Ursula Dehler
deutsche Geigerin und Professorin an der Hochschule für Musik Weimar
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Ursula Dehler (* 19. Mai 1958 in Weimar) ist eine deutsche Geigerin und Professorin an der Hochschule für Musik Weimar. Sie war erste Konzertmeisterin der Staatskapelle Weimar.

Leben und Wirken
Nach ersten musikalischen Erfolgen mit Klavier und Blockflöte[1] und privatem Geigenunterricht durch Klaus Wätzig besuchte Ursula Dehler, Tochter einer Ärztin und eines Chemikers, ab 1972[2] die Spezialschule für Musik der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Bereits 1973 unternahm sie als Primaria des Mädchenquartetts der Schule erste Gastspielreisen ins Ausland.[3] 1975 begann sie das Violinstudium an der Hochschule für Musik Franz Liszt in der Meisterklasse von Fritz Ehlers[4] und Jörg Hofmann und war als Mitglied des Hochschul-Kammerorchesters tätig.[5] Die Fachpresse lobte schon 1978 Dehlers „vollen, klangschönen Ton, technische Präzision und ausgeprägtes Stilempfinden“.[4]
Nach dem Studium war sie zunächst Lehrbeauftrage für Violine und Orchester an der Hochschule für Musik Franz Liszt und stellvertretende Konzertmeisterin der Staatskapelle Weimar, bevor sie sich 1988 die Stelle als 1. Konzertmeisterin erspielte.[6] Bereits 1981 gründete sie das Dehler Quartett und übernahm 2001 auch die künstlerische Leitung des Thüringischen Kammerorchester, mit dem sie zusätzlich zu den Auftritten der Staatskapelle zahllose Aufführungen für Funk[7] und Fernsehen und zahlreiche CDs einspielte.[5] 2002 erfolgte die Ernennung zur Honorarprofessorin an der Hochschule für Musik Franz Liszt.[8] Mittlerweile hat sie über 100 Schülerinnen und Schüler unterrichtet[9] und zu Erfolgen geführt, was sich zunächst in zahlreichen Preisen ihrer Schüler beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“[10] und deren Aufnahme ins Bundesjugendorchester[11] manifestierte.
Gastspielreisen führten sie unter anderem in 16 Städte der USA[12], nach Japan, Polen, Frankreich, Luxemburg und Tschechien.[5]
Während der Corona-Pandemie begann sie mit dem Selbststudium des Saxophons, welches sie mittlerweile auch konzertant u. a. im CoolJazzQuartet spielt.[9]
Diskografie (Auswahl)
mit der Staatskapelle Weimar
- Wilhelm Furtwängler Symphony No. 1, 2, 3; Arte Nova Classics 2000 / 2004
- Richard Strauss Four Last Songs; Naxos 2006
- Engelbert Humperdinck Hänsel und Gretel; MDG 2014
- Walter Braunfels Orchestral Songs Volume 1; OehmsClassics 2016
- Richard Wagner Der Ring ohne Worte; OehmsClassics 2017
- Richard Strauss Macbeth, Don Juan, Tod und Verklärung, Festmarsch in C; audite 2018
mit dem Dehler-Quartett
- Joseph Haydn Die sieben letzten Worte Jesu Christi; Querstand Records 2000
mit dem Thüringischen Kammerorchester Weimar
(zuvor „Kammerorchester der Staatskapelle Weimar“)
- Johann Sebastian Bach aus Weimar; DS 1998
- Konzert im Weimarer Schloss; DS 2001
- Festkonzert (Mozart; Haydn; Schubert); DS 2002
- Im Wandel der Zeiten Zwischen Hofmusik und Bürgerkonzert (Witt; Hummel); DS 2003
- Hummel Variationan & Fantasien; DS 2004
- Hummel Konzerte; DS 2005
- Richard Wetz – Requiem; cpo 2005
- Erwin und Elmire (Anna Amalia); DS 2007
- Kostbares (Anna Amalia; Stamitz; Hummel); DS 2009
- Virtuos (Bottesini; Vanhal; Rossini) DS 2011