Vellern

Ortsteil von Beckum, Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen From Wikipedia, the free encyclopedia

Vellern ist ein Stadtteil von Beckum im Kreis Warendorf. Bis 1969 war Vellern eine eigenständige Gemeinde im damaligen Kreis Beckum.

Die Gemeinde Vellern auf einer Karte aus dem 19. Jahrhundert
Schnelle Fakten Stadt Beckum ...
Vellern
Stadt Beckum
Koordinaten: 51° 47′ N,  4′ O
Höhe: 127 m ü. NN
Fläche: 15,68 km²
Einwohner: 1200 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 59269
Vorwahl: 02521
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Geografie

Vellern liegt nordöstlich der Beckumer Kernstadt im südöstlichen Münsterland. Die ehemalige Gemeinde Vellern umfasste eine Fläche von 15,68 km².[2] Vellern wird, begonnen in nördlicher Richtung im Uhrzeigersinn, von Ennigerloh, Oelde, der Bauerschaft Keitlinghausen, Sünninghausen, der Bauerschaft Holter, Beckum, Roland und Neubeckum umgeben. Landschaftsräumlich sind der Ort und seine Umgebung mit einer Vielzahl von landwirtschaftlich genutzten Flächen, Wallhecken, kleineren Wäldern und in der Fläche verstreuten, einzelnen Gehöften der Münsterländer Parklandschaft zuzuordnen.

In Vellern haben insgesamt acht Bäche ihren Ursprung, die allesamt in die Ems münden.[3][4] Besonders prägend für den Ort ist der Stichelbach. Er entspringt westlich des Dorfes, durchfließt den Ortskern und unterquert im Nordosten Vellerns die Bundesautobahn 2, um nördlich davon auf den Hohendieksbach zu treffen, der in Richtung Oelde fließt und kurz vor der Grenze zu Oelde in den Mühlenbach mündet, der in den Axtbach mündet. Der südwestlich des Dorfes entspringende Mellenbach stellt ebenfalls einen Zufluss des Stichelbaches dar. Auf den Axtbach treffen ferner Lauhoffs Bach, der sich vom Südosten durch die Bauernschafte Höckelmer windet, sowie der östlich des Dorfes entspringende Vellerner Bach, der die Bauerschaft Hesseler in nördliche Richtung durchfließt. Im äußersten Süden Vellerns entspringt am Rande des Kalksteinbruchs Kollenbusch der Kollenbach, der weiter in Richtung Beckum fließt und dort als Hauptoberlauf gemeinsam mit Siechenbach und Lippbach die Werse bildet. Im Nordwesten liegt die Quelle des Hellbachs, der weiter nach Neubeckum führt. Im äußersten Osten, noch nordöstlich des Vellerner Brooks, entspringt die Küttelbecke, die anschließend in östlicher Richtung nach Oelde fließt.

Nennenswerte Erhebungen sind der Schroenberg (143,6 m) im Südosten und der Flimmerberg (161 m) noch weiter südlich. Unweit von Vellern liegt mit dem Mackenberg (174,4 m) die höchste Erhebung der Beckumer Berge.

Geschichte

Vellern war seit 1193 Kirchdorf.[5] Seit dem 19. Jahrhundert bildete Vellern zusammen mit den Bauerschaften Hesseler und Höckelmer eine Gemeinde im Amt Beckum des Kreises Beckum.[5] Durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Soest und von Teilen des Landkreises Beckum wurde die Gemeinde Vellern zum 1. Juli 1969 in die Stadt Beckum eingemeindet.

Bildung

Der Ort beherbergt im Dorfkern die Kardinal-von-Galen-Grundschule, die seit 1965 besteht und nach langjähriger Eigenständigkeit seit 2018 ein Teilstandort der Beckumer Sonnenschule ist.[6] Eine Besonderheit stellt der jahrgangsübergreifende Unterricht dar, der seit 1981 umgesetzt wird.[7] Nahe der Schule gelegen ist die Kindertagesstätte St. Pankratius, welche 1973 als Kindergarten gegründet wurde.[8] Die Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren werden dort in zwei Gruppen betreut.[9]

Spannbetonbrücke an der Raststätte Vellern

Verkehrsbauten

Die Gemarkung Vellern wird von der Bundesautobahn 2 durchquert. Bei deren Bau wurde in den 1930er Jahren in Vellern für die Überführung Weg Hesseler die erste Spannbetonbrücke über eine Autobahn in Deutschland errichtet. Sie wurde 2012 abgebaut und an der Autobahnraststätte Vellern als Denkmal aufgestellt.[10]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1832635[11]
1858708[12]
1871712[13]
1885777[14]
1895811[15]
1910823[16]
1925900[17]
1939877[17]
19461309[18]
19501285[2]
19691178[2]
20171200[1]
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Persönlichkeiten

Siehe auch

Trivia

Vellern wird im volkstümlichen Sprachgebrauch personifizierend gelegentlich als „Beckums schöne Tochter“ bezeichnet.[20][21][22][23]

Einzelnachweise

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