Vinassan

französische Gemeinde im Département Aude From Wikipedia, the free encyclopedia

Vinassan (okzitanisch Vinaçan) ist eine französische Gemeinde mit 2662 Einwohnern (1. Januar 2023) im Département Aude in der Region Okzitanien. Sie gehört zum Arrondissement Narbonne und zum Gemeindeverband Le Grand Narbonne.

Schnelle Fakten Vinaçan ...
Vinassan
Vinaçan
Vinassan (Frankreich)
Vinassan (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Okzitanien
Département (Nr.) Aude (11)
Arrondissement Narbonne
Gemeindeverband Le Grand Narbonne
Koordinaten 43° 12′ N,  4′ O
Höhe 3–142 m
Fläche 8,96 km²
Einwohner 2.662 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 297 Einw./km²
Postleitzahl 11110
INSEE-Code

Mairie Vinassan
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Geografie

Die Gemeinde Vinassan liegt fünf Kilometer nordöstlich von Narbonne und etwa zwölf Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt. Der östlich der Autoroute A9 gelegene Teil des Gemeindegebietes von Vinassan ist Bestandteil des Regionalen Naturparks Narbonnaise en Méditerranée. Zur Gemeinde gehören die Weiler Marmorières und Saint-Félix.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der zwischen Aude und den großen Lagunen Étang de Bages-Sigean und Étang de l’Ayrolle liegenden Ebene im Westen bis auf die Höhen des Massif de la Clape (auch Montagne de la Clape genannt) im Osten. Das isoliert liegende, maximal 214 Meter Höhe erreichende Bergmassiv ist nur etwa 150 km² groß und bildet den nordöstlichsten Ausläufer der Pyrenäen.

Die Gemeinde Vinassan grenzt im Norden an Salles-d’Aude, im Nordosten an Fleury, im Osten und Westen an Narbonne, im Süden an Armissan sowie im Nordwesten an Coursan.

Bevölkerungsentwicklung

Die meernahe Lage und die geringe Entfernung zur Stadt Narbonne begünstigten einen stetigen Bevölkerungsanstieg. Durch neue Baugebiete nördlich und westlich des alten Dorfkerns wuchs die Siedlungsfläche seit den 1980er Jahren um fast das Doppelte.

Jahr196219681975198219901999200620152022
Einwohner73481787898014272004218426612665

Im Jahr 1806 wurde mit 221 Bewohnern die bisher geringste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von annuaire-mairie[1] und INSEE[2].

Sehenswürdigkeiten

  • Der ehemalige Eiskeller, den noch Kardinal Richelieu für zehn Jahre konzessionierte, ist heute größtenteils verfallen. Das Eis wurde damals mit Pferdewagen aus der etwa 50 Kilometer entfernten Montagne Noire geholt und hielt manchmal nur bis in den Frühsommer.[3]
  • Die romanische Kirche Saint-Martin aus dem 11. Jahrhundert wurde 1896 rekonstruiert. Sie ist als historisches Denkmal (Monument historique) klassifiziert.[4]
Saint-Martin, Ostseite
Saint-Martin, Nordostseite

Wirtschaft und Infrastruktur

Der ebene Westen des Gemeindeareals wird landwirtschaftlich intensiv genutzt. Hier sowie im hügeligen Nordosten der Gemeinde ist der Weinbau vorherrschend, dessen Lagen zum kleinen Weinbaugebiet La Clape gehören, unmittelbar nordöstlich des Weinbaugebietes Corbières gelegen. In der Gemeinde sind 50 Winzer und neun Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Getreide- und Gemüseanbau, Geflügelzucht).[5]

Durch das Gemeindegebiet von Vinassan führt die Autoroute A9. Die fünf Kilometer entfernte Stadt Narbonne ist ein überregional bedeutsamer Verkehrsknoten.

Belege

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