Usinger Anzeiger
Lokalzeitung im Usinger Land, Hessen
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Der Usinger Anzeiger ist eine Lokalzeitung im Usinger Land (Hessen) und berichtet seit 1866 über regionale und nationale Geschehnisse. Die verkaufte Auflage beträgt 3221 Exemplaren, ein Minus von 49,8 Prozent seit 1998.[1]
| Usinger Anzeiger | |
|---|---|
| Beschreibung | Lokalzeitung |
| Verlag | Taunus Verlag Wagner Druck GmbH & Co |
| Erstausgabe | 1. Juni 1866 |
| Erscheinungsweise | Montag bis Samstag |
| Verkaufte Auflage | 3221 Exemplare |
| (IVW 1/2026, Mo–Sa) | |
| Weblink | Usinger Anzeiger |
Die Zeitung berichtet vornehmlich aus den Kommunen Usingen, Grävenwiesbach, Neu-Anspach, Wehrheim, Schmitten im Taunus und Weilrod.
Der Verlag gehört zur Zeitungsgruppe Zentralhessen, die sich inzwischen im Besitz der Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft befindet.[2] Mit dem Verkauf an diese 2021 wurden die Redaktion des Usinger Anzeigers und die für den Hintertaunus zuständige Teilredaktion der Taunus-Zeitung zusammengelegt. Vorerst erscheinen beide Titel aber weiterhin getrennt. Bei der Taunus-Zeitung hatte es sich zuvor um das örtliche Konkurrenzmedium des Usinger Anzeigers gehandelt. Als Teil der Frankfurter Neuen Presse war sie bereits zuvor im Bestand der Zeitungsholding Hessen gewesen.
Der Usinger Anzeiger war Mitglied im BDZV.
Auflage
Der Usinger Anzeiger hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Sie beträgt gegenwärtig 3221 Exemplare.[3] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 94,8 Prozent.
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Geschichte
Der aus Idstein stammende Louis Wagner gründete 1866 den Usinger Anzeiger und die dazugehörige Druckerei. In den ersten Jahrzehnten erschien die Zeitung zweimal wöchentlich. 1868 erfolgte der Umzug der Druckerei und des Verlags in die Usinger Kreuzgasse 24, die über Jahrzehnte als Firmensitz diente. Nach der preußischen Gebietsreform von 1886 wurde das Amt Usingen zu einem selbstständigen Landkreis erhoben. Das Blatt trug von da an lange den Titel „Kreisblatt für den Kreis Usingen“, wobei der Name Usinger Anzeiger als Untertitel erhalten blieb.[5]
1901 übernahm Richard Wagner, der Sohn des Gründers, die Geschäftsführung der Druckerei und wurde Schriftleiter des Kreisblatts. Ende April 1941 musste der Usinger Anzeiger eingestellt werden. Ein vom Presseamt vorgegebener Text nannte als Begründung „kriegswirtschaftliche Gründe“. Ab dem 1. Dezember 1945 erschien die Zeitung erneut.[5]
Nach dem Tod Richard Wagners im Jahr 1951 führten seine Söhne Hans und Klaus Wagner die Zeitung weiter. Seit Februar 1969 erschien der Usinger Anzeiger fünfmal pro Woche, ab November 1985 sechsmal.[5]
1990 ging die Zeitung eine Kooperation mit dem Verlagshaus des Gießener Anzeigers ein. 2003 wurde der Usinger Anzeiger Teil der Zeitungsgruppe Zentralhessen. Im Jahr 2021 erfolgte dann die Übernahme durch die Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft.[5]