Upcoop

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Upcoop (bis 2015 Groupe Chèque Déjeuner, bis 2023 Groupe Up) ist eine französische Arbeitergenossenschaft mit Sitz in Gennevilliers (Hauts-de-Seine). Das Unternehmen gibt Verpflegungsgutscheine, Geschenkkarten und Zahlungslösungen für Arbeitgeber, Betriebsräte und öffentliche Einrichtungen heraus.

Geschichte

Das Unternehmen wurde am 27. Mai 1964 vom Gewerkschaftler Georges Rino als Société Coopérative de Consommation gegründet.[1] 1972 wandelte sie sich in eine SCOP um; der Hauptgutschein erhielt den Namen Chèque Déjeuner. Ab Mitte der 1980er Jahre expandierte das Unternehmen ins Ausland, zunächst nach Italien (1985), dann nach Spanien (1992) und Osteuropa (ab 1995).

2015 erfolgte die Umbenennung in Groupe Up. Im Januar 2023 wurde die Gesellschaft erneut umbenannt in Upcoop und nahm gleichzeitig als erste SCOP in Frankreich den Status einer entreprise à mission an.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Im Jahr 2024 erzielte die Gruppe einen konsolidierten Umsatz von 843 Millionen Euro mit round 3.200 Mitarbeitenden in 26 Ländern[3][4]. Laut einem Handbuch der Presses Universitaires de France zur Sozialwirtschaft (2023) zählt Upcoop zu den zwei größten SCOP Frankreichs.[5] Zu den direkten Konkurrenten zählen Sodexo und Edenred.

Tätigkeit in Deutschland

Seit 2012 ist das Unternehmen in Deutschland als Up Deutschland GmbH präsent.[6] 2018 übernahm Groupe Up die Münchener givve GmbH für rund 20 Millionen Euro.[7] givve war damals Marktführer für steuerfreie Sachbezugskarten in Deutschland.[8]

Seit 2024 bietet givve Kommunen eine Prepaid-Mastercard für Asylbewerber und Leistungsempfänger an. Der Wartburgkreis und der Saale-Orla-Kreis (Thüringen) führten sie als erste ein.[9][10]

Einzelnachweise

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