Unit (Zahlungsverkehr)
Zahlungsverkehrs-System der BRICS-plus-Staaten
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Unit ist der Name eines geplanten Zahlungsverkehrs-Systems der BRICS-plus-Staaten auf Basis einer neuen internationalen Währung.
Die Pläne wurden 2022 mit dem Ukraine-Krieg öffentlich, nachdem die seit 2014 erlassenen westlichen Sanktionen nach der Krimannexion durch Russland stark verschärft und russische Banken von der Teilnahme am US-Zahlungsverkehrssystem SWIFT ausgeschlossen wurden. Medien außerhalb des Westens wie Al Jazeera berichteten, dass der russische Finanzminister Anton Siluanow dazu aufforderte.[1]
Im März 2024 verlautbarte der Außenpolitik-Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Juri Uschakow, dass eine Arbeitsgruppe des BRICS+ Business Councils an konkreten Planungen arbeite.[2][3] Beobachter vermuteten, dass ein entsprechendes Konzept „2025 offizielle Politik der beteiligten Staaten werden“ könnte.[4] Das im Jahre 2015 etablierte Blockketten-Netzwerk Cardano wird ab 2026 zum technischen Unterbau der Unit. Die Unit ist dabei keine Kryptowährung, sondern ein Benchmark-Token – oder Index-Token, der in realem Vermögen besichert ist – zu 40 % Gold auf Gewichtsbasis, nicht auf Nominalwertbasis und zu 60 % in Staatswährungen der BRICS+-Nationen. Die Großbank JP Morgan nannte die Unit „vielleicht den am gründlichsten ausgearbeiteten Entdollarisierungsvorschlag im Bereich grenzüberschreitender Transaktionen für BRICS+.“[5]