Vilsa-Brunnen

Mineralbrunnen-Betrieb mit Sitz in Bruchhausen-Vilsen (Niedersachsen) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Vilsa-Brunnen Otto Rodekohr GmbH, (Eigenschreibweise: VILSA) ist ein Mineralbrunnen-Betrieb mit Sitz in Bruchhausen-Vilsen.

Schnelle Fakten Rodekohr Holding GmbH & Co. kG ...
Rodekohr Holding GmbH & Co. kG
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Rechtsform GmbH
Gründung 1911
Sitz Bruchhausen-Vilsen,
Niedersachsen Niedersachsen
Leitung Henning Rodekohr
Mitarbeiterzahl 554 (2022)[1]
Umsatz 144,7 Mio. Euro (2022)[1]
Branche Getränkeindustrie
Website www.vilsa.de
Stand: 31. Dezember 2022
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Geschichte

Das in der vierten Generation von der Familie Rodekohr geführte Unternehmen ist die Keimzelle der Rodekohr Holding GmbH & Co. KG, zu der weitere Mineralwasserabfüller gehören. Die Vilsa-Quelle wurde 1909 in Bruchhausen-Vilsen entdeckt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte im Jahr 1912.[2]

Im Jahr 1933 wurde der Betrieb bedingt durch die Weltwirtschaftskrise eingestellt.[3] Anschließend tritt Otto Rodekohr im Mai 1937 der NSDAP (Mitgliedsnummer: 5187423)[4] bei und nimmt im Dezember 1937 als neuer Geschäftsführer die Produktion wieder auf. Als er einberufen wird, übernimmt seine Ehefrau Margarethe die Leitung.

Das Unternehmen tritt als Sponsor für den Fußballverein SV Werder Bremen sowie den Hamburger SV[5] auf und belieferte 2010 mit Borussia Dortmund einen weiteren Bundesligisten.[6]

Im Oktober 2022 nahm das Unternehmen ein Hochregallager mit Stellplätzen für bis zu 46.500 Paletten in Betrieb. Das Lager soll die bislang größte Einzelinvestition der Firma gewesen sein.[7][8]

Produkte

Das Produktportfolio der Marke Vilsa umfasst Mineralwasserprodukte sowie zahlreiche Erfrischungsgetränke. Das natürliche Mineralwasser ist mit unterschiedlichem Kohlensäuregehalt in den Sorten classic, medium, leichtperlig und naturelle erhältlich sowie als natürlich aromatisiertes Mineralwasser. Zudem werden Fruchtschorlen, Wellness-Getränke, Vitamin-Fruchtsaft-Getränke und Limonaden vertrieben. Laut eigenen Angaben war Vilsa 2017 Marktführer im norddeutschen Raum und lieferte über eine halbe Milliarde Produkte pro Jahr aus, 80 % davon Mineralwasser.[9] In der Produktionsstätte werden etwa 500 Millionen Flaschen pro Jahr abgefüllt.[10]

In einem Vergleichstest von 30 Medium-Wassermarken der Stiftung Warentest schnitt Vilsa 2017 am zweitschlechtesten ab, da die Tester das in Plastikflaschen ausgelieferte Produkt aufgrund eines deutlichen Kunststoffgeschmacks abwerteten.[9] Bereits 2014 hatte Stiftung Warentest ähnliche Kritik geübt („Sensorisch mangelhaft ist diesmal nur Vilsa, es schmeckte stark nach Kunststoff“).[11] Im Juli 2019 erhielt die 0,75l PET-Mehrwegflasche Vilsa naturelle von Stiftung Warentest in der Rubrik „Der große Wasser-Check“ bei allen überprüfbaren Laborwerten die Ergebnisse „sehr gut“ (1,0) und „gut“ (1,6), die Gesamtnote wurde durch die Geschmacksnote abgewertet.[12] Ebenfalls im Juli 2019 hat die Öko-Test die Sorte Vilsa classic in der 1l PET-Mehrwegflasche in ihrem Mineralwasser-Test (Nr. 07/2019) mit der Note „sehr gut“ bewertet.[13]

Seit 2019 setzt Vilsa bei Einwegflaschen auf 100 % recyceltes PET (rPET oder auch PET-Rezyclat)[14] sowie Recycling-Etiketten.[15] Ebenfalls seit 2019 wird von Vilsa ein Produkt mit Bio-Mineralwasser-Siegel angeboten.[16] Dieses steht für strengere Grenzwerte als vom Gesetzgeber vorgegeben und eine umweltfreundliche Verarbeitung in dem gesamten Produktionsprozess.

Seit Mai 2025 werden die Sechserträger des Unternehmens anstatt von Schrumpffolie von Klebepunkten zusammengehalten, wodurch vor allem CO2-Emissionen verringert werden sollen.[17][18]

Vilsa-Gruppe / Rodekohr Holding

In der Rodekohr Holding GmbH & Co. KG sind neben Vilsa die Mineralwasserbrunnen Anna Zimmermann GmbH (Auenwald, Mineau, und Herzog-Wigbert-Quelle) und die Bad Pyrmonter Mineral- und Heilquellen GmbH & Co. OHG, Bad Pyrmonter zusammengefasst. Die 1996 übernommene Lesumer Quelle in Bremen-Grambke (Lesumer Urquell und Lesmona) wurde 2010 geschlossen.[19] Im Juli 2021 übernahm die Gruppe außerdem den Sodenthaler Mineralbrunnen von Coca-Cola.[20]

Einzelnachweise

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