Ursula Fehr

* 23.7.1940 Winterthur; Bildhauerin, Zeichen- und Werklehrerin. Kunst am Bau und im öffentlichen Raum, Schmuck, Radierung und Zeichnung From Wikipedia, the free encyclopedia

Ursula Fehr (* 23. Juli 1940 in Winterthur) ist eine schweizerische Künstlerin.

Ursula Fehr, Drehstamm-Ikaride, 2019

Leben und Ausbildung

Ursula Fehr wurde in eine Lehrerfamilie hineingeboren und wuchs in Frauenfeld auf, wo sie die Matura (Typus A) machte. Von 1959 bis 1963 absolvierte sie die Académie des Beaux-Arts in Genf, die sie mit dem Diplôme de sculpture abschloss.

Sie arbeitete neben ihrer Tätigkeit als Bildhauerin auch als Zeichen- und Werklehrerin an den Kantonsschulen Schaffhausen, Romanshorn, Kreuzlingen, an der Sekundarschule Arbon, dem Seminar Textiles Werken und Gestalten, Weinfelden und dem Seminar für Fächergruppenlehrkräfte AHLS Gossau. Ab 1970 hatte sie ein eigenes Atelier.[1]

Werk

Sie realisierte zahlreiche Kunst am Bau und Werke im öffentlichen Raum. In erster Linie war sie Bildhauerin und entwickelte seit den 1960er Jahren eine eigenständige Position. Sie arbeitete oft grossformatig, fertigte aber auch Schmuck und machte Radierungen und Zeichnungen.

Die Künstlerin bezieht sich in ihren Werken auf Mythologisches und Philosophisches. Psychologie und die menschliche Existenz beschäftigt sie auch in Bezug zur Natur und zum geistigen Streben des Menschen. Ihre Ikariden oszillieren zwischen irdischem Dasein und Streben nach Unsterblichkeit. Ab 1985 entwickelt sie mit den Ikariden, den Grünen Weibern, die Wellenreiterinnen und den Traumkissen grössere Werkgruppen.

Ursula Fehr, Schwertlilie, 2019

Thema ist die Ambivalenz zwischen Natur- und Erdverbundenheit und geistigem Streben.

Ausstellungen

Eine erste bedeutende Ausstellung realisierte sie:[1]

  • 1975 Ursula Weber-Fehr, Skulpturen, Kunstverein Frauenfeld[2]
  • 1976 Bern, Galerie Kramgasse 58
  • 1980 Eglisau, Galerie am Platz
  • 1981 Arbon, Gesamtausstellung im Schloss (Landenberggesellschaft)
  • 1981 Une oeuvre - un artiste. Un artiste - une oeuvre. Exposition Suisse '81, Halle des expositions, Delsberg
  • 1983 Ermatingen, Ausbildungszentrum UBS, Wolfsberg
  • 1983 Amriswil, Galerie Larese
  • 1985 Gipf-Oberfrick, Galerie am Platz
  • 1987 Zürich, Galerie Vista Nova
  • 1991 Monolog. Dialog, Thurgauer Kantonalbank, Wanderausstellung, Kreuzlingen, Kursaal Heiden, Villa Bosch, Radolfzell
  • 1992 Bürglen, Installation Traumkissen, Theagovia Kunstplattform
  • 1993 Bonstetten, Galerie für Gegenwartskunst[3]
  • 1994 Zürich, Galerie Vista Nova
  • 1995 Ursula Fehr, Skulpturen. Charlotte Liedtke, Mischtechnik auf Papier und Leinwand, Galerie für Gegenwartskunst, Elfi Bohrer, Galerie für Gegenwartskunst, Bonstetten
  • 1997 Art und Weise. Plattform für 65 Thurgauer Künstlerinnen und Künstler, Festhütte, Amriswil
  • 1998 Ursula Fehr. Skulpturen, Galerie Mathis, Romanshorn
  • 1989 Ursula Fehr. Skulpturen, Galerie Quattro, Glattfelden
  • 1998 Engel, Engel. Malerei, Skulpturen und Objekte, Galerie für Gegenwartskunst, Elfi Bohrer, Bonstetten
  • 2001 Ursula Fehr. Abgehoben - erdenschwer, Kunstmuseum des Kantons Thurgau, Kartause Ittingen, Warth
  • 2002 Sonja Amsler Borgemeester. Roswitha Doerig. Ursula Fehr, Galerie für Gegenwartskunst, Elfi Bohrer, Bonstetten
  • 2003 L'art au fil du Talent. Un chemin de sculpture au coeur du Gros-de-Vaud, Espace culturel Assens, Assens
  • 2006 Real - irreal - surreal. Frühlingsausstellung , Art-St-Urban, St. Urban
  • 2007 Daneben. Mitglieder der KünstlerInnen Gruppe Thurgau, Museum im Turmhof, Steckborn
  • 2009 1. Skulpturen-Symposium Winterthur, Galerie Wyschür Weiertal, Winterthur
  • 2007 Daneben. Mitglieder der KünstlerInnen Gruppe Thurgau, Museum im Turmhof, Steckborn
  • 2011 Ursula Fehr. Relief, Galerie Atelier Stefan Rutishauser, Frauenfeld
  • 2019 Romanshorn, Mayers-Kulturbad
  • 2020 Frauen erobern die Kunst Kunstmuseum des Kantons Thurgau, Kartause Ittingen, Warth
  • 2022 Grenzenlos. Einblicke in eine unbekannte Privatsammlung, Kunsthaus Zofingen, Zofingen

Werke im öffentlichen Raum

Ursula Fehr hat in der Ostschweiz zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum realisiert:[1]

Eine erstes bedeutendes Werk realisierte sie:

  • 1967 Frauenfeld, Schulhaus Langdorf, Brunnen, Beton[4]
  • 1968 Neuhausen, Schulhaus Gemeindewiesen, Brunnen, Beton
  • 1969 Berg am Irchel, Kirchplatz, Brunnen, Beton
  • 1971 Weinfelden, Thurgauer Kantonalbank, Relief, Bronze
  • 1972 Münsterlingen, Kantonsspital, Personalrestaurant, Relief, Argentana
  • 1973/1974 Uttwil, Evangelische Kirche, Taufstein, Bronze und Kirchenfenster Glasmalerei
  • 1975 Arbon, Sekundarschule Rebenstrasse, Relief, Bronze
  • 1976 Romanshorn, Pflegeheim, Brunnen, Kalkstein Lunel
  • 1976 Frauenfeld, Stadtpark, Skulptur "Mutter und Kind", Bronze[4]
  • 1977 Kreuzlingen, Alters- und Pflegeheim, Relief, Mukulungu-Holz
  • 1977 Breitenbach/SO, Evangelisches Kirchgemeindehaus, Relief, Bronze
  • 1978 Flawil, UBS, Relief, Aluminium
  • 1979 Weinfelden, Sekundarschulhaus, Relief, Aluminium[5]
  • 1979 Trüllikon/ZH, Brunnen, Beton, rot eingefärbt
  • 1981 Romanshorn, Pestalozzi-Schulhaus, Brunnen, Bronzeplastiken, Thursteine
  • 1981 Sursee, Ausbildungszentrum des Schweizerischen Baumeisterverbandes, Skulptur "Wachsen", Cristallina-Marmor
  • 1984 Weinfelden, Evangelisches Kirchgemeindehaus, Relief, Bronze
  • 1984 Bischofszell, Sekundarschule, Skulptur "Metarmophose", Bronze
  • 1986 Weinfelden, Thurbrücke, Brückenköpfe, Beton, rot eingefärbt
  • 1986 Beromünster, Gemeindehaus, Porträt "Josef Vital Kopp", Bronze
  • 1988 Egnach, Behindertenheim Neukirch, Skulptur "Blüte", Bronze
  • 1991 Münchwilen, Primarschulhaus, Skulptur "Die Kinder des Ikarus", Granit, Holz, Plexiglas, Eisen
  • 1992 Bonstetten, Oberstufenzentrum, Pausenplatzgestaltung, Beton, eingefärbter Asphalt, Naturstein
  • 1999 Frauenfeld, Regierungsgebäude, Skulptur "Ikaria", Bronze
  • 2020 Alterszentrum Stadtgarten in Frauenfeld, "Verschlungenes Ikaridenpaar," Bronzeplastik[6]

Mitgliedschaften

  • 1973 Aufnahme in die Thurgauische Künstlergruppe
  • 1973 Aufnahme in die GSMBA (heute visarte)
  • 1979 Aufnahme in die GSBK Zürich

Auszeichnungen

  • 1963 Prix Neumann, Genève anlässlich der Diplomverleihung der Ecole des Beaux-Arts (sculpture)
  • 1983 Rotary-Preis (Club Oberthurgau)
  • 1996 Kulturpreis des Kantons Thurgau

Literatur

  • 1981: Lexikon der zeitgenössischen Schweizer Künstler, Frauenfeld 1981.
  • 1981: Une oeuvre - un artiste, un artiste - une oeuvre: Exposition Suisse '81; Delémont, Ausstellungskatalog
  • 1988: GSMBA-Künstlerdokumentation Sektion Ostschweiz, Jona 1988.
  • 1990: Fünfzig Jahre Thurgauer Künstlergruppe, Dino Larese, Amriswil 1990.
  • 1991: Monolog - Dialog, Heiden 1991.
  • 2009: Skulpturen Symposium Winterthur: [Jürg Altherr, Irene Anton, Vincenzo Baviera, Irma Bucher, Adrian Bütikofer, Ursula Fehr, Andreas Fritschi, Roland Herzog, Roland Hotz ...], Ausstellungskatalog, 2009
  • 2016: 75 Jahre kunstthurgau, Fluxs Artwork, ISBN 978-3-033-05601-5
  • 2020: Thurgauer Köpfe: Katalog zur Sonderausstellung, Ausstellungskatalog
  • 2022: Licht- und Farbenzauber: Glasmalerei im Thurgau, Monografie, 2022

Einzelnachweise

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