Wikiwand AI

Ustermer Aa

Fluss in Kanton Zürich bei Uster From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Ustermer Aa bzw. der Aabach (nicht zu verwechseln mit der Mönchaltorfer Aa) ist ein 10,9 Kilometer langer Bach im Kanton Zürich, der als Abfluss des Pfäffikersees (537 m ü. M.) beginnt und als Zufluss des Greifensees (435 m ü. M.) endet. Am Anfang fliesst die Aa bis Wetzikon nach Südosten, wendet sich dort nach Nordwesten, nimmt den Wildbach auf, durchquert den Oberustermer Wald im engen Aatal und fliesst durch Uster und bei Niederuster in den Greifensee.

Schnelle Fakten
Ustermer Aa
Aabach
Ustermer Aa in Niederuster

Ustermer Aa in Niederuster

Daten
Gewässerkennzahl CH: 607
Lage Schweizer Mittelland

Schweiz Schweiz

Flusssystem Rhein
Abfluss über Glatt Rhein Nordsee
Quelle aus dem Pfäffikersee
47° 20′ 22″ N,  46′ 48″ O
Quellhöhe 537 m ü. M.[1]
Mündung in den Greifensee
47° 21′ 6″ N,  41′ 20″ O
Mündungshöhe 435 m ü. M.[1]
Höhenunterschied 102 m
Sohlgefälle 9,4 
Länge 10,9 km[2]
Einzugsgebiet 62,75 km²[3]
Abfluss am Pegel Niederuster[4]
AEo: 62,7 km²
Lage: 800 m oberhalb der Mündung
NNQ (1984)
MQ 1980–2016
Mq 1980–2016
HHQ (1984)
130 l/s
1,62 m³/s
25,8 l/(s km²)
44,3 m³/s
Linke Nebenflüsse Wildbach
Ausfluss aus dem Pfäffikersee

Ausfluss aus dem Pfäffikersee

Schließen

Industriegeschichte

Die Ustermer Aa verliert auf ihrem kurzen Lauf 100 Höhenmeter und trieb daher schon im Mittelalter fünf Mühlen. Im 19. Jahrhundert wurde die Region entlang des Bachs zum Zentrum der Baumwollindustrie im Zürcher Oberland. 15 Spinnerei-Betriebe an ihrem Lauf machten sie zum «Millionen-Bach». Im 20. Jahrhundert fand dann eine Konzentration der Textilindustrie auf wenige Betriebe statt.[5]

Industriekanal und Renaturierung

Zum Schutz vor Hochwasser wurde der Bach stark verbaut und kanalisiert. Aktuell werden Projekte realisiert, wodurch der Bachlauf renaturiert und mittels Fischtreppen und reduzierten Schwellen die Fischwanderung in der Aa ermöglicht werden soll. Zudem möchte die Stadt Uster die Parkanlagen entlang des Bachlaufs ausdehnen.[6] 2014 wurde die Stadt Uster für die Umwandlung des Aabachs vom Industriekanal in eine Parklandschaft mit dem Schulthess Gartenpreis des Schweizer Heimatschutzes ausgezeichnet.[7]

Siehe auch

Literatur

  • Die industrielle Revolution im Zürcher Oberland. J. Hanser, 1985
  • Der Industrielehrpfad Zürcher Oberland. H.-P. Bärtschi, 1994
Commons: Ustermer Aa – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks