United States Institute of Peace
amerikanische Bundeseinrichtung zur Erforschung und Verhinderung von Kriegen (* 1984)
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Das United States Institute of Peace (USIP) war eine US-amerikanische Bundeseinrichtung zur Erforschung und Verhinderung gewaltsamer Konflikte weltweit. Nach der Übernahme durch die Regierung während der zweiten Amtszeit von Donald Trump als US-Präsident hat es seine Unabhängigkeit verloren und wurde umbenannt.
| United States Institute of Peace — USIP — | |
|---|---|
| Bestehen | seit 1984 |
| Hauptsitz | Washington, D.C., |
| President and CEO | Kenneth Jackson (seit 17. März 2025) |
| Website | www.usip.org |

Geschichte
Die Behörde geht auf die von Präsident Carter eingesetzte Matsunaga Commission (unter Spark Matsunaga) zurück. Nach einer jahrelangen Kampagne u. a. von Milton C. Mapes beschloss der US-Kongress die Gründung des USIP und Präsident Ronald Reagan unterzeichnete 1984 das entsprechende Gesetz.[1]
Das in Washington, D.C. ansässige USIP erstellte Studien und führte Trainingsprogramme zu internationalen Konflikten und deren gewaltfreier Lösung durch. Es war in mehr als 30 Ländern tätig, darunter Sudan, Südsudan, Afghanistan, Pakistan und Irak. 2006 formierte das USIP die parteienübergreifende Iraq Study Group.[2]
Das Stiftungsgesetz verbietet es dem USIP, private Spenden anzunehmen; die Finanzierung aus Bundesmitteln sollte es eigentlich vor Einflussnahme schützen. Das Budget für 2025 umfasste ca. 55 Mio. Dollar.
Nach dem Amtsantritt von Donald Trump wurde das Friedensinstitut am 17. März 2025 mithilfe der Polizei von der DOGE unter Elon Musk übernommen und der bisherige Präsident George Moose ausgesperrt und abgesetzt, wogegen er sich gerichtlich wehrt. Als neuer Präsident wurde Kenneth Jackson eingesetzt.[3] Die Maßnahme basiert auf einer Executive Order des Präsidenten vom 19. Februar 2025, mit der ursprünglich das Ziel verfolgt wurde, das USIP so weit wie möglich abzuschaffen.[4] Das US-Außenministerium teilte am 3. Dezember 2025 mit, das USIP heiße fortan Donald J. Trump Institute of Peace. Mit der Umbenennung solle der „größte Deal-Maker in der Geschichte unseres Landes“ gewürdigt werden.[5] Dass die Einrichtung entgegen den ursprünglichen Plänen doch weitergeführt und nun umbenannt wurde, steht nach Meinung von Beobachtern im Zusammenhang mit Trumps Bemühungen, den Friedensnobelpreis für sich zu beanspruchen.[6] Im Februar 2026 fand das erste Treffen des von Donald Trump initiierten internationalen Friedensrates im ehemaligen US-Friedensinstitut statt, das jetzt seinen Namen trägt.[7]
| Person | Zeitraum |
|---|---|
| Robert F. Turner | 1986–1987 |
| Samuel W. Lewis | 1987–1992 |
| Richard H. Solomon | 1992–2012 |
| Jim Marshall | 2012–2013[8] |
| Kristin Lord | 2013–2014 (kommissarisch) |
| Nancy Lindborg | 2015–2020 |
| Lise Grande | 2020–2024 |
| George Moose | 25. April 2024–17. März 2025 (kommissarisch)[9] |
| Kenneth Jackson | 17. März 2025 |
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Solomon, Richard H., Quinney, Nigel: American Negotiating Behavior: Wheeler-Dealers, Legal Eagles, Bullies and Preachers. U.S. Institute of Peace Press, Washington, D.C. 2010, ISBN 978-1-60127-048-1 (englisch, usip.org).
- Telhami, Shibley (Hrsg.): The Sadat Lectures: Words and Images on Peace, 1997–2008. U.S. Institute of Peace Press, Washington, D.C. 2010, ISBN 978-1-60127-054-2 (englisch, usip.org).
- Guiding Principles for Stabilization and Reconstruction. U.S. Institute of Peace Press, Washington, D.C. 2009, ISBN 978-1-60127-046-7 (englisch, usip.org).
- Zartman, I. William (Hrsg.): Peacemaking in International Conflict: Methods and Techniques (Revised Edition). U.S. Institute of Peace Press, Washington, D.C. 1997, ISBN 1-92922366-8 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- Peace Terms: A glossary of terms for Conflict Management and Peacebuilding