunktmäßig mit der Hepatologie und unterstützte die Implementierung der diagnostischen Mini-Laparoskopie, die sie auch wissenschaftlich begleitete.[2] Im Jahr 2004 wurde sie Oberärztin in der I. Medizinischen Klinik der Johannes Gutenberg Universität, wo sie bis Januar 2005 in den Bereichen klinische Gastroenterologie, Hepatologie und Endoskopie tatig war.[1] Danach wechselte Ulrike Denzer an die 1. Medizinische Klinik, Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Tropenmedizin des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, wo sie bis Dezember 2009 als Personaloberärztin tätig war. Im Jahr 2007 wurde sie in Hamburg im Fach Innere Medizin habilitiert.[3] Ihre Habilitationsschrift trug den Titel Diagnostische Mini-Laparoskopie. Indikation in der Gastroenterologie. Im Januar 2010 wurde sie Geschäftsführende Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Interdisziplinäre Endoskopie des Hamburger Universitätsklinikums. Im September 2016 wechselte sie an die Klinik für Gastroenterologie der Universitätsklinik Marburg, wo sie seither die Sektion Endoskopie leitet. An der Mainzer Uniklinik war sie wesentlich am Aufbau des Ösophaguskarzinom-Zentrums beteiligt, das im Jahr 2024 von der Deutschen Krebshilfe zertifiziert wurde.[4]
Engagement
Ulrike Denzer engagiert sich in maßgeblicher Position in mehreren wissenschaftlichen Fachgesellschaften, so ist sie seit vielen Jahren Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und gehört dem Vorstand der Sektion Endoskopie dieser Fachgesellschaft an.[5]
Leitlinienarbeit
Im Rahmen des Leitlinienprogramms der DGVS koordinierte Ulrike Denzer die Erstellung der S2k-Leitlinie "Qualitätsstandards in der Endoskopie", die im Jahr 2015 veröffentlicht wurde. Auch die Erarbeitung der aktuellen Version dieser Leitlinie wurde von ihr als Vertreterin der federführenden DGVS sowie als korrespondierende Autorin koordiniert. Die Version 2.1 dieser Leitlinie wurde unter dem Titel S2k-Leitlinie "Qualitätsanforderungen in der gastrointestinalen Endoskopie" und mit der AWMF-Registernummer 021-022 im Jahr 2025 publiziert.[6] Zudem war Ulrike Denzer an vielen weiteren nationalen Leitlinien der AWMF als Autorin beteiligt, so beispielsweise der S2k-Leitlinie "Heliobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit", der S3-Leitlinie "Kolorektales Karzinom" oder der S2k-Leitlinie "Gastrointestale Blutung".
Weblinks
- Lebenslauf Ulrike Denzer auf der Website des Universitätsklinikums Marburg
- Eintrag Ulrike Denzer im Professorenkatalog der Universität Hamburg