Vanessa Herzog

österreichische Eisschnellläuferin From Wikipedia, the free encyclopedia

Vanessa Herzog (* 4. Juli 1995 in Innsbruck als Vanessa Bittner) ist eine österreichische Eisschnellläuferin und Inline-Speedskaterin, die viermal bei den Olympischen Winterspielen startete (2014, 2018, 2022, 2026).

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Vanessa Herzog
Vanessa Herzog (2019)
Vanessa Herzog bei der Sporthilfe-Gala 2019
Nation Osterreich Österreich
Geburtstag 4. Juli 1995 (30 Jahre)
Geburtsort Innsbruck, Österreich
Größe 175[1] cm
Gewicht 68 kg
Beruf Heeressportlerin
Karriere
Verein ESC Otrouza
Status aktiv
Medaillenspiegel
Einzelstrecken WM-Medaillen 1 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Mehrkampf WM-Medaillen 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
EM-Medaillen 2 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 3 × Bronzemedaille
JWM-Medaillen 5 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Einzelstreckenweltmeisterschaften
Gold 2019 Inzell 500 m
Silber 2019 Inzell 1000 m
Silber 2023 Heerenveen 500 m
 Mehrkampfweltmeisterschaften
Bronze 2022 Hamar Sprint
 Mehrkampfeuropameisterschaften
Gold 2019 Klobenstein Sprint
Bronze 2023 Hamar Sprint
 Einzelstreckeneuropameisterschaften
Gold 2018 Kolomna 500 m
Silber 2018 Kolomna 1000 m
Bronze 2018 Kolomna Massenstart
Silber 2020 Heerenveen 500 m
Bronze 2024 Heerenveen 500 m
Bronze 2024 Heerenveen 1000 m
Platzierungen im Eisschnelllauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 9. Februar 2013
 Weltcupsiege 7
 Grand-WC 6. (2017/18)
 Gesamt-WC 500 1. (2017/18, 2018/19)
 Gesamt-WC 1000 4. (2015/16, 2018/19)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 500 Meter 6 14 7
 1000 Meter 2 0 3
letzte Änderung: 3. März 2023
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Weitere Informationen Karriere, Medaillenspiegel ...
Vanessa Bittner bei den 27. Geraer Rollsporttagen, 2017
Karriere
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
EM-Medaillen 8 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Logo FIRS Bahn-WM
Gold 2018 Heerde 500 m
Bronze 2018 Heerde 1000 m
Logo CERS Bahn-EM
Gold 2015 Wörgl 300 m
Gold 2015 Wörgl 500 m
Gold 2015 Wörgl 1000 m
Gold 2017 Lagos 500 m
Silber 2017 Lagos 1000 m
Bronze 2017 Lagos 300 m
Logo CERS Straßen-EM
Gold 2015 Innsbruck 200 m
Gold 2015 Innsbruck 500 m
Silber 2016 Heerde 100 m
Gold 2017 Lagos 100 m
Gold 2017 Lagos 1 Runde
letzte Änderung: 27. Oktober 2017
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Werdegang

Eisschnelllauf

Herzog hält alle österreichischen Landesrekorde im Eisschnelllauf bei den Junioren. Im Jahr 2011 debütierte sie bei den Junioren-Weltmeisterschaften, wo sie 17. wurde. Ein Jahr später erreichte sie mit dem neunten Platz die Top Ten. In der Saison 2012/2013 gewann sie die Gesamtwertung im Junioren-Weltcup sowohl über 500 Meter wie auch über 1000 Meter sowie im Massenstart. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2013 in Klobenstein wurde sie über 1000 m Junioren-Weltmeisterin und über 500 m Zweite.

Am 12. Jänner 2013 gab sie ihr Debüt bei den Europameisterschaften im Thialf. Sie verbesserte im November 2013 in Salt Lake City die über zehn Jahre alten, von Emese Hunyady gehaltenen, österreichische Rekorde über die Distanzen 500 und 1000 Meter. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi nahm sie für Österreich an den Eisschnelllaufbewerben teil, wo sie über 500 Meter den 27. und über 1000 Meter den 24. Platz belegte.[2] Nach Platz drei über 500 Meter in Stavanger zu Beginn der Saison 2017/18, holte sie in Erfurt über 500 m und 1000 m ihre ersten Weltcupsiege. Zudem errang sie dort den zweiten Platz über 500 Meter. Im Jänner 2018 gewann sie bei den Eisschnelllauf-Europameisterschaften in Kolomna die Bronzemedaille im Massenstart, die Silbermedaille über 1000 Meter und die Goldmedaille über 500 Meter. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang wurde sie Fünfte über 1000 Meter und Vierte über 500 Meter. Beim Weltcupfinale in Minsk lief sie zweimal auf den zweiten Platz über 500 Meter und gewann abschließend den Gesamtweltcup über 500 Meter. Zudem belegte sie den sechsten Platz im Gesamtweltcup. In der Saison 2018/19 holte sie drei Weltcupsiege über 500 Meter und einen über 1000 Meter. Zudem wurde sie über 500 Meter siebenmal Zweite und jeweils einmal über 500 Meter und 1000 Meter Dritte. Sie gewann damit wie im Vorjahr den Gesamtweltcup über 500 Meter und errang im Gesamtweltcup über 1000 Meter den vierten Platz.

Im Jänner 2019 holte sie bei den Mehrkampfeuropameisterschaften in Klobenstein die Goldmedaille. Bei den Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften 2019 in Inzell wurde sie am 8. Februar 2019 mit neuer persönlicher Bestzeit und neuem Bahnrekord Weltmeisterin über 500 Meter und tags darauf Vizeweltmeisterin über 1000 Meter.[3][4] Ende Februar 2019 lief sie bei der Sprintweltmeisterschaft in Heerenveen auf den vierten Platz. In der folgenden Saison erreichte sie mit drei dritten Plätzen und je einen zweiten und ersten Platz, den fünften Platz im Gesamtweltcup über 500 Meter. Bei den Eisschnelllauf-Europameisterschaften 2020 in Heerenveen gewann sie Silber über 500 Meter und belegte bei der Sprintweltmeisterschaft 2020 in Hamar den zwölften Platz.

Bei österreichischen Meisterschaften siegte sie viermal über 1500 Meter (2012, 2013, 2015, 2016), dreimal im Sprint-Mehrkampf (2013, 2015, 2019), zweimal über 3000 Meter (2015, 2016) und jeweils einmal über 1000 Meter (2018) und 500 Meter (2020).

Im Februar 2020 wurde sie bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften in Salt Lake City Elfte über 1000 Meter und Vierte über 500 Meter. Nach Platz sechs im Sprint-Mehrkampf bei den Eisschnelllauf-Europameisterschaften 2021 zu Beginn der Saison 2020/21, errang sie mit zwei fünften Plätzen und einen dritten Platz, den vierten Platz im Gesamtweltcup über 500 Meter. Beim Saisonhöhepunkt, den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2021 in Heerenveen, lief sie auf den elften Platz über 1000 Meter und auf den fünften Rang über 500 Meter. Im Jahr 2022 erreichte sie bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking über 500 Meter den vierten und über 1000 Meter den achten Rang und gewann kurz darauf bei den Sprintweltmeisterschaften 2022 in Hamar die Bronze-Medaille.[5][6] Bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2023 in Heerenveen, errang sie über 500 Meter den zweiten Platz.[7]

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 belegte die 30-Jährige am 9. Februar über 1000 Meter in Mailand den 24. Rang – wegen massiver Rückenschmerzen startete sie aber in keinem weiteren Lauf[8] und trat mit ihrem Mann und Manager die Rückreise an.

Inlineskaten

Im Inlineskaten siegte sie 2012 bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften Straße in Innsbruck über 200, 500 und 10.000 Meter[9] sowie 2013 über 200 und 500 Meter.[10] Auf der Bahn wurde sie 2013 Staatsmeisterin über 300 und 1000 Meter.[11] Bei den Inline-Speedskating-Weltmeisterschaften 2018, ihrer ersten Teilnahme an Speedskating-Weltmeisterschaften, gewann sie Bronze über 1000 und Gold über 500 Meter.[12]

Privates

Vanessa Bittner heiratete am 16. September 2016 ihren Manager Thomas Herzog standesamtlich in Innsbruck und nahm seinen Namen an.[13] Sie lebt mit ihm in Kärnten.

Im Mai 2024 wurde Herzog beim Zusammenstoß mit ihrem Fahrrad und einem Auto verletzt.[14] Herzog ist aktive Sportlerin der Heeressportzentrums des Österreichischen Bundesheers und trägt den Dienstgrad Korporal.[15]

Persönliche Bestzeiten im Eisschnelllauf

  • 500 m 36,83 s (aufgestellt am 9. März 2019 in Salt Lake City, USA)
  • 1000 m 1:13,43 min (aufgestellt am 10. Dezember 2017 in Salt Lake City, USA)
  • 1500 m 1:54,92 min (aufgestellt am 9. Dezember 2022 in Calgary, CDN)
  • 3000 m 4:21,39 min (aufgestellt am 16. Jänner 2016 in Inzell, D)
  • 5000 m 8:12,34 min (aufgestellt am 23. Dezember 2012 in Innsbruck, A)

Erfolge

Olympische Spiele

Einzelstrecken-Weltmeisterschaften

Sprint-Weltmeisterschaften

Europameisterschaften

  • 2017 Heerenveen: 8. Platz Sprint-Mehrkampf
  • 2018 Kolomna: 1. Platz 500 m, 2. Platz 1000 m, 3. Platz Massenstart
  • 2019 Klobenstein: 1. Platz Sprint-Mehrkampf
  • 2020 Heerenveen: 2. Platz 500 m, 7. Platz 1000 m
  • 2021 Heerenveen: 6. Platz Sprint-Mehrkampf
  • 2023 Hamar: 3. Platz Sprint-Mehrkampf
  • 2024 Heerenveen: 3. Platz 500 m, 3. Platz 1000 m

Weltcupsiege im Eisschnelllauf

Weitere Informationen Nr., Datum ...
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 20. Jänner 2018 Deutschland Erfurt 500 m
2. 21. Jänner 2018 Deutschland Erfurt 1000 m
3. 18. November 2018 Japan Obihiro 1000 m
4. 7. Dezember 2018 Polen Tomaszów Mazowiecki 500 m
5. 8. Dezember 2018 Polen Tomaszów Mazowiecki 500 m
6. 3. Februar 2019 Norwegen Hamar 500 m
7. 7. März 2020 Niederlande Heerenveen 500 m
8. 17. Februar 2023 Polen Tomaszów Mazowiecki 500 m
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Auszeichnungen

Commons: Vanessa Herzog – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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