Veronika Haring

slowenische Europaaktivistin, Ausstellungsgestalterin und Autorin From Wikipedia, the free encyclopedia

Veronika Haring (* 9. Januar 1948 in den Windischen Büheln, Jugoslawien; † 2. Januar 2026[1]) war eine Europaaktivistin, Ausstellungsgestalterin und Autorin. Sie war Angehörige der verbliebenen deutsch-untersteirischen Minderheit in Slowenien.

Veronika Haring (2012)

Leben und Wirken

Leben

Veronika Haring wurde als Tochter von Maximiljan Haring (1918–1995) und Elisabeth Haring (geb. Pukšič, 1923–2012) geboren. Sie hatte einen Bruder Srečko (Felix) Haring (1949–2018). Veronika Haring wohnte in Maribor (Marburg an der Drau), war unverheiratet und hatte zwei Töchter, Petra und Martina, sowie vier Enkelkinder.

Sie starb am 2. Januar 2026 nach langer Krankheit.

Ausbildung und Arbeit

Haring besuchte die Grund- und Hauptschule in St. Jakob in den Windischen Büheln und anschließend eine Berufsschule für Textilwarenverkäuferinnen.

Nach der Lehre als Textilwarenverkäuferin ging sie im Juni 1968 nach Graz, arbeitete als angestellte Verkäuferin bei Kinderwaren KOCH & SÖHNE bis Januar 1970, um die deutsche Sprache zu erlernen. Ab Februar 1970 arbeitete sie als Verkäuferin für Fachbücher und Zeitschriften, mit dem Schwerpunkt deutsche Literatur, in einer Buchhandlung in Marburg bei der Buchhandels-Kette „Mladinska knjiga“. Parallel dazu besuchte sie am Abend die Handelswissenschaftsschule und erlangte dort die mittlere Reife. Ab 1987 war sie als Geschäftsführerin einer Buchhandlung tätig. Seit 2002 war sie im Ruhestand.[2][3]

Europapolitisches Wirken

Veronika Haring war aktiv mit europapolitischen Vereinen in Österreich (z. B. dem Bund Europäischer Föderalisten) und den „Berglanddeutsche“ im Banat (Rumänien) sowie deutschen Minderheiten in Ungarn verbunden. In diesem Zusammenhang wird eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ausgeübt, um auch den deutschsprachigen Minderheiten eine Möglichkeit der Präsentation und Publikation zu geben.[2][4]

Kulturverein deutschsprachiger Frauen – Brücken

2000 gründete sie den deutschen Verein – Kulturverein deutschsprachiger Frauen – Brücken, deren Obfrau sie lange Zeit war. Der Verein veröffentlicht seither jedes Jahr ein deutsch-slowenisches Jahrbuch, welches von Veronika Haring herausgegeben und gestaltet wurde.[2] Hauptaufgabe des Vereins ist die Förderung der Koexistenz der slowenischen mit der deutschen Kultur, die in Marburg jahrhundertelang miteinander verflochten waren.[4][3][5]

Auszeichnungen (Auswahl)

Veröffentlichungen von Veronika Haring

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI