Vivi (Demokratische Republik Kongo)
Siedlung in der Demokratischen Republik Kongo
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Vivi ist eine kleine Ortschaft in der Demokratischen Republik Kongo, in der Provinz Kongo Central. Vivi liegt am Ufer des unteren Kongo gegenüber der Provinzhauptstadt Matadi. Das heutige Vivi befindet sich einige Kilometer östlich des früheren Standortes.

Geschichte
Gegründet wurde Vivi 1879 vom Afrikaforscher Henry Morton Stanley, die Wahl fiel auch deshalb auf den ariden Ort in Flussnähe, weil hier Einheimische unter Führung des Ortsvorstehers De-De-De lebten, die ihn als freundlich gesinnten Mundele[1] (Händler) betrachteten.
Von hier aus trieb Stanley die Erschließung des Kongo voran.[2] Er ließ Steine für Terrassierungsarbeiten herbeitransportieren, was ihm den Übernamen Boula-Matari („der die Steine bricht“) einbrachte. Die Häuser bestanden aus Holz, es gab einen Gemüsegarten.[1]
Im Juli 1885 wurde Vivi von Francis de Winton zur ersten Hauptstadt des soeben von ihm proklamierten Kongo-Freistaats bestimmt.[3] Vor Ablauf eines Jahres löste ihn sein Nachfolger Camille Janssen auf dem Posten ab. Unter seiner Führung wurde der Hauptsitz der Kolonialverwaltung im April 1886 nach Boma verlegt, das nach Janssens Meinung eine geografisch kostengünstige Lage aufwies.[1]