Volker Frischke

Schwimmer und Schwimmtrainer der DDR (* 1944) From Wikipedia, the free encyclopedia

Volker Frischke (* 1944) ist ein ehemaliger deutscher Schwimmer, der für die Deutsche Demokratische Republik antrat, und Schwimmtrainer. Er war in der DDR in Dopingfälle verwickelt.

Schnelle Fakten
Volker Frischke
Nation: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR
Schwimmstil(e): Freistil
Geburtstag: 1944 (82 Jahre)
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Karriere

Frischke gewann eine Bronzemedaille mit dem Team der Staffel über 4 × 200 m Freistil bei den Schwimmeuropameisterschaften 1962 in Leipzig.[1] Er gewann auch zwei Ostdeutsche Meisterschaften über 200 m Schmetterling 1962 und 1963.[2] 1964 war er als Ersatzathlet für die Staffel bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio gemeldet, kam aber nicht zum Einsatz.

Trainerlaufbahn

Nach seinem Rücktritt vom Wettkampfsport arbeitete er als Schwimmtrainer und wurde schließlich Cheftrainer der Nationalmannschaft und ein Top-Manager des SC Dynamo Berlin, seines Heimatvereins.[3]

Doping-Vorwürfe

Er war in das staatliche Doping in der DDR verwickelt. Nach der Wiedervereinigung war er zunächst vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) angestellt worden, wurde jedoch freigestellt und sollte entlassen werden, nachdem bekannt geworden war, dass er einigen seiner minderjährigen Athleten Anabolika verabreicht hatte.[4] Im Oktober 1997 wurde er wegen Körperverletzung angeklagt, weil er Schwimmern ohne deren Wissen Steroide verabreicht habe. Er wurde weitgehend freigesprochen, musste jedoch eine Strafe von 5.000 DM zahlen.[3][4] Der DSV beschäftigte ihn nach einigem Zögern weiter.[5] Zu seinen Schützlingen zählten Kerstin Kielgass, Daniela Hunger[6] und Manuela Stellmach[7] und später Franziska van Almsick.

Commons: Volker Frischke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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