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Veranstaltungsforum Fürstenfeld

Veranstaltungsstätte in Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Mit bis zu 300.000 Besuchern jährlich zählt das Veranstaltungsforum Fürstenfeld zu den führenden Kultur- und Tagungszentren Bayerns. Das Veranstaltungszentrum umfasst drei multifunktionale Säle, eine zweigeschossige Tenne, einen Seminarbereich sowie verschiedene Außenflächen.

Der Komplex des ehemaligen Klosters Fürstenfeld und des heutigen Veranstaltungsforums

Geschichte

Bereits in den 1960er-Jahren wurde in Fürstenfeldbruck über das unzureichende Raumangebot für kulturelle Veranstaltungen diskutiert. Ab 1974 begannen konkrete Gespräche über den Neubau einer Mehrzweckhalle. Im März 1979 kaufte die Stadt Fürstenfeldbruck die Ökonomiegebäude der ehemaligen Zisterzienserabtei Kloster Fürstenfeld samt 22 Hektar Grund vom Wittelsbacher Ausgleichsfonds für damals ca. sieben Millionen Deutsche Mark. Es sollte aber noch über 20 Jahre dauern, bis sich die Vision eines modernen Kultur- und Freizeitzentrums samt Stadtsaal auf historischem Boden erfüllte. Im Oktober 1985 lag nach mehreren Versuchen ein schlüssiges Konzept vor – die Kosten mit rund 57 Millionen DM warfen jedoch neue Probleme auf. Es folgte eine Einigung auf eine Abschnittslösung im Jahr 1986, Verweigerung der Finanzierungszustimmung 1988, Änderung des Konzepts und erneute Baufreigabe 1989. Nach der Kommunalwahl 1990 erneuter Baustopp. 1992 wurde das Projekt „endgültig“ gestoppt, die Verträge mit Architekten und Ingenieuren gekündigt.

In der Nacht vom 28. auf den 29. November 1993 wurde das Obergeschoss von Haus 12 ein Opfer der Flammen. Durch das Geld der Brandversicherung und unerwartete staatliche Fördermittel wurde ein neues Gesamtkonzept in Auftrag gegeben. Im März 1994 wurde das neue Nutzungskonzept genehmigt. 1995 und 1996 wurden die Pläne konkretisiert und eine Eingabeplanung erstellt.

Angetrieben durch den damaligen 1. Bürgermeister der Stadt Fürstenfeldbruck Josef „Sepp“ Kellerer wurde am 22. April 1997 ein 40-Millionen-DM-Projekt mit 31 zu 8 Stimmen vom Stadtrat auf den Weg gebracht. Der erste Spatenstich erfolgte fast 25 Jahre nach den ersten Gesprächen am 13. November 1998. Die offizielle Eröffnung war am 5. Oktober 2001. Ehrengäste und Redner waren neben dem Fürstenfeldbrucker Bürgermeister der damalige Bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber sowie Landrat Thomas Karmasin. Seit Betriebsbeginn bis heute obliegt die Leitung des als kommunaler Eigenbetrieb Hauses, dem berufsmäßigen Stadtrat Norbert Leinweber.[1]

Architektur

Weitere Informationen Information, Daten ...
InformationDaten
BaubeginnSeptember 1998
Einweihung5. Oktober 2001
Nutzfläche4.274 m²
Grundstücksgröße32.437 m²
Gesamtkostenca. 25 Mio. Euro
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Das Veranstaltungsforum Fürstenfeld wurde von den Architekten Christian Vogel & Reinhold Brunninger aus München/Ingolstadt entworfen und realisiert.

Räumlichkeiten

Für Veranstaltungen stehen im Veranstaltungsforum Fürstenfeld Räumlichkeiten in unterschiedlicher Größe und Ausstattung zur Verfügung:

  • Der Stadtsaal umfasst inklusive Bühne 780 m² und kann bei Bedarf um die Fläche des Neuen Foyers (140 m²) ergänzt werden.
  • Der Kleine Saal mit 240 m² (zuzüglich 32 m² Bühne) mit offengelegtem Dachgebälk im 1. Obergeschoss
  • Der Säulensaal mit 196 m² (zzgl. 40 m² Bühne)
  • Die zweigeschossige Tenne ist eine gut 100 Meter lange ehemalige Scheune ca. 600 m² Nutzfläche im Erdgeschoss sowie 36 Abteilen im Obergeschoss zu je 20 m²
  • Der Seminarbereich besteht aus fünf Räumen (17 bis 125 m²), davon drei mit zusätzlicher Galeriefläche.

Das Alte Foyer entstand im 300 m² großen ehemaligen Pferdestall und dient als Empfang.

Commons: Veranstaltungsforum Fürstenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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