Wikiwand AI

Unabomber (2026)

Film von Janus Metz Pedersen (2026) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Film Unabomber wurde im September 2026 erstmals von der Filmplattform Netflix veröffentlicht. Er handelt von dem US-amerikanischen Bombenbauer Ted Kaczynski und wurde wahren Begebenheiten nachempfunden. In der titelgebenden Hauptrolle ist Jacob Tremblay zu sehen, daneben spielt Russell Crowe dessen Professor Henry A. Murray. Regie führte Janus Metz Pedersen.

TitelUnabomber
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2026
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Unabomber
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 100 Minuten
Altersempfehlung ab 12[1]
Stab
Regie Janus Metz Pedersen
Drehbuch Sam Chalsen, Nelson Greaves
Produktion Sophie Cassidy
Musik Marco Beltrami
Kamera Yves Bélanger
Schnitt Zach Staenberg
Besetzung
→ Synchronisation →
Schließen

Handlung

Der Film beginnt mit einem Bombenanschlag im Jahr 1994, als ein wohlhabender Mann durch das Öffnen eines Pakets zu Tode kommt. Das FBI versucht schon jahrelang den „Unabomber“, der auch diese Bombe gebaut hat, zu fangen. Man verspricht sich eine Festnahme, nachdem dessen „Manifesto“ mit seiner gesellschaftspolitische Überzeugung in einer Zeitung veröffentlicht wird. Agentin Joanne Miller ist überzeugt, dass man über die Sprache dieses Schriftstücks zum Täter kommen wird. Zwar wird ein Verdächtiger gefasst, der sich gleich mehrere Zeitungsexemplare an einem zentralen Zeitungskiosk kauft, aber es handelt sich nicht um den Gesuchten. Während der Verhaftete Dyslexie hat, was seine Einkaufsliste zeigt, verfasste der Unabomber sein Manifesto fehlerlos auf einer Schreibmaschine in einer gehobenen Sprache.

Während Joanne Miller vom FBI den Bombenbauer jagt, wird in Rückblicken das Leben des 16-jährigen Ted Kaczynski gezeigt. Er ist ein junger, begabter Student an der Havard Universität der 1950er Jahre. Eigentlich sollte Ted Mathematik studieren, aber sein Ziel ist es, Philosoph zu werden. Fasziniert von Professor Henry Murray lässt er sich darauf ein, bei einem Debattier-Experiment mitzumachen, obwohl seine Eltern ihm dies verbieten. Durch eine gefälschte Unterschrift wird er zu dem Experiment zugelassen, in dem er mit einem fortgeschrittenen Studenten diskutieren soll. Dabei wird er beobachtet und sein Blutdruck und Puls aufgezeichnet. Schon bald ist zu erkennen, dass dieses Experiment einer psychologischen Studie des Professors dient und keine normale Debatte ist. Murray versucht, den jungen Mann zu „brechen“. Nach einer gewissen Zeit schafft es Ted allerdings, nicht mehr auf Provokationen während der „Debatten“ zu reagieren. Als ihm auch seine privaten Gespräche mit dem Professor und dessen Assistentin vorgespielt werden, erkennt Ted, dass man ihn benutzt und nicht an seinen Anliegen interessiert ist. Ihm wird angeboten, aus dem Experiment auszusteigen. Nun entwickelt er einen Racheplan. Der Professor wird von der CIA gedrängt, Ergebnisse vorzulegen und versucht, trotz der Vorbehalte seiner Assistentin Ted selbst zu „brechen“. An seinem letzten Termin sitzt Professor Murray dem jungen Mann gegenüber und will zeigen, dass Ted unter Schizophrenie leide. Ted hört sich alles ruhig an und erklärt ihm, dass vermeintlich wohlwollende Briefe von akademischen Kollegen an den Professor von Ted gefälscht wurden und dass sein Professor nur ein trauriger Misserfolg sei. Zum Abschied schenkt Ted ihm Melvilles Buch Moby-Dick, in dem die Passage „und er tötet ihn“ unterstrichen ist.

Unterbrochen durch Rückblenden in Kaczynskis Jugend läuft die Suche des FBI weiter. Teds jüngerer Bruder David wird befragt, aber dieser meint, Ted könne keine Paketbomben bauen und Menschen gefährden. Während alle Männer des FBI-Teams die Spur des hochbegabten Ted für falsch halten, macht sich Agentin Joanne Miller privat nach Montana auf, um die Hütte zu besuchen, in der Ted seit über 20 Jahren lebt. Sie beobachtet ihn und glaubt zu wissen, dass es sich um den Unabomber handelt. Nach einem weiteren Besuch bei David kann sie einen Entwurf des Manifestos sicherstellen. So beschließt das FBI, Ted zu verhaften. Damit endet deren längste Jagd.

Hintergrund

Ted Kaczynski

Der Unabomber Ted (Theodore) Kaczynski wurde 1996 verhaftet und bekannte sich 1998 zu allen Bombenanschlägen schuldig. Durch ihn starben in den USA drei Menschen und weitere 23 wurden teilweise schwer verletzt. Wie im Film dargestellt, wurde der Täter tatsächlich durch die linguistische Analyse seines seitenlangen Manifestos entlarvt. Dieses wurde von den Zeitungen The New York Times und The Washington Post in seiner Gänze veröffentlicht. Die Agentin Joanne Miller im Film ist zwar fiktiv, aber sie scheint dem amerikanischen Profiler James R. Fitzgerald nachempfunden zu sein.[2]

Deutsche Synchronisation

Die deutsche Synchronisation wurde bei der FFS Film- & Fernseh-Synchron GmbH nach einem Dialogbuch von Frank-Michael Helmke und unter der Dialogregie von Daniel Montoya erstellt.[3]

Henry MurrayRussell CroweSven Brieger
Theodore KaczynskiJacob TremblayOliver Szerkus
Joanne MillerShailene WoodleyLea Kalbhenn
Christiana MorganAnnabelle WallisGiuliana Jakobeit
Leo DriverAlexander LudwigRicardo Richter
Eddie TurrellMarc MenchacaPaul Matzke
Dean KaplanSteven OggRomanus Fuhrmann
David KaczynskiMatthew Kevin AndersonMatthias Deutelmoser

Rezeption

Isadora Wandermurem schreibt in ihrem Artikel auf time.com über den Film, dass er zwar auf belegbaren Ereignissen aus dem Leben von Ted Kaczynski basiere, doch sich auch „kreative Freiheiten“ herausnehme, wenn es Lücken in seiner Biografie gibt.[4]

Tim Morris urteilt im Telegraph über den Film als „a lazy new film about how a Harvard prodigy became a domestic terrorist“ (Ein langweiliger neuer Film darüber, wie aus einem Harvard-Wunderkind ein inländischer Terrorist wurde).[5]

Auch die Kritik von Guy Lodge auf Variety.com fällt eher negativ aus: „Jacob Tremblay doesn’t convince as the teenage Ted Kaczynski in this Netflix filler, which alternates a semi-interesting psychological origin story with a by-the-numbers procedural following his capture.“[6] (Jacob Tremblay überzeugt nicht als jugendlicher Ted Kaczynski in diesem Lückenfüller-Film von Netflix; der Film wechselt zwischen einer halbwegs interessanten psychologischen Entstehungsgeschichte und einer vorhersehbaren Ermittlung nach seiner Festnahme hin und her). Auch kritisiert Lodge, dass der Film aus zwei unterschiedlichen Teilen zu bestehen scheine, die nicht gut ineinander greifen: der Jagd des FBI und die Geschichte des 16-Jährigen in Havard.

Benjamin Miller urteilte auf insessionfilm.com, dass Unabomber zwar unglaubwürdig, aber dabei doch unterhaltsam („entertaining“) sei. Allerdings äußerte er große Zweifel an der im Film suggerierten Tatsache, dass das psychologische Experiment Kaczynski radikalisiert habe. Außerdem hält er die Ablehnung von Agentin Joanne Millers Arbeit durch ihre männlichen Kollegen für übertrieben.[7]

Das Lexikon des internationalen Films vergab zwei von fünf Sternen und bemängelte, dass der Film „weder die Komplexität des Falls noch seine Spannung wirklich zu fassen“ kriege.[8]

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks