Umra Omar
kenianische Philanthropin und Gründerin der Organisation Safari Doctors
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Umra Omar (* 15. Juni 1983 in Mombasa[1]) ist eine kenianische Philanthropin und Gründerin der Organisation Safari Doctors, die eine Gesundheitsversorgung in schwer erreichbaren Gemeinden des Lamu-Archipels bereitstellt.[2][3] Im Jahr 2016 wurde sie im Rahmen der CNN Heroes geehrt.[4] 2017 erhielt sie den Titel United Nations in Kenya Person of the Year.[5]
Leben
Umra Omar wurde in eine muslimischen Bajuni-Familie[1]geboren. Geboren in Mombasa, verbrachte sie ihre Kindheit in dem Dorf Tchundwa auf der Insel Pate des Lamu-Archipels.[3] Nach Abschluss an der Rusinga High School in Nairobi erhielt sie ein Stipendium, um ihre Schulausbildung mit dem International Baccalaureate am UWC Atlantic in Wales abzuschließen.[6] Sie erwarb im Jahr 2006 am Oberlin College in Ohio einen Bachelor der Neurowissenschaften und Psychologie.[7] Nach einem Masterstudium in den Vereinigten Staaten, einem Abschluss 2009 als Master in Social Justice in Intercultural Relations der School for International Training in Vermont[6] und einer Anstellung bei der American Psychological Association in Washington, D.C.[1], kehrte sie vorübergehend 2010 nach Kenia zurück.[7] Seit 2014 lebt sie mit ihrer Familie dauerhaft in Kenia.[6]
Wirken
Im Jahr 2015 gründete Omar die Safari Doctors zur regelmäßigen Versorgung abgelegener Insel- und Küstengemeinden in Lamu County mit mobilen Kliniken.[8] Die Einsätze erfolgen per Motorrad, Motorboot und Dau und umfassen Impfungen, Mütter-Kind-Gesundheit, die Behandlung häufiger Krankheiten und Gesundheitsaufklärung; ein Netzwerk von Youth Health Ambassadors unterstützt die Kontinuität der Versorgung.[3] Die Teams erreichen monatlich bis zu 2.000 Menschen und decken bis zu 24 Dörfer ab.[3] Für diese Arbeit wurde Omar 2016 als Top-10-Finalistin der CNN Heroes ausgezeichnet.[4] 2017 erhielt das Safari-Doctors-Team den Titel United Nations in Kenya Person of the Year.[5] Später wurde sie in das Programm der Young Global Leaders des World Economic Forum aufgenommen.[2]
Bei den kenianischen Wahlen 2022 bewarb Omar sich als erste Frau für das Gouverneursamt von Lamu und wurde von der Wahlkommission zugelassen.[9] Im Wahlkampf war sie mit einer Schmähkampagne konfrontiert, in der unter anderem behauptete wurde, sie sei eine LGBT-Rekutiererin oder Drogenschmugglerin.[10] Bei der Wahl im August 2022 musste sie sich Issa Timamy vom Amani National Congress geschlagen geben.[11]