Wikiwand AI

Vogelfrei – Ein Schwarzwaldkrimi

zweiteiliger deutscher Fernsehfilm von Marcus O. Rosenmüller aus dem Jahr 2025 From Wikipedia, the free encyclopedia

Vogelfrei – Ein Schwarzwaldkrimi ist ein zweiteiliger deutscher Fernsehfilm von Marcus O. Rosenmüller aus dem Jahr 2025. Der erste Teil mit dem Titel Zwischenzeit wurde am 6. Oktober 2025 im ZDF erstmals ausgestrahlt; der zweite Teil mit dem Titel Das Luder am Folgetag. Der Mystery-Thriller entstand nach einem Drehbuch von Anna Tebbe und ist die vierte Produktion aus der Filmreihe Ein Schwarzwaldkrimi mit Jessica Schwarz als Maris Bächle und Max von Thun als Konrad Diener in den Hauptrollen.

TitelVogelfrei
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions­unternehmenStudio Zentral
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Folge 7 & 8 der Reihe Ein Schwarzwaldkrimi
Titel Vogelfrei
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktions­unternehmen Studio Zentral
Regie Marcus O. Rosenmüller
Drehbuch Anna Tebbe
Produktion Lasse Scharpen
Musik Dominik Giesriegl
Florian Riedl
Kamera Stefan Spreer
Schnitt Claudia Klook
Premiere 6. Okt. 2025 auf ZDF (Teil 1)
7. Okt. 2025 (Teil 2)
Besetzung
Chronologie
Schließen

Handlung

Bei einer Hochzeit in einem Ausflugslokal am Teufelsstein verschwindet der Bräutigam Jörg Schuch. Es ist bereits nach Mitternacht, als der Braut Katharina auffällt, dass ihr Bräutigam verschwunden ist. Sie geht zur alten Rabenmühle. Als sie den gespenstischen Ort erreicht, steht das Mühlrad still. An das Mühlrad gefesselt findet sie ihren Ehemann. Der Todeszeitpunkt liegt zwischen 2 und 3 Uhr, in der Nacht der Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit. Am Tag des Mordes wird der ehemalige Stadtarchivar Andreas Zollner aus der Justizvollzugsanstalt entlassen, in die er nach seiner Verwicklung in die Morde der vorherigen Folge des Schwarzwaldkrimis eingewiesen wurde. Zollner wird von Hauptkommissar Konrad Diener von der Anstalt abgeholt. Am selben Tag kehrt Hauptkommissarin Maris Bächle nach einer 14-monatigen Auszeit an ihren Arbeitsplatz zurück. Bächle und Diener nehmen die Ermittlungen auf. Am Tatort ist auch der Chef der Kriminalpolizei Freudenstadt Henrik Butzbach. Butzbach beauftragt den Archivar Nelson, Zollners Nachfolger, vertraulich Informationen über Straftaten in der Rabenmühle herauszubekommen. Schnell wird klar, dass der ermordete Bräutigam misshandelt und an das sich drehende Mühlrad gefesselt wurde. Als das Mühlrad um Punkt 2 Uhr wegen der Zeitumstellung stehen blieb, befand sich sein Kopf unter Wasser, und er ertrank. Am Tatort tauchen auch der Vater Hans-Werner und der Bruder Timo des Toten auf, die beide Henrik Butzbach kennen. Andreas Zollner belauscht das Gespräch der drei. Er erzählt anschließend den Ermittlern, dass es Mitte der 80er Jahre bereits einmal einen Mord an der Rabenmühle gab. Ermordet wurde der Besitzer der Rabenmühle, verdächtig war eine Angestellte. Maris entdeckt, als sie einen Mann verfolgt, in der Nähe des Tatorts auf einem Grab im Wald ein Kreuz mit dem Bild einer jungen Frau.

Auf einem Campingplatz in der Nähe befindet sich eine Gruppe von Jenischen, die von dem Altvater Vitus Kessler angeführt wird. Kessler ist der Mann, den Maris verfolgt hat, als sie auf das Kreuz stieß. Zollner begibt sich unterdessen in ein Pfarrhaus in der Nähe des Teufelssteins, wo er den Nachlass des kürzlich verstorbenen Pfarrers Erbers im Auftrag der Diözese Freiburg sichten soll. Er wird von der Mesnerin Astrid Wernsmann begrüßt. Erbers befasste sich mit der jenischen Kultur und hatte eine Fotosammlung hierzu angelegt. Polizeioberkommissarin Bernadette Ramsberger entdeckt, dass die Rabenmühle vor Kurzem an Hans-Werner Schuch verpachtet wurde. Dort begegnen sich unterdessen Sara Kessler, die junge Enkelin von Vitus Kessler, und Timo Schuch. Die Spurensicherung entdeckt am Tag darauf in der Mühle einen Unterschlupf, in dem sich Jörg Schuch und Sara Kessler getroffen hatten. Weil der Hund des Beamten Jin-Sue Lee anschlägt, wird hinter einer Wand außerdem eine weitere Leiche entdeckt, die schon seit längerer Zeit dort war.

Vitus Kessler drängt unterdessen darauf, dass seine Enkelin Sara untertaucht. Er erinnert sich daran, wie seine Mutter ihm als Kind vorgab, auf seine Schwester aufzupassen, die ebenfalls Sara hieß. Er versteckt seine Enkelin Sara in demselben Versteck, in dem auch seine Schwester Sara versteckt war. Maris, die Sara flüchtig sieht, erkennt die Ähnlichkeit mit dem Bild auf dem Kreuz im Wald. Als Vitus das Versteck aufsucht, ist Sara verschwunden. Sie wird von Hans-Werner und Timo Schuch auf dem Turm am Teufelsstein festgehalten. Vitus Kessler informiert Maris über ihr Verschwinden.

Bei dem zweiten Toten in der Rabenmühle handelt es sich um Felix Bartels. Dieser war seit seiner Hochzeit vor sieben Jahren verschollen. Seine Frau Melanie heiratete später Henrik Butzbach, der damals auch die Ermittlungen in dem Vermisstenfall leitete. Die Spurensicherung findet neben dem Fundort der Leiche einen Manschettenknopf. Rechtsmediziner Zabel und Claudia Diener stellen fest, dass er sich vor seinem Tod geprügelt hatte und vermutlich Sex hatte. Die Zuschauer erfahren über einen Rückblick, dass Butzbach sich mit ihm prügelte.

Andreas Zollner entdeckt im Nachlass von Pfarrer Erbers Bilder, die darauf hindeuten, dass 1985 eine Frau an der Rabenmühle Selbstjustiz zum Opfer fiel. Astrid Wernsmann, die auch Bestatterin ist, möchte die Bilder vernichten. In der Schwarzen Madonna in der Kapelle beim Pfarrhaus entdeckt Zollner einen Super-8-Film.

Der Polizist Bernd Heckert verweist die Jenischen unter Protest seiner Kollegin vom Campingplatz und nimmt Vitus Kessler fest. Kessler gibt nach seiner Freilassung Maris die Koordinaten von Saras Versteck, einem Wagen der in einem alten Bergwerkstollen steht. Auch Vitus und seine Schwester Sara wurden als Kinder in diesem Wagen versteckt; Sara wurde von Vertretern des Schweizer Kinderhilfswerks Pro Juventute abgeholt und an Pflegeeltern vermittelt. Sie wurde dann in der Rabenmühle als Arbeitskraft benutzt und zur Prostitution gezwungen.

Butzbach gesteht den Mord an Felix Bartels. Bartels hatte an der Rabenmühle an seinem Hochzeitstag ein Treffen mit Julia Schuch, der Frau von Hans-Werner Schuch. Butzbach verprügelte ihn daraufhin und ging davon aus, dass dies zu seinem Tod führte. Die Ermittler gehen aber davon aus, dass die Prügelei nicht zum Tod führte. Es kommt daraufhin zu einem Geständnis von Hans-Werner Schuch.

Jörg Schuch wurde von seinem Bruder Timo Schuch an das Mühlrad gefesselt und misshandelt. Auf seiner Beerdigung öffnen die Ermittler den Sarg und finden darin Vitus’ Enkelin Sara Kessler, die noch am Leben ist. Timo Schuch und Astrid Wernsmann werden festgenommen.

Aus dem Super-8-Film geht hervor, dass Sara Kessler, die Schwester von Vitus Kessler mit Lynchjustiz am Mühlrad der Rabenmühle grausam ermordet wurde, weil ihr der Mord an dem damaligen Besitzer der Rabenmühle angelastet wurde. Astrid Wernsmann und Hans-Werner Schuch gehörten zum Lynchmob.

Produktion

Die Dreharbeiten zu Vogelfrei – Ein Schwarzwaldkrimi fanden an unterschiedlichen Drehorten im nördlichen und mittleren Schwarzwald statt, beispielsweise in der Innenstadt von Freudenstadt, dem Gedächtnishaus Fohrenbühl[1], umgebaut aus der historischen Turmhütte[2][3] am Aussichtsturm Fohrenbühl auf dem Mooswaldkopf, dem Campingplatz in Schiltach, dem Rathaus Lehengericht und der Jakobuskapelle in Wolfach.[4]

Einschaltquoten

Die Premiere des ersten Teils mit dem Titel Zwischenzeit wurde am 6. Oktober 2025 zur Hauptsendezeit im ZDF mit einer Zuschaueranzahl von 4,90 Millionen (Marktanteil von 20,5 Prozent) ausgestrahlt.[5] Der zweite Teil mit dem Titel Das Luder wurde am Folgetag gesendet und von 3,67 Millionen Zuschauern angeschaut (Marktanteil von 19,6 Prozent).[6]

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks