Vincent Must Die
Film von Stéphan Castang (2023)
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Vincent Must Die (Originaltitel: Vincent doit mourir, TV-Titel: Vincent muss sterben) ist ein Fantasy- und Horrorfilm von Stéphan Castang. Die Premiere erfolgte im Mai 2023 bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes. Der Kinostart in Frankreich erfolgte Mitte November 2023.
| Film | |
| Titel | Vincent Must Die |
|---|---|
| Originaltitel | Vincent doit mourir |
| Produktionsland | Frankreich, Belgien |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 2023 |
| Länge | 109 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Stéphan Castang |
| Drehbuch | Mathieu Naert |
| Produktion | Claire Bonnefoy, Thierry Lounas |
| Kamera | Manuel Dacosse |
| Schnitt | Méloé Poillevé |
| Besetzung | |
| |
Handlung
Vincent, angestellter Grafiker, erlebt eines Tages, dass ihn andere Menschen grundlos angreifen und zu töten versuchen. Das wird offenbar durch einmaligen direkten Blickkontakt ausgelöst, die Angreifer haben anschließend keine Erklärung dafür. Vincent zieht sich zunächst ins Homeoffice zurück, schließlich ins Ferienhaus seines Vaters. Ein auch davon betroffener Universitätsprofessor, nun obdachlos, macht ihn auf eine Online-Community für Betroffene aufmerksam, auf der sich Vincent anmeldet. Er legt sich einen Hund zu, der ihn vor Angriffen warnt, und lernt, seine Wunden selbst zu versorgen, da ein Arztbesuch auch nicht möglich ist. Das Phänomen breitet sich über das ganze Land aus. Betroffene bewaffnen und verschanzen sich. Einmal ist Vincent dazu gezwungen, einen Angreifer zu töten.
Als er sich an einem Schnellrestaurant einen Wocheneinkauf an Essen zum Auto bringen lässt, lernt er die freundliche Margaux kennen. Sie greift ihn zunächst trotz Blickkontakt nicht an und glaubt ihm seine Schilderung zunächst nicht, bis sie eine Massenattacke auf Vincent selbst erlebt. Später greift sie ihn auch selbst an und ist anschließend damit einverstanden, dass er sie zu seinem Schutz mit Handschellen fesselt, wenn sie zusammen sind. Nachdem sie eine Massenkarambolage auf der Autobahn überstanden haben, wo zahllose Menschen sich gegenseitig an die Gurgel gehen und auch Vincents Vater umkommt, flüchten sie auf Margaux’ kleine Segeljacht und fahren die Rhone hinunter zur Küste.
Produktion

Vincent Must Die ist der Debütfilm des französischen Regisseurs Stéphan Castang.[2] Das Drehbuch schrieb Mathieu Naert.
Karim Leklou, bekannt durch Filme wie Bac Nord – Bollwerk gegen das Verbrechen und Un monde, spielt in der Titelrolle Vincent. Vimala Pons spielt die Kellnerin Margaux, die ihn nach seinem Rückzug aufs Land mit Lebensmitteln versorgt.[3]
Die Premiere erfolgte am 19. Mai 2023 bei den Filmfestspielen in Cannes, wo er im Rahmen einer Sondervorführung in der Semaine de la critique gezeigt wurde. Ende Juni 2023 wurde er beim Champs-Elysées Film Festival vorgestellt.[4] Im Juli 2023 wurde er beim Neuchâtel International Fantastic Film Festival vorgestellt[5] und im September 2023 beim Calgary International Film Festival.[6] Anfang Oktober 2023 wird er beim Festival du Film Francophone de Namur gezeigt.[7] Ebenfalls im Oktober 2023 wird er beim London Film Festival, beim Sitges Film Festival und beim Busan International Film Festival gezeigt.[8][9][10] Der Kinostart in Frankreich erfolgte am 15. November 2023. Ascot Elite Entertainment sicherte sich die Rechte für den deutschsprachigen Raum. Der Kinostart in Deutschland war im vierten Quartal 2023 geplant.[11] Im Januar 2024 wird der Film beim Tromsø International Film Festival vorgestellt.[12]
Rezeption
Kritiken
Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind 93 Prozent positiv bei einer durchschnittlichen Bewertung mit 7,2 von 10 möglichen Punkten.[13]
Michael Grünwald schreibt in seiner Kritik bei uncut.at: Während Woody Allen in seiner Episodenkomödie To Rome with Love einen ganz normalen Mann von heute auf morgen zu einem Star macht, den die ganze Welt vergöttert, passiere in Vincent Must Die die Totalumkehr. Von heute auf morgen ist Vincent der Gehetzte. Dies sei eine spannende Prämisse für einen pathologischen Psychothriller, der darauf baut, sich erstmal so anzufühlen, als wäre er ein Vexierspiel, in welchem vielleicht gar nichts so ist, wie es scheint. Auch gefällt ihm, dass Stéphan Castang dann die Kehrtwende hinlegt und das Horrorszenario einer Zombie-Apokalypse variiert. Doch obwohl das alles so richtig kurios klinge, weiche sich die beklemmende Tragikomödie zusehends auf zu einem stringenten Survivaldrama und breche die Lanze für ein Ende sinnloser Gewalt, so Grünwald: „So grund- und sinnlos hier der eine auf den anderen eindrischt, den Schädel gegen die Kühlerhaube des Autos donnert oder sein Opfer in der Jauchegrube zu ersticken versucht [...], so sinnlos ist auch das Leid, das der Mensch dem Menschen tagtäglich zufügt. [...] Wenn der Blick in die Seele des anderen der Auslöser dafür ist, seiner Aggression freien Lauf zu lassen, ist das letzte Kapitel geschrieben, die Hoffnung verloren.“[14]
Auszeichnungen
- Nominierung als Bestes Erstlingswerk (Stéphan Castang)[15]
- Nominierung als European Discovery / Prix FIPRESCI (Stéphan Castang)
Fantasia International Film Festival 2023
Internationale Filmfestspiele von Cannes 2023
- Nominierung für die Caméra d’Or (Stéphan Castang)
Magritte 2024
- Auszeichnung als Beste ausländische Koproduktion[18]
Neuchâtel International Fantastic Film Festival 2023
- Nominierung im Internationalen Wettbewerb
- Auszeichnung mit dem Méliès d’argent als Bester europäischer Fantasyfilm[5][19]
- Nominierung als Bester Darsteller (Karim Leklou)
- Nominierung als Bestes Erstlingswerk (Stéphan Castang)[20]
Sitges Film Festival 2023
Weblinks
- Vincent Must Die bei IMDb
- Vincent doit mourir – Ausschnitt der Semaine de la critique bei YouTube (Video)