Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues

Verbandsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues ist eine Gebietskörperschaft im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören die Stadt Bernkastel-Kues sowie 22 weitere Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in der namensgebenden Stadt Bernkastel-Kues.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 55′ N,  4′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Fläche: 249 km²
Einwohner: 27.404 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Verbandsschlüssel: 07 2 31 5001
Verbandsgliederung: 23 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Gestade 18
54470 Bernkastel-Kues
Website: www.bernkastel-kues.de
Bürgermeister: Leo Wächter (CDU)
Lage der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues im Landkreis Bernkastel-Wittlich
KarteEifelkreis Bitburg-PrümLandkreis BirkenfeldLandkreis Cochem-ZellLandkreis VulkaneifelTrierLandkreis Trier-SaarburgRhein-Hunsrück-KreisBernkastel-KuesBraunebergBurgen (bei Bernkastel-Kues)ErdenGornhausenGraach an der MoselHochscheidKestenKleinichKommenLieser (Gemeinde)LösnichLongkampMaring-NoviandMinheimMonzelfeldMülheim an der MoselNeumagen-DhronPiesportÜrzigVeldenzWintrichZeltingen-RachtigBausendorfBengel (Mosel)Diefenbach (bei Wittlich)FlußbachHontheimKinderbeuernKinheimKrövReilWillwerscheidBettenfeldDierfeldEckfeldEisenschmittGipperathGreimerath (Eifel)GroßlittgenHasborn (Eifel)Karl (Eifel)LaufeldManderscheidMeerfeldMusweilerNiederöfflingenNiederscheidweilerOberöfflingenOberscheidweilerPantenburgSchladtSchwarzenborn (Eifel)WallscheidBerglichtBreitBüdlichBurtscheid (Hunsrück)DeuselbachDhroneckenEtgertGielertGräfendhronHeidenburgHilscheidHorathImmertLückenburgMalbornMerschbachNeunkirchen (Hunsrück)RorodtSchönberg (bei Thalfang)TallingThalfangBurg (Mosel)EnkirchIrmenachLötzbeurenStarkenburg (Mosel)Traben-TrarbachAltrichArenrathBergweilerBinsfeld (Eifel)Bruch (Eifel)DierscheidDodenburgDreisEsch (bei Wittlich)Gladbach (Eifel)HeckenmünsterHeidweilerHetzerath (Eifel)HupperathKlausen (Eifel)LandscheidMinderlittgenNiersbachOsann-MonzelPlatten (bei Wittlich)PleinRivenichSalmtalSehlem (Eifel)MorbachWittlich
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Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Verbandsangehörige Gemeinden

Weitere Informationen Ortsgemeinde, Stadt, Fläche (km²) ...
Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Einwohner
Bernkastel-Kues, Stadt 23,71 6.727
Brauneberg 12,22 1.142
Burgen 7,78 582
Erden 3,69 435
Gornhausen 5,30 197
Graach an der Mosel 8,64 625
Hochscheid 15,39 254
Kesten 3,80 332
Kleinich 20,31 681
Kommen 2,82 282
Lieser 5,42 1.231
Longkamp 11,50 1.118
Lösnich 2,53 498
Maring-Noviand 12,23 1.393
Minheim 5,39 472
Monzelfeld 12,50 1.296
Mülheim an der Mosel 4,92 934
Neumagen-Dhron 16,28 2.306
Piesport 19,60 2.000
Ürzig 6,04 899
Veldenz 14,41 947
Wintrich 17,59 928
Zeltingen-Rachtig 16,94 2.125
Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues 249,01 27.404
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(Einwohner am 31. Dezember 2024)[1]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues: Einwohnerzahlen von 1815 bis 2023
Jahr  Einwohner
1815
 
18.728
1835
 
24.801
1871
 
25.566
1905
 
29.630
1939
 
30.314
1950
 
32.546
1961
 
31.691
1970
 
30.845
1987
 
28.015
1997
 
28.618
2005
 
27.935
2023
 
28.162

Kommunal- und Verwaltungsreform

Aufgrund der Auflösung der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron wurden die Ortsgemeinden Minheim, Neumagen-Dhron und Piesport zum 1. Januar 2012 in die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues eingegliedert.[3]

Politik

Verbandsgemeinderat

Der Verbandsgemeinderat Bernkastel-Kues besteht aus 36 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem. Wegen der im Zusammenhang mit der Auflösung der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron erfolgten Gebietsvergrößerung wurde der Rat am 11. März 2012 außerhalb der regulären Kommunalwahlen für eine verkürzte Wahlperiode neu gewählt.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:

Weitere Informationen Wahl, SPD ...
WahlSPDCDUGrüneFDPÖDPFBLVBBGesamt
2024515341836 Sitze[4]
2019714541536 Sitze[5]
2014817331436 Sitze
2012618332436 Sitze
2009717353136 Sitze
2004719332236 Sitze
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  • FBL = Freie Bürgerliste Mittelmosel-Hunsrück e. V.
  • VBB = Vereinigung Bürger für Bürger e. V.

Bürgermeister

  • 1971 bis 1985: Wilhelm Kreutzberg
  • 1985 bis 1987: Rudolf Gessinger
  • 1987 bis 1992: Peter J. Knüpper (CDU)
  • 1992 bis 1999: Rainer Grün (CDU)
  • 2000 bis 2020: Ulf Hangert (CDU)
  • Seit 2020: Leo Wächter (CDU)

Partnergemeinden

Die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues ist seit 1993 mit der polnischen Stadt Otmuchów verpartnert.[6]

Nach der deutschen Wiedervereinigung unterstützte die Verwaltung der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues in den Jahren 1991/1992 die Gründung der Verwaltungsgemeinschaft Bad Tennstedt in Thüringen personell.[7] Am 2. Oktober 1992 wurde im Rathaus von Bad Tennstedt die Partnerschaft zwischen den beiden Gebietskörperschaften besiegelt.

Kultur

Mosel-Kino GmbH

1988 übernahm die Verbandsgemeinde auf Initiative des seinerzeitigen Bürgermeisters Peter Knüpper das Moselkino in der Stadt Bernkastel-Kues und ist seither Träger und Betreiber der Mosel-Kino GmbH.[8]

Moselfestwochen

Seit 1986 ist die Verbandsgemeinde Trägerin der Mosel Festwochen, heute: Mosel Musikfestival. Ziel war es von Beginn an, „die alte Kulturlandschaft der Mosel neu zum Klingen zu bringen“ (Bürgermeister Peter Knüpper). Heute ist das außergewöhnliche Festival, dessen Initiator und erster Intendant Hermann Lewen war, Teil des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Musiker von Weltruf (Peter Schreier, Barbara Hendricks, Frank-Peter Zimmermann, Thomas Quasthoff, Simone Kermes, Valer Barna-Sabadus, Mischa Maisky, Klaus Florian Vogt) gaben sich dort bereits vor Jahren ein Stelldichein. Schirmherr war u. a. der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl. „Bespielt“ werden Kirchen (z. B. die Konstantin-Basilika in Trier) und Klöster (z. B. Kloster Machern/Wehlen), Weinkeller und historische Plätze, wie das Cusanus-Stift in Bernkastel-Kues. Seit 2007 besteht das Festival in der Rechtsform einer GmbH; Gesellschafter sind 2025 die Landkreise Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz sowie die Verbandsgemeinde und die Stadt Bernkastel-Kues. Das Festival wird gefördert durch das Land Rheinland-Pfalz und zahlreiche Sponsoren.

Einzelnachweise

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