Uschi Beese

deutsche Guttemplerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ursula Agnes Elisabeth Uschi Beese (geborene Roggenbau, am 8. Juli 1930 in Hamburg; gestorben am 26. Januar 2008 ebenda) war eine deutsche Guttemplerin und Landesvorsitzende der Guttempler in Hamburg.

Leben

Ursula Agnes Elisabeth Roggenbau wurde am 8. Juli 1930 in Hamburg geboren und ihr Rufname wurde Uschi. Sie hatte einen Bruder und wuchs Am Rothenbaum in der Schlüterstraße auf. Nachdem sie die Schule abgeschlossen hatte, lernte sie den Beruf der Anwaltsgehilfin. In diesem war sie bis 1990 in einem Anwaltsbüro in der Rothenbaumchaussee tätig.[1]

Am 24. Oktober 1958 heiratete sie den Buchhändler Heinz Jacob Beese aus Leipzig. In Bergedorf führte er einen Buchladen und das Paar bezog in dem Ortsteil in eine Wohnung. Sie zogen vier Jahre später nach Wandsbek. Uschi Beese erlitt drei Fehlgeburten und das Paar blieb kinderlos. Heinz Beese erkrankte später an der Alkoholkrankheit. Er musste dadurch die Buchhandlung aufgeben und wurde arbeitslos. Auch Uschi Beese bekam Probleme mit dem Alkohol und bezeichnete sich später als alkoholgefährdet.[1]

Nachdem Heinz Beese einen Entzug im Krankenhaus Alsterdorf gemacht hatte, lernten die Beeses den Suchtberater der Guttempler aus dem Guttempler-Logenhaus am Moorkamp Walter Zwang kennen. Uschi Beese wurde im April 1976 Mitglied der Guttempler und ihr Mann, nach einem Rückfall, im August 1976. Nach seinem erfolgreichen Entzug fand er eine neue Anstellung und arbeitete in einem Chemieunternehmen. Die Beeses stiegen in der Gemeinschaft der Guttempler in die Selbsthilfegruppenarbeit ein und gründeten eine eigene Gesprächsgruppe.[1]

Nachdem 1980 eine Ortsgruppe in Wandsbek gegründet worden war, wurde Heinz Beese der Leiter und Uschi Beese die Schriftführerin dieser Ortsgruppe. Auch in Wandsbek organisierten sie eine Gesprächsgruppe und unternahmen viele Jahre lang Hausbesuche bei Menschen, die sich in einer Notlage befanden. Nachdem sich Heinz Beese einige Jahre später aus der Gruppenarbeit zurückgezogen hatte, führte Uschi Besse diese alleine weiter. Heinz Beese gab aufgrund seiner beruflichen Arbeitsbelastung die Leitung der Guttempler-Gemeinschaft „Wandsbek“ an seine Frau ab. Uschi Beese war zudem jeden Sonntag als Ansprechperson im Krankenhaus Eilbek vor Ort, um den Menschen dort die Arbeit der Guttempler näher zu bringen. Im Jahr 1988 gründete sie eine weitere Gemeinschaft der Guttempler in Eilbek und nahm auch zum Krankenhaus Alsterdorf Kontakt auf, um auch dort die Guttempler einzuführen. So bildete sich eine zweite Gesprächsgruppe der Guttempler-Gemeinschaft „Wandsbek“.[1]

Sie übernahm 1989 bei der Feier zum hundertjährigen Bestehen der Guttempler-Gemeinschaft die Leitung des Tagungsbüros. Zu jeder Zeit war sie zudem für ratsuchende Mitglieder der Guttempler-Gemeinschaft erreichbar. Sie wurde zur Distrikttemplerin, somit Landesvorsitzenden der Guttempler in Hamburg und leitete den Distrikt einige Jahre lang. Ihre Gesprächsgruppen leitete sie noch bis zwei Wochen vor ihrem Tod. Dies obwohl sie bedingt durch eine schwere Krebserkrankung geschwächt war. Wenn sie persönlich nicht da sein konnte, war sie telefonisch für ihre Gemeinschaftsmitglieder erreichbar.[1]

Uschi Beese starb am 26. Januar 2008.[1]

Ehrungen

  • Der Hamburger Senat verlieh ihr 1999 für ihre Arbeit die Medaille für herausragende ehrenamtliche Tätigkeiten.
  • In der Erinnerungsspirale auf dem Friedhof Ohlsdorf im Garten der Frauen wurde für sie ein Gedenkstein verlegt.[2]
  • An ihrer Wohnadresse „Walddörferstraße 44“ wurde ein Frauenort eingerichtet.

Einzelnachweise

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