Verena Dubach
Schweizer Landschaftsarchitektin
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Verena Dubach (* 1927 in Münsingen BE, Schweiz; † 20. März 2002 in Kolding, Dänemark) war eine Schweizer Landschaftsarchitektin.
Leben
Jugend und Ausbildung
Verena Dubach wurde in eine Familie von Architekten geboren: Ihr Vater führte sein Architekturbüro namens Dubach und Gloor zusammen mit einem Berufskollegen in Münsingen (BE), und ihre beiden Brüder wurden ebenfalls Architekten, während es sie eher zur Landschaftsarchitektur hinzog. Dieser Beruf war in der Schweiz zum einen noch relativ unbekannt, zum anderen gab es dementsprechend wenig Ausbildungsmöglichkeiten. Sie durfte ihre Ausbildung von 1942 bis 1944 am damals einzig möglichen Standort dafür absolvieren, der Gärtnerinnenschule in Hünibach (École horticole de jeunes filles de Hünibach), einem Ortsteil von Hilterfingen am rechten Ufer des Thunersees im Berner Oberland. Anschliessend blieb ihr nur die Möglichkeit, sich autodidaktisch und begleitend zum Gärtnerinnen-Beruf zur Landschaftsplanerin weiterzubilden.
«Lagen früher alle zum Garten gehörenden Leistungen in der Hand eines Einzelnen, des Gärtners, so gab es bereits 1925 Spezialisten für Gemüse, Blumen oder Obst, für Baumschul-, Topfpflanzenkulturen oder Gartenunterhalt.»
Die nächste Station war dann Ende der 1940er Jahre Vallauris an der Côte d’Azur in Süd-Frankreich, dessen üppige Flora auf die Jugend der damaligen Zeit ihren eigenen Reiz ausübte. Anschliessend und im Kontrast dazu ging es in den Norden, um in Kolding (Dänemark) unter Aksel Olsen zu arbeiten – wo sie auch Exkursionen nach Schweden und Norwegen unternahm.
Schweizer Jahre

Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz und einer ersten Zeit unter Walter Leder in Zürich gründete sie dort 1953 ihr eigenes Planungsbüro. Mit diesem gewann sie (nach dem Start mit Projekten für Hausgärten) zahlreiche Wettbewerbe, so auch die Planung der Aussenanlagen der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA) 1958 in Wollishofen.[2] Insbesondere die dortige, nach ihr benannte Brunnenskulptur blieb im Gedächtnis, sie wurde 2020 renoviert. Ihr Büro schloss sie Mitte der 1960er Jahre, um wieder zu reisen und dann in Dänemark zu bleiben.
- Ansicht des Verena-Dubach-Brunnens vor der Sanierung
- Seitliche Ansicht nach der Sanierung
Man schreibt ihr einen unermüdlichen Willen zu, und so war sie unter anderem das erste weibliche Mitglied des Bundes Schweizer Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen (BSLA) – damals noch Bund Schweizer Gartengestalter (BSG) –, dem sie 1959 beitrat. In erster Ehe heiratete sie Silvio Steiner. Aus dieser Verbindung ging ihre Tochter Miriam hervor, um die sie sich dann als alleinerziehende Mutter kümmerte – wegen deren Behinderung keine einfache zusätzliche Last, die sich auch auf ihr bereits vorhandenes chronisches Asthma auswirkte. Die heilsame Wirkung der Meeresluft in Dänemark trug sicherlich zum Entscheid bei, die Schweiz zu verlassen.
Dänemark und Berufsaufgabe
Sie schloss dort an die alten Freundeskreise an und arbeitete zunächst in einem Architekturbüro für Umgebungsgestaltung, später als Leiterin der Gartenbau-Abteilung der Stadt Kolding. Mitte der 1970er Jahre gab sie ihren Beruf endgültig auf und widmete sich nun stärker der Bildhauerei und Malerei, aber auch Segelreisen, die sie mit ihrem zweiten Ehemann, Bent Andersen, unternahm. Sie starb am 20. März 2002.[3]
Werke
Ihre Werke sind umfangreich mit Fotos und Skizzen der Entwürfe sowie Fotografien der realisierten Anlagen dokumentiert im Archiv für Schweizer Landschaftsarchitektur (ASLA). Von ihr gestaltete Aussenanlagen befinden sich
- an den Kirchen in Faulensee und Meggen
- an den Friedhöfen Oberrieden und Kloten sowie
- am Schulhaus Wangen bei Olten
Literatur
- Ursula Schmocker-Willi: Begegnung mit Verena Steiner. In: Pflanzen und Garten. Nr. 12, 1959.
- Ursula Schmocker-Willi: Nachruf auf Verena Dubach. In Anthos. Band 41, Nr. 2, 2002, S. 57–58 (online auf E-Periodica).