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Untold Things

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Untold Things ist das dritte Studioalbum der englischen Komponistin und Bratschistin Jocelyn Pook, das 2001 bei Real World Records erschien.[1]

Schnelle Fakten Studioalbum von Jocelyn Pook, Veröffent-lichung ...
Untold Things
Studioalbum von Jocelyn Pook

Veröffent-
lichung

27. März 2001

Label(s)

Real World Records

Genre(s)

Neoklassik · World Fusion · New Age

Länge

50:25

Produktion

Jocelyn Pook

Aufnahmeort(e)

Real World Studios, Wiltshire, Vereinigtes Königreich

Chronologie
Flood
(1999)
Untold Things Desh
(2012)
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Im Gegensatz zu ihren vorherigen Alben Deluge (1997) und Flood (1999), die hauptsächlich für Theater und Film komponiert wurden (einschließlich Stanley Kubricks Eyes Wide Shut), stellt Untold Things Pooks persönlichere kreative Vision dar.[2] Das Album verbindet klassische Elemente mit Einflüssen aus der Weltmusik, einschließlich Samples aus verschiedenen globalen Traditionen, umgekehrter Vocals und ätherischer Streicherarrangements.[2][3] Es enthält eindringliche, atmosphärische Kompositionen, die oft als neoklassisch mit New-Age- und World-Fusion-Elementen beschrieben werden.[4]

Mehrere Stücke entstanden aus oder wurden angepasst für Projekte wie die BBC-Fernsehserie In a Land of Plenty.[2] Das Album wurde 2013 als Teil der Real World Gold-Serie wiederveröffentlicht, mit zwei Bonustiteln: „Adam’s Lullaby“ und „Ave Maria“, beide mit Gesang von Natacha Atlas.[5]

Hintergrund und Aufnahme

Die klassisch ausgebildete Bratschistin Jocelyn Pook schöpfte Inspiration aus ihren Live-Auftritten und Kollaborationen in dieser Periode.[2] Ermutigt durch die Philosophie von Real World Records, musikalische Grenzen zu verwischen, kombinierte sie klassische Orchestrierung mit Samples aus traditionellen Aufnahmen weltweit.[2][3] Die Sängerin Melanie Pappenheim spielte eine bedeutende Rolle und steuerte erfundene Vokalparts bei, einschließlich umgekehrter Texte in Stücken wie „Saffron“.[2][3] Das Album wurde in den Real World Studios in Wiltshire, Vereinigtes Königreich, aufgenommen und abgemischt, was Pooks lange Verbindung zum Label widerspiegelt – sie hatte zuvor an Recording Weeks teilgenommen und als Streicherarrangeurin für Peter Gabriel gearbeitet.[2] Pook beschrieb das Album als Spiegel eines Gefühls von Glaube, Verlust und Sehnsucht, ohne expliziten religiösen Kommentar. Viele Kompositionen wurden aus früheren Werken für Tanz, Film oder Fernsehen umgearbeitet.[2]

Rezeption

Untold Things erhielt bei seiner Veröffentlichung überwiegend positive Kritiken; Rezensenten lobten die innovative Stilfusion, bemerkten aber auch den kontemplativen und teils engen emotionalen Rahmen.[4] Eine Kritik zu einem Live-Auftritt des Jocelyn Pook Ensembles aus dem Jahr 2001, die Musik aus dem Album präsentierte, erschien in The Guardian. Der Kritiker Tom Service beschrieb die Darbietungen als überwiegend langsam und melancholisch, hob die vielfältige Instrumentierung hervor, kritisierte jedoch den engen Ausdrucksbereich. Er erkannte Innovation in einzelnen Stücken – wie Melanie Pappenheims rückwärts gesungene Poesie in „Butterfly Song“ – an, fand die Musik aber eher reflektierend als dramatisch und geduldsfordernd.[6] In einer Kritik aus dem Jahr 2001 in Billboard wurde das Album dafür gelobt, Hörer „zwischen Welten“ zu transportieren und einen „surrealen globalen Klassizismus“ zu erzeugen, mit besonderem Hinweis auf die Mischung ethnischer Vokalsamples und Live-Darbietungen.[7] All About Jazz betonte, das Album „verbindet mehrere Welten“ und hob die „Aura magischen Realismus“ durch geschichtete Vocals und Instrumentierung hervor.[5] Eine retrospektive Kritik aus dem Jahr 2013 in The Independent zur Wiederveröffentlichung stellte fest, dass es seit 2001 „gut gealtert“ sei, und hob die Mischung sakraler und profaner Themen mit multikulturellen Einflüssen hervor, insbesondere durch Natacha Atlas und Melanie Pappenheim sowie die hervorragende Klangqualität durch Mastering von Bob Ludwig.[8] Eine Kritik im Magazin Songlines merkte an, dass Pooks sensible Sample-Integration im Rückblick gegenüber vielen späteren Weltmusik-Alben hervorstach und ‘‘Untold Things’’ eine besondere „Wärme und Tiefe“ statt überproduziertem klinischen Klang verleihe.[9]

Titelliste

Alle Kompositionen von Jocelyn Pook.

Weitere Informationen Nr., Titel ...
Originalveröffentlichung 2001
Nr.TitelLänge
1.Dionysus5:00
2.Red Song4:08
3.Upon This Rock5:16
4.Yellow Fever Psalm5:00
5.Hell, Fire and Damnation5:20
6.Take Off Your Veil4:56
7.The Last Day4:57
8.Saints and Sinners4:12
9.Butterfly Song3:39
10.Calls, Cries and Clamours3:29
11.Saffron4:31
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Weitere Informationen Nr., Titel ...
Bonustitel der Wiederveröffentlichung 2013
Nr.TitelLänge
12.Ave Maria (mit Natacha Atlas)5:44
13.Adam’s Lullaby (mit Natacha Atlas)5:58
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Mitwirkende

  • Jocelyn Pook – Bratsche, Keyboards, Klavier, Programmierung, Produktion
  • Melanie Pappenheim – Gesang
  • Natacha Atlas – Gesang (Bonustitel)
  • Caroline Lavelle, Sophie Harris – Cello
  • Harvey Brough – Psalterium
  • Abdullah Chhadeh – Qanun
  • Manickam Yogeswaran – Tabla
  • Weitere Musiker und Samples aus verschiedenen traditionellen Quellen

Einzelnachweise

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