Utekáč
Gemeinde in der Slowakei
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Utekáč (ungarisch Újantalvölgy) ist ein Dorf und eine Gemeinde im Bezirk Poltár in der Region Banskobystrický kraj in der Slowakei.
| Utekáč | ||
|---|---|---|
| Wappen | Karte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Kraj: | Banskobystrický kraj | |
| Okres: | Poltár | |
| Region: | Poiplie | |
| Fläche: | 26,88 km²[1] | |
| Einwohner: | 825 (31. Dez. 2024)[2] | |
| Bevölkerungsdichte: | 30,69 Einwohner je km² | |
| Höhe: | 408 m n.m. | |
| Postleitzahl: | 985 06 | |
| Telefonvorwahl: | 0 47 | |
| Geographische Lage: | 48° 36′ N, 19° 48′ O | |
| Kfz-Kennzeichen (vergeben bis 31.12.2022): |
PT | |
| Kód obce: | 580317 | |
| Struktur | ||
| Gemeindeart: | Gemeinde | |
| Verwaltung (Stand: Oktober 2022) | ||
| Bürgermeister: | Miroslav Barutiak | |
| Adresse: | Obecný úrad Utekáč 52 98506 Utekáč | |
| Webpräsenz: | www.obecutekac.sk | |
Geschichte
Die Gemeinde Utekáč befindet sich mitten in den Veporské vrchy im schmalen Tal des Flusses Rimavica. Der Name ist von der Flucht (slowakisch útek) des Königs Béla IV. vor den Tataren abgeleitet.
Die erste schriftliche Erwähnung von Utekáč stammt aus dem Jahre 1593. Die Entwicklung fing mit der Ankunft des Fürstprimas Ferenc Forgáč, der hier ab 1787 einige Glashütten errichtete. Die größte der Glashütten, Clara, existiert bis heute. Die ursprünglichen Einwohner der Glashüttensiedlung waren Familien von Glasbläsermeistern aus Deutschland, Ungarn, Böhmen und Mähren.
Seit 1909 ist Utekáč Endpunkt der Bahnstrecke Lučenec–Utekáč.
Vor der Errichtung der unabhängigen Tschechoslowakei 1918 gehörte Utekáč zum Komitat Gömör és Kishont im Königreich Ungarn. Zwischen 1939 und 1945 war es Teil der Slowakischen Republik.
Während des slowakischen Nationalaufstands im Jahr 1944 gab es im Ortsgebiet schwere Kämpfe. An diese Ereignisse erinnert heute ein Denkmal für die Kriegstoten im Gemeindepark und im Nikolaj-Chmelnický-Tal mit drei Gedenksteinen.
Die neuere Geschichte beginnt am 1. Januar 1993 – die Gemeinde wurde selbstständig. Vorher war Utekáč ein Industrieteil der weiter südöstlich liegenden Gemeinde Kokava nad Rimavicou. Der Industrie- und Wohnungsbau erinnert heute in Utekáč eher an eine Stadt. Die Ortsteile Salajka, Drahová, Havrilovo, Dlhá Lúka, Ďurkovka, Bánik nad Rimavou und Cisársko sind typische Weiler mit ursprünglicher Architektur. Im Ortsteil Salajka befinden sich Holzhäuser im finnischen Baustil. Das Kastell des Grafen Forgáč und die Kapelle des Hl. Antonius von Padua (Kaplnka sv. Antona Paduánskeho), die als Grabstätte der Familie Kuchynka – Besitzer der Glashütten – dient, bilden die Dominanten der Gemeinde. In den Ortsteilen Drahová und Havrilovo befinden sich interessante Kapellen.
Aus der Gemeinde Utekáč stammt das Trio Kubincovci. Sie waren bekannte Musiker und Hersteller der Fujara, einer traditionellen Schnabelflöte.
Die Umgebung bietet gute Bedingungen für Touristen, Pilzsammler und Angler. Die Gemeinde hat eine günstige Lage zur Entwicklung eines Tourismus. Im Winter ist Schilauf und Skiwandern möglich. Die Skilifte befinden sich in Utekač und in der nahen Umgebung.
Bevölkerung
Sehenswürdigkeiten
- Volkshandwerk
- Glasbläsertradition
- Touristischer Marsch 'Utekáčska horská tridsiatka' und 'Utekáčska horská stovka'
- Skilift

