Villa Gisela (Weimar)
Bauwerk in Weimar
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Die als Villa Gisela bezeichnete Pension hat die Adresse Wilhelm-Külz-Straße 35 in der Westvorstadt von Weimar.
Geschichte

Die Wilhelm-Külz-Straße trug von 1903[1] bis zu ihrer Umbenennung im Jahr 1948 den Namen Südstraße.[2] Das um die Breite des Vorgartens zurückgesetzte dreigeschossige Gebäude weist die Merkmale der Reformarchitektur auf. Genaue Angaben zur Bauzeit lassen sich nicht beibringen. Der Eingang ist seitlich angeordnet. Auf der anderen Seite befindet sich eine Garage. Bemerkenswert ist die zweigeschossige Veranda mit Loggien und Austritt im dritten Geschoss. Die dreiachsige Dachgaube akzentuiert das Gebäude straßenseitig zusätzlich. In diesem Hause wohnte Selma von Lengefeld.[3] Das Gebäude existierte laut Weimarer Adreßbuch von 1916 bereits als Anschrift von Selma von Lengefeld.[4] Die Villa wurde 1914 vom Hoftischlermeister Schöllemann für Mathilde Wagner erbaut. Sie approbierte 1901 und war somit die erste zugelassene deutsche Ärztin nach der nur wenige Tage vorher approbierten Ida Democh-Maurmeier.[5] Diese ist hier ebenfalls im Weimarer Adreßbuch von 1916 eingetragen.
Das Gebäude selbst ist nicht explizit auf der Denkmalliste aufgeführt. Es ist jedoch Teil des Denkmalensembles Südwestliche Stadterweiterung.[6]