Veratridin

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Veratridin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Steroidalkaloide und der Hauptbestandteil des „Veratrin“ genannten Alkaloidgemisches (Veratrumalkaloid). Veratridin wirkt als Nervengift, indem es die Selbstinaktivierung der Natriumkanäle nach einer Depolarisation hemmt.[6][7]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Veratridin
Allgemeines
Name Veratridin
Andere Namen
  • 3-Veratroylveracevin
  • Veracevinveratrat
  • 4β,12,14,16β,17,20-Hexahydroxy-4α,9-epoxycevan-3β-yl-3,4-dimethoxybenzoat
Summenformel C36H51NO11
Kurzbeschreibung

gelbes, amorphes Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 71-62-5
EG-Nummer 200-758-4
ECHA-InfoCard 100.000.690
PubChem 6280
ChemSpider 5290571
Wikidata Q721202
Eigenschaften
Molare Masse 673,79 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

167–184 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300310315319330335361373412
P: 260264273280284301+310[3]
Toxikologische Daten

1,35 mg·kg−1 (LD50, Maus, i.p.)[4][5]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Weißer Germer (Veratrum album)

Das Alkaloid wird aus dem Samen von Schoenocaulon officinale oder aus den Rhizomen von Veratrum album gewonnen.

Verwendung

Veratridin wird als natürliches Insektizid gegen Thripse bei Zitrusfrüchten und Avocado eingesetzt.[2] In der Europäischen Union und in der Schweiz ist es nicht als Pflanzenschutzwirkstoff zugelassen.[8]

Einzelnachweise

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