Uwe Falkenbach
Schauspieler
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Uwe Falkenbach (* 1943 in Linz/Donau, Oberösterreich; † 2015[1]) war ein österreichischer Schauspieler.
Leben
Falkenbach erhielt seine Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien.[2] Ab der Spielzeit 1966/67 war er für zwei Spielzeiten am Theater Bonn engagiert.[3][4] Von 1966 bis 1968 gastierte er bei den Bad Hersfelder Festspielen. Mit Beginn der Spielzeit 1968/69 wechselte er an das Contra-Kreis-Theater in Bonn.[5][6][7][8][9]
Ab der Spielzeit 1972/73 war er bis in die 2000er Jahre mit einer kurzen Unterbrechung fest am Volkstheater Wien verpflichtet.[10][11] 1977 gastierte er in der Titelrolle des Stücks Das Karli von Hans Friedrich Kühnelt (* 1918 in Bozen; † 1997 in Wien) mit dem Ensemble des Volkstheaters bei den Berliner Festwochen.[12] In der Spielzeit 1980/81 war er am Wiener Volkstheater als Externist engagiert und trat in dem Theaterstück Witwenverbrennung von Jörg Graser auf.[13][14] In der Spielzeit 1981/82 war er außerdem am Raimundtheater Wien engagiert.[15]
Er trat als Gast u. a. am Theater in der Josefstadt und bei den Sommerfestspielen Perchtoldsdorf (Niederösterreich) auf.[16][17][18][19][20] In der Spielzeit 1990/91 trat er an den Kammerspielen des Theaters in der Josefstadt an der Seite von Susanne von Almassy, Marianne Nentwich und Dietrich Siegl in der Komödie Hier kocht der Chef von Dave Freeman auf.[21] 1992 gehörte er am Theater St. Pölten zur Uraufführungsbesetzung des Musicals Rainbow Girl – Das Leben der Marilyn Monroe.[22] Im Mai 1995 wirkte er am Volkstheater Wien in der Uraufführung des Theaterstücks Gegenwart der Erinnerung von Gert Jonke mit, mit dem er auch bei den Mülheimer Theatertagen gastierte.[23] In der Spielzeit 1999/00 übernahm er an der Oper Dortmund den Frosch in einer Neuinszenierung der Operette Die Fledermaus.[24] In der Spielzeit 2000/01 war er am Opernhaus Dortmund als Njegus in einer Neuinszenierung der Operette Die lustige Witwe zu sehen.[25] 2005 übernahm er am Wiener Volkstheater die Rolle des Spekulanten Herr von Hornissl in der Posse Nur Ruhe! von Johann Nestroy.[26] 2006 gastierte er als Magister in Der Widerspenstigen Zähmung noch einmal bei den Bad Hersfelder Festspielen.[27]
Er war später in Wien auch als Schauspiellehrer tätig. Zu seinen Schülerinnen gehörten u. a. Julia von Juni und Eva Kuen.[28][29] Außerdem arbeitete er als Hörspielsprecher.[30][31][32][33][34][35][36]
Falkenbach wirkte in Deutschland und Österreich außerdem in etwa 30 Film- und TV-Produktionen mit. In Fritz Umgelters Literaturverfilmung Die Weber (1980) war er als Expedient Pfeifer zu sehen.[37]
Falkenbach war mit der Schauspielerin Ute Lasch († 2023) verheiratet, mit der er gemeinsam in Wien eine Schauspielschule betrieb.[38]
Filmografie (Auswahl)
- 1972–1981: Das feuerrote Spielmobil (Fernsehserie)
- 1973: Kain
- 1976: Die Wildente
- 1976–1979: Karl, der Gerechte
- 1977: Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Fernsehserie, eine Folge)
- 1979: Tatort: Maria im Elend (Fernsehreihe)
- 1980: Die Weber
- 1979–1980: Die rote Zora und ihre Bande (Fernsehserie, 13 Folgen)
- 1980–1981: Das feuerrote Spielmobil – Felix und Bruder Tom (Fernsehserie, 7 Folgen)
- 1982: Schloß mit späten Gästen
- 1983: Der Feuersturm (Fernsehserie, eine Folge)
- 1983: Das kalte Herz
- 1986: Hallo, ich bin der Erich
- 1987: Tatort: Die offene Rechnung (Fernsehreihe)
- 1987: Vom Glück verfolgt (Fernsehserie, 4 Folgen)
- 1988: Feuersturm und Asche (Fernsehserie, eine Folge)
- 1988: Geheime Reichssache: Zwei aus dem Weg (Fernsehserie, eine Folge)
- 1991: Hier kocht der Chef
- 1997: Kowalsky: Sport ist Mord (Fernsehserie, eine Folge)
- 1997: Die Knickerbocker-Bande: Rätsel um das Schneemonster (Fernsehserie, eine Folge)
- 1997: Ein idealer Kandidat (Fernsehserie, 3 Folgen)
- 2001: Herzensfeinde
- 2003: Brüder II
- 2006: Mozart – Ich hätte München Ehre gemacht
- 2006: Heute heiratet mein Mann
- 2009: Geliebter Johann Geliebte Anna
Literatur
- Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Theater-Lexikon. Nachtragsband, Teil 1: A–F. De Gruyter, Berlin [u. a.] 2013, ISBN 978-3-11-028460-7, S. 345. (abgerufen über De Gruyter Online).
Weblinks
- Uwe Falkenbach bei IMDb
- Uwe Falkenbach bei filmportal.de
- Uwe Falkenbach bei Crew United
- Uwe Falkenbach bei Discogs
- Uwe Falkenbach beim Contra-Kreis-Theater, Bonn (Produktionen 1968–1971)
- Uwe Falkenbach, Theaterproduktionen in Österreich (1984–1994)