ViVA

Kernstück der polizeilichen Informationssysteme in Nordrhein-Westfalen From Wikipedia, the free encyclopedia

ViVA, als Akronym für Verfahren zur integrierten Vorgangsbearbeitung und Auskunft, ist das Kernstück der polizeilichen Informationssysteme in Nordrhein-Westfalen. ViVA verbindet landesweit rund 26.000 Polizeirechner in über 450 Dienststellen und ist das zentrale Arbeitswerkzeug von rund 46.000 Polizeibeschäftigten in NRW.[1][2][3][4]

Es löste ab Februar 2017 schrittweise das frühere Polizeiliche Auskunftssystem POLAS NRW und ab 2018 das Vorgangsbearbeitungssystem IGVP (Integrationsverfahren Polizei) ab und vereint beide Funktionsbereiche unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche.

ViVA ist in den bundesweiten Datenverbund INPOL eingebunden. Jede Polizeibeschäftigte und jeder Polizeibeschäftigte darf ViVA nach erfolgter Schulung auf der Grundlage eines dezidierten Rollen- und Rechtekonzepts nutzen.[5] Über eine einheitliche Abfragemaske können Beamtinnen und Beamte gleichzeitig mehrere Datenbanken abfragen.[3] Das System ist technisch aus dem Berliner System POLIKS hervorgegangen.[6]

ViVA verfügt über direkte Schnittstellen zu folgenden Datenbanken und Registern:[7]

  • INPOL-Z – Informationssystem der Polizei (Bundesbestand, BKA)
  • SIS – Schengener Informationssystem
  • AZR – Ausländerzentralregister
  • KBA – Kraftfahrt-Bundesamt (Fahrzeug- und Halterdaten)
  • EMA – Einwohnermeldeämter
  • NWR – Nationales Waffenregister
  • BZR – Bundeszentralregister
  • BASISWeb – Justizverfahren zur Übertragung von Haftdaten

Einzelnachweise

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