Semirunniy begann im Alter von acht Jahren mit den Eisschnelllauf und wurde in den Jahren 2021 sowie 2022 jeweils russischer Juniorenmeister über die Distanzen 3000 m und 5000 m. International startete er erstmals bei den Juniorenweltmeisterschaften 2022 in Innsbruck, wobei er die Bronzemedaille über 5000 m gewinnen konnte. Zudem belegte er dort den 41. Platz über 500 m, den achten Platz im Massenstart, den siebten Rang über 1500 m und den sechsten Platz in der Teamverfolgung. Im Jahr 2023 wurde er russischer Meister über 10.000 m und floh nach Polen, nachdem er sich gegen den russischen Krieg in der Ukraine ausgesprochen hatte, und erklärte seinen Wunsch, für die polnische Eisschnelllaufmannschaft zu starten. Wegen des Nationenwechsels wurde er für 14 Monate gesperrt und startete wieder zu Beginn der Saison 2024/25 bei den polnischen Meisterschaften, wobei er den Großen Vierkampf gewinnen konnte.[1] Im weiteren Saisonverlauf errang er bei den Europameisterschaften 2025 in Heerenveen den zehnten Platz im Großen Vierkampf und nahm in Calgary erstmals am Eisschnelllauf-Weltcup teil, wobei er in der B-Gruppe den vierten Platz über 10.000 m errang. Beim Saisonhöhepunkt, den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2025 in Hamar holte er die Bronzemedaille über 5000 m und die Silbermedaille über 10.000 m. In der Saison 2025/26 wurde er polnischer Meister über 5000 m, 10.000 m sowie in der Teamverfolgung und in Tomaszów Mazowiecki Europameister über 5000 m. Zudem gewann er dort Silber über 1500 m und errang den fünften Platz in der Teamverfolgung. Außerdem konnte er sich in dieser Saison für die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Italien qualifizieren. Dort war er für die Teilnahme an den Wettkämpfen über 1.500 m und 10.000 m berechtigt. Im Rennen über 10.000 m konnte er die Silbermedaille erringen.