Valsartansäure

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Valsartansäure ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Biphenyl- und Tetrazol-Verbindungen. Es handelt sich um einen Mikroschadstoff[4] und Transformationsprodukt (TP) von Arzneimittelwirkstoffen aus der Gruppe der Sartane. Valsartansäure wurde als Abbauprodukt von Valsartan, Irbesartan, Candesartan und Olmesartan nachgewiesen.[2] Es entsteht bei der Belebtschlammbehandlung.[3] Durch Verfahren in Klärwerken wie Ozonierung in der 4. Reinigungsstufe lassen sich 50 bis 80 Prozent Valsartansäure entfernen.[4] Der gesundheitliche Orientierungswert (GOW) im Trinkwasser liegt bei 0,3 µg/L.[5]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel der Valsartansäure
Allgemeines
Name Valsartansäure
Andere Namen
  • 4-[2-(1H-Tetrazol-5-yl)phenyl]benzoe­säure (IUPAC)
  • 2′-(2H-Tetrazol-5-yl)-(1,1′-biphenyl)-4-carbonsäure
Summenformel C14H10N4O2
Kurzbeschreibung

weißer bis cremefarbener (off-white) Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 164265-78-5
PubChem 19388302
Wikidata Q63395303
Eigenschaften
Molare Masse 266,08 g·mol−1
Aggregatzustand

Fest[1]

Löslichkeit

Wasser: 127 mg/l[2], DMSO: leicht löslich, Methanol: leicht löslich[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319412
P: 264273280337+313501[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Einzelnachweise

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