Vika Kirchenbauer

Künstlerin, Autorin, Regisseurin, Drehbuchautorin, Film- und Musikproduzentin From Wikipedia, the free encyclopedia

Vika Kirchenbauer (* 1983) ist eine in Berlin lebende Künstlerin, Autorin, Regisseurin, Drehbuchautorin, Film- und Musikproduzentin, deren Arbeiten die sichtbaren und unsichtbaren Erscheinungsformen von Gewalt, die damit verbundenen Affekte und die Einbettung des Individuums in gesellschaftliche Machtstrukturen umkreisen.

Wirken

Seit 2022 hat Kirchenbauer eine Professur für Freie Kunst/Grundlehre mit dem Schwerpunkt Film/Video an der HBK (Hochschule für Bildende Künste) Braunschweig inne.[1][2] Ihre Videos und Installationen wurden in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt; z. B. 2021 im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf[3], 2021/22 im Kunstverein Kevin Space in Wien[4] sowie 2025 in der Shedhalle Zürich[5] und im Württembergischen Kunstverein Stuttgart.[6]

Auch weltweit erzielte Kirchenbauer mit ihren Arbeiten Aufmerksamkeit, z. B. mit Ausstellungen im Tainan Art Museum, Taiwan, in der Whitechapel Gallery, London, in der Kunsthalle Charlottenborg, Kopenhagen, beim New York Film Festival, beim Toronto International Film Festival[1] und wiederholt bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin.[7] Bei der 76. Berlinale im Jahr 2026 präsentierte sie dort die Weltpremiere ihres Kurzfilms This Suffocation Now, der einen kritischen Blick auf die aktuelle Situation in Deutschland wirft und gesellschaftliche Verwerfungen, etwa zur Situation der Palästinenser im Gaza-Krieg oder zu Queer- und Transrechten, mit eigenen Beobachtungen verwebt.[8] Der Film wurde für den Teddy Award als Bester Kurzfilm nominiert.[9]

Schriften

Monographien:

  • Eva Birkenstock, Fanny Hauser & Viktor Neumann (Hrsg.): Vika Kirchenbauer: Works, Scripts, Essays 2012-2022. 1. Auflage. Mousse Publishing, 2022, ISBN 978-88-6749-543-6 (englisch, 188 Seiten).
  • Vika Kirchenbauer: COMPASSION AND INCONVENIENCE. Mousse Publishing, 2025, ISBN 978-88-6749-685-3 (englisch, 128 Seiten).

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2015: Arbeitsstipendium des Landes Berlin[10]
  • 2016: Preis für den besten deutschen Beitrag zum 62. Internationalen Kurzfilmfestival Oberhausen für SHE WHOSE BLOOD IS CLOTTING IN MY UNDERWEAR[11]
  • 2018: Villa Aurora Los Angeles Stipendium[2]
  • 2020: European Media Art Festival (EMAF) 33 Award, EMAF Media Art Preis und Deutscher Kurzfilmpreis 2020 in der Kategorie „Experimentalfilm bis 30 Minuten Laufzeit“ für UNTITLED SEQUENCE OF GAPS[12][13]
  • 2020: Kunstfonds Stipendium[14]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI