Usaramo (Schiff)
Kombischiff der Deutschen Ost-Afrika-Linien
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Die Usaramo war ein Kombischiff der Deutschen Ost-Afrika-Linien (DOAL), das ab 1921 eingesetzt und 1944 als Blockschiff versenkt wurde.
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Geschichte
Als Folge des Versailler Vertrages musste die DOAL sämtliche größeren Schiffe an die Entente-Mächte abgeben.[1] Die Reederei bestellte daher mehrere Neubauten bei Blohm & Voss in Hamburg. Die Usaramo entstand auf der Werft als Baunummer 387 und stand am 2. Oktober 1920 zum Stapellauf bereit. Nachdem das Schiff am 11. März 1921 an die DOAL ausgeliefert wurde, begann sechs Tage später ihre Jungfernfahrt. In den Folgejahren wurde die Usaramo auf den Linien der DOAL sowie der Woermann-Linie im Afrikadienst eingesetzt. Ab 1934 gab es an Bord nur noch zwei Klassen, da 2. und 3. Klasse zur neuen Touristenklasse zusammengefasst wurden.[2]
Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs befand sich die Usaramo auf der Rückfahrt ins Deutsche Reich und durchquerte am 24. August die Straße von Gibraltar. Ein Kesselschaden bedingte den Abbruch der Weiterfahrt und Vigo wurde als Ausweichhafen angelaufen. Dort lag das Schiff über ein Jahr, zeitweise als belgische Cabalo getarnt. Erst am 22. Oktober 1940 verließ die Usaramo Vigo wieder und fuhr ins deutsch besetzte Bordeaux. Dort angekommen wurde das Schiff von der Kriegsmarine übernommen und als Wohnschiff für italienische U-Boot-Besatzungen verwendet. Während eines britischen Luftangriffs auf Bordeaux am 9. Dezember wurde die Usaramo getroffen und sank.[3][4] Im Mai 1941 wurde das Schiff gehoben. Eine Reparatur und erneute Nutzung erfolgte jedoch nicht.[3] Stattdessen wurde die Usaramo am 25. August 1944 als Blockschiff nahe Bassens in der Gironde versenkt.[2] Nach Kriegsende wurde das Wrack nur zum Teil abgebrochen. Noch bis in die 1960er Jahre hinein waren Reste des Schiffs in der Gironde zu erkennen.[3]
Technik
Die Usaramo war auf dem Hauptdeck 127,58 m lang. Das bis zu 17,13 m breite Schiff hatte einen maximalen Tiefgang von 10,96 m. Es war mit 7775 BRT und 4490 NRT vermessen und hatte eine Tragfähigkeit von 7150 t.[3] An Bord fanden in der ursprünglichen dreiklassigen Aufteilung insgesamt 261 Passagiere Platz, davon 101 in der Ersten, 62 in der Zweiten und 98 in der Dritten Klasse. Die Besatzung bestand aus 132 Mann.[2]
Der Antrieb bestand aus einer von Blohm & Voss hergestellten Getriebeturbine, die 3000 PS leistete und die Usaramo auf eine Höchstgeschwindigkeit von 12,0 kn beschleunigte.[3]
Literatur
- Arnold Kludas: Die Schiffe der deutschen Afrika-Linien 1880–1945. Gerhard Stalling, Oldenburg, Hamburg 1975, ISBN 3-7979-1867-4.
- Karsten Kunibert Krüger-Kopiske: Die Schiffe der Deutschen Afrika-Linien. Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 2009, ISBN 978-3-7822-0990-8.
