Ulrike Gimsa

deutsche Biophysikerin und Hochschullehrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ausbildung und Beruf

1986 machte Gimsa in Berlin Abitur und begann an der Humboldt-Universität zu Berlin ein Studium der Biophysik. Nach einer Unterbrechung durch einen Forschungsaufenthalt an der University of Minnesota schloss sie das Studium als Diplom-Biophysikerin ab. Anschließend arbeitete sie am Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin an ihrer Dissertation; sie untersuchte dabei Wechselwirkungen von Influenzaviren im Menschen und im Schwein mit Inhibitoren. 1995 reichte sie die Arbeit an der Humboldt-Universität ein und wurde zum Dr. rer. nat. promoviert. Es folgte bis 1997 wissenschaftliche Arbeit am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum in Berlin und ein Forschungsaufenthalt am National Institute of Allergy and Infectious Diseases in Bethesda (Maryland). Von 1998 bis 2001 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zell- und Neurobiologie der Charité. An der Charité habilitierte sie sich 2004; Thema der Habilitationsschrift war die Rolle von T-Zellen bei der Entwicklung von Autoimmunerkrankungen, besonders des Zentralnervensystems.

Nach einem Forschungsaufenthalt zur Neurobiologie an der Neurologischen Klinik der Universität Rostock leitete sie dort eine Arbeitsgruppe zu Neurodegenerativen Erkrankungen. An das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie in Dummerstorf wechselte sie 2006. Sie leitete dort die Arbeitsgruppe Neuroimmunologie, bis sie 2013 die dortige Abteilung Psychophysiologie übernahm. Seit 2012 ist Gimsa auch außerplanmäßige Professorin für Immunologie an der Universität Rostock.[1]

Interessengebiete

Die Hauptarbeitsfelder Gimsas liegen auf den Gebieten der Psychoneuroendokrinologie und der Psychoimmunologie. Beispiele von Themen ihrer Arbeitsgruppe:

Werke (Auswahl)

  • Wechselwirkungen humaner und porciner Influenza-A-Viren mit Seruminhibitoren. Dissertation. Humboldt-Universität zu Berlin, 1995.
  • T-Zell-vermittelte Autoimmunität – die Rolle von T-Zellen verschiedener Phänotypen und deren Interaktion mit dem betroffenen Gewebe unter besonderer Beachtung des Zentralnervensystems. Habilitationsschrift. Humboldt-Universität zu Berlin, 2003. (edoc.hu-berlin.de, Digitalisat)
  • mit Anke Scheunemann, Derk Wachner, Jan Sakowski Philipp Köster und Jan Gimsa: Effekte hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf zellulärer Ebene – eine Literaturstudie. Shaker, Aachen 2006, ISBN 3-8322-5251-7.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI