Vena cephalica
äußere Armvene
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Geschichte
Der Begriff cephalica bezieht sich auf griechisch Cephalon, griechisch für Kopf. Es handelt sich hier jedoch um eine volksetymologische Fehlübertragung des dem griechischen κεφαλσμ lautlich ähnelnden arabischen Begriffes al-kífal,[3] deutsch „außen“, bei der Übersetzung von Avicennas Kanon der Medizin.[4][5] Von dem früher auch als Hauptader bezeichneten Gefäß (Vena cephalica bzw. deren Wurzel zwischen Daumen und Zeigefinger) nahm man an, es zweige von der Vena jugularis externa, der äußeren Drosselvene im Halsbereich, ab, und würde (gemäß Galenos) das Blut zum Kopf (Haupt) bringen. Bei Erkrankungen des Kopfes führte man einen Aderlass an der „Hauptader“ durch, um den Blutstrom vom Kopf abzuleiten.[6]
Verlauf

Das Gefäß beginnt an der Dorsalseite (Handrücken) des Daumens und zieht an der radialen Unterarmseite entlang (V. cephalica antebrachii) zur (lateralen) Außenseite der Ellenbeuge. Sie verläuft dann in der äußeren Bizepsfurche (also an der Außenseite des Oberarmes zwischen den im Ellenbogengelenk beugenden und streckenden Muskeln) zum Körper hin. An der medialen bzw. ulnaren Seite verläuft hingegen die etwas stärkere Vena basilica.[7]
Die Vena cephalica zieht im Sulcus deltoideopectoralis bzw. der Fossa supraclavicularis (am unteren Rand des Delta-Muskels) in eine das Trigonum deltoideopectorale bildende Vertiefung bzw. Muskellücke zwischen Schlüsselbein, Delta-Muskel und großem Brustmuskel (Mohrenheim-Grube).[8] Dort biegt sie fast rechtwinklig ab, tritt durch die Faszie in die Tiefe und mündet in die Vena axillaris (Achselvene), welche in die Vena subclavia (Schlüsselbeinvene) übergeht. Bei schlanken Menschen ist die Vene im Verlauf meist sehr gut zu erkennen.
Bedeutung
Da das Gefäß recht groß ist, eignet es sich zur Blutentnahme ebenso wie zum Einbringen eines peripheren Venenkatheters. Schließlich kann es zur Anlage eines Shunts genutzt werden.
Zur Anlage eines zentralen Venenkatheters ist sie nur bedingt geeignet, da sie aufgrund des scharfen Abbiegens kurz vor der Mündung das Vorschieben des Katheters bei der Anlage deutlich erschwert.
Um das Hervortreten der Venen sowohl vor der Punktion des Gefäßes als auch z. B. im Bodybuilding zu verstärken, werden die Armmuskeln angespannt. Dadurch werden die tiefer liegenden Venen komprimiert und es fließt mehr Blut durch die oberflächlichen Venen. Ferner kann ein Band zum Stauen der Vene angelegt werden.