Volksschule an der Oderstraße
Schulgebäude in Bremen-Neustadt
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Die Volksschule an der Oderstraße, Ecke Erlenstraße, im Flüsseviertel, in Bremen-Neustadt, Ortsteil Hohentor, wurde am Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut. Sie wird aktuell (2026) als Grundschule genutzt.
Das Gebäude steht seit 2024 unter bremischem Denkmalschutz.[1]
Geschichte und Beschreibung
Das dreigeschossige, verputzte, fast neoklassizistische Gebäude mit hohem Sockelgeschoss, ziegelgedeckten Satteldächern, breitem übergiebelten Mittelrisalit wurde 1909 nach Plänen von Wilhelm Knop und Max Fritsche von der Hochbauinspektion Bremen für 18 Schulklassen mit einer Schuldienerwohnung im Kellergeschoss und einer angegliederten Turnhalle gebaut. Zwei Hauptportale werden flankiert von dorischen Pilastern und sind über dem Architrav durch gesprengte Giebel geschmückt. Drei Dachgiebel und Lisenen gliedern die strenge Fensterreihung. Früher waren zwischen den Dachgiebeln zwei kleine Dachreiter. Der große Dreiecksgiebel des Turnhallenanbaus, getragen von Doppelpilastern, bildet den Abschluss der Schule zur rückwärtigen Elbstraße.
Sie wurde früher auch als „Geldschule“ bezeichnet, da für die Nutzung vor dem Ersten Weltkrieg noch Schulgeld entrichtet werden musste. Anfänglich wurden 235 Kinder in 6 Klassen unterrichtet. 1918/19 waren es 625 Kinder in 15 Klassen. 1922 entstand ein gehobener Zug für Mädchen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war hier eine Grund- und Hauptschule, die dann zu einer Grundschule wurde.
Das Landesamt für Denkmalpflege Bremen befand: „… Das Gebäude befindet sich in einem sehr guten Erhaltungszustand und ist zum Großteil aus originaler Bausubstanz überliefert. Der architektonische Entwurf ist fast unverändert ablesbar.“
Grundschule
Die heutige dreizügige, offene Grundschule hatte 2025 rund 230 Kinder in 12 Klassen (gegliedert in den Lernhäusern A bis C) und einen Vorkurs (für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache). Nach dem Unterricht bleiben um 140 Kinder im offenen betreuten Ganztagsbereich mit Mensaessen und anschließenden Arbeitsgruppen. 20 Lehrkräfte, sechs pädagogische Kräfte, zwei Sozialbetreuerinnen und zwei Schulbegleiter sowie fünf Referendarinnen und zwei Praktikantinnen betreuen die Kinder der Ganztagsschule (seit 2004). Eine kleine Bibliothek steht zur Verfügung und ein Schulverein begleitet die Schule.