Vertrag von Managua

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Der Vertrag von Managua, auch als Zeledón-Wyke-Vertrag bekannt, war ein 1860 geschlossenes Abkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und Nicaragua. Darin erkannte Großbritannien die nicaraguanische Souveränität über die Miskitoküste (zu diesem Zeitpunkt ein unabhängiges Häuptlingstum unter britischem Einfluss) an, behielt sich jedoch auf Grundlage historischer Rechte, früherer Vertragsregelungen und historischer Umstände ein selbstverwaltetes Gebiet für die dortige Bevölkerung vor, das als Mosquito-Reservat bekannt wurde. In diesem Reservat herrschte weiterhin ein unabhängiger König der Miskito.[1][2][3]

Karte des Mosquito-Reservats auf Grundlage des Vertrags von Managua.

Die Streitfrage wurde dem österreichischen Kaiser Franz Joseph I. zur Schiedsentscheidung vorgelegt. Dessen am 2. Juli 1881 veröffentlichter Schiedsspruch bestätigte die Position der indigenen Bewohner und stellte fest, dass die Oberhoheit Nicaraguas durch das Selbstverwaltungsrecht des Reservats begrenzt sei.[4]

Am 19. April 1905 unterzeichneten beide Staaten den Harrison-Altamirano-Vertrag, durch den der Vertrag von Managua aufgehoben wurde. In diesem Vertrag erkannte das Vereinigte Königreich die vollständige nicaraguanische Souveränität über die Moskitoküste an, unter der Voraussetzung, dass die dortige Bevölkerung weiterhin Rechte an ihrem Land behalten sollte. Davor hatte Nicaragua den Vertrag gebrochen und das Gebiet militärisch besetzt.[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

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