Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa
deutscher Dachverband der deutsch-französischen Gesellschaften
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Die Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. (VDFG) mit Hauptsitz in Mainz ist ein deutscher Dachverband der deutsch-französischen Gesellschaften und Vereine, der unter dem Motto L'union fait la force (= Einigkeit macht stark) für jeden weiteren Verein zum Mitmachen offen stehen will, der die gemeinsamen Ziele mitträgt.[1]

| Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. (VDFG) | |
|---|---|
| Rechtsform | eingetragener Verein |
| Gründung | 1957 in Wetzlar |
| Sitz | Mainz |
| Zweck | Förderung der respektvollen Zusammenarbeit und des deutsch-französischen Austausches |
| Präsident | Jochen Hake |
| Vizepräsident(en) | Sylvaine Mody, Claus-Michael Allmendinger |
| Mitglieder | ca. 140 Vereine, Initiativen und Komitees |
| Website | https://vdfg.de |
Geschichte
Die VDFG ist ein überparteilich und überkonfessionell arbeitender Verein, der in der Fédération des Associations Franco-Allemandes pour l’Europe (FAFA)[2] sein französisches Gegenstück hat, mit dem der Verein seit seiner Gründung 1957 im Anschluss an eine Tagung in Wetzlar eine Einheit bildet.[1]
Als ersten Namen hatte der VDFG 1957 Arbeitskreis Deutsch-Französische Gesellschaften gewählt. 1981 wurde die Bezeichnung in Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften in Deutschland und Frankreich e.V. geändert und 2007 an den französischen und heute gültigen Namen angepasst.[3]
Aufbau
Zu seinen gegenwärtig ca. 140 Mitgliedern gehören, unter anderem, deutsch-französische Gesellschaften, Partnerschaftsvereine deutsch-französischer Kommunalpartnerschaften, deutsch-französische Chöre und deutsch-französische Wirtschaftsclubs. In den Mitgliedsorganisationen sind über 15.000 an Frankreich interessierte Bürger vereint (Stand: 2026).[1][4]
Die VDFG wird, wie alle ihre Mitgliedsorganisationen, von einem ehrenamtlich tätigen Vorstand geführt.[1] Der amtierende Präsident der VDFG ist Jochen Hake, der 2022 auf dem Jahreskongress in Dortmund gewählt wurde.[5] Die VDFG wird von einem Kuratorium beraten.[6]
Die Mitgliedschaft steht Vereinigungen und Institutionen sowie natürlichen und juristischen Personen offen.[1]
Ziele
Der Zweck des Vereins ist die Festigung und Vertiefung der deutsch-französischen Zusammenarbeit, der Völkerverständigung und des Friedens auch über die beiden Länder Deutschland und Frankreich hinaus, das Fördern der gemeinsamen europäischen Werte im vereinten Europa, Freiheit, Vielfalt und Respekt anderer Kulturen und der Kontakt der Menschen untereinander, um dadurch die bisherigen stabilen Beziehungen zu erhalten und für die Zukunft weiter auszubauen.[1][7]
Dies soll, unter anderem, durch die Förderung der Deutsch-Französischen Gesellschaften und ihrer Jugendgruppen sowie weiterer Mitglieder in beiden Ländern erzielt werden. Die Tätigkeit des Vereins erstreckt sich insbesondere auf kulturelle, wirtschaftliche, soziale und politische Bereiche, die dem Bild des Partnerlandes ebenso wie den deutsch-französischen Beziehungen und den Bestrebungen zur Europäischen Einigung dienen.[8][9][10][11]
Tätigkeiten
Treffen
- VDFG und FAFA veranstalten jährlich einen gemeinsamen zwei- bis dreitägigen Kongress (alternativ in Deutschland oder in Frankreich und jeweils an verschiedenen Orten wie Halle, St-Brieuc, Dortmund, Versailles) zu einem Schwerpunktthema und zu einem Erfahrungsaustausch für alle Mitglieder.[12]
- Zusätzlich werden regelmäßig regionale Tagestreffen in Nordrhein-Westfalen oder Norddeutschland organisiert, um sich über Workshops, Vorträge und im Gespräch intensiv auszutauschen.[13]
Preisvergaben
- In Erinnerung an das völkerverbindende Wirken ihrer Gründungspräsidentin und späteren Ehrenpräsidentin Elsie Kühn-Leitz vergibt die Vereinigung seit 1986 alle zwei bis drei Jahre den Elsie-Kühn-Leitz-Preis für herausragende Verdienste um die deutsch-französische Zusammenarbeit und Europäische Einigung.[14]
- Seit 2006 wird alljährlich der Joseph-Rovan-Preis vom Botschafter der Französischen Republik und der VDFG verliehen. Der Preis würdigt die Arbeit der Deutsch-Französischen Gesellschaften in Deutschland im Rahmen einer offiziellen Preisverleihung in der französischen Botschaft in Berlin.[15][16]
- Nach Bewerbung durch Jugendtheatergruppen vergibt die VDFG mit Unterstützung der Alfred-Toepfer-Stiftung Hamburg und unter Mitwirkung der Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer in unregelmäßigen Abständen (jährlich bis dreijährig) drei Jugend-Theaterpreise an schauspielende Schulen.[17]
Beratungsangebote
Von Juni 2024 bis Ende 2025 hat die VDFG mit der „Transformationsstelle Deutsch-Französische Zivilgesellschaft“ ihren Mitgliedsvereinen und weiteren Interessierten eine Ansprechperson für alle Fragen rund um die Zukunft der deutsch-französischen Zivilgesellschaft zur Seite gestellt. Ehrenamtliche der Mitgliedsvereine wurden durch Vernetzung, Informationsaustausch und Fortbildungen dabei unterstützt, ihre eigene Arbeit zukunftsfähig auszurichten.[18][19]