Volleyball und Beachvolleyball bei den Olympischen Spielen

olympische Wettbewerbe im Hallen- und Beachvolleyball From Wikipedia, the free encyclopedia

Wettbewerbe im Hallenvolleyball und Beachvolleyball gehören zum festen Programm der Olympischen Sommerspiele. Turniere im Hallenvolleyball gibt es seit 1964; Beachvolleyball ist seit 1996 eine olympische Sportart.

Olympische Ringe
Olympische Ringe
Volleyball (Halle)
Volleyball (Halle)
Volleyball (Beach)
Volleyball (Beach)

Übersicht der Wettbewerbe

Weitere Informationen Wettbewerb, 1896–1960 ...
Wettbewerb1896–1960646872768084889296000408121620242832Gesamt
Volleyball – Männer 16
Volleyball – Frauen 16
9296000408121620242832
Beachvolleyball – Männer D 8
Beachvolleyball – Frauen D 8
Anzahl der Wettbewerbe 22 22 222 24 444 44 44 48
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Hallenvolleyball

Japan gegen Südkorea beim Bronze-Spiel der Frauen 2012 in London
Die brasilianischen Männer feiern den Olympiasieg 2016

Geschichte

Volleyball erschien zum ersten Mal bei den Spielen 1924 in Paris. Dort gab es eine US-amerikanische Vorführung dieser Sportart. Ins olympische Programm wurde Volleyball jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg aufgenommen. In dieser Zeit entstanden der Weltverband FIVB und einige kontinentale Verbände. 1957 veranstalteten die Volleyballer im Rahmen der 53. Session des IOC in Sofia ein Turnier, um für sich zu werben. Der Wettbewerb war erfolgreich. Bei den Spielen 1964 in Tokio gehörte Volleyball erstmals zum olympischen Programm.

Bei den Turnieren 1964 und 1968 spielten alle qualifizierten Mannschaften in einer Gruppe „jeder gegen jeden“. Dieser Modus wird heute noch beim World Cup praktiziert. Da die Medaillengewinner bei einem solchen Turnier schon vor den letzten Spielen feststehen konnten, entschloss man sich zu einer Änderung. Seit 1972 ist das Turnier in eine Vorrunde und eine Finalrunde aufgeteilt. Diesen Modus bezeichnet man auch als „olympisches Format“.

Die Zahl der teilnehmenden Mannschaften ist seit der Premiere ständig gestiegen. Seit 1996 spielen sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen jeweils zwölf Nationen um die Goldmedaillen. Jeder der fünf Kontinentalverbände ist mit mindestens einem Team bei den Olympischen Spielen vertreten.

Platzierungen – Männer

Bei den ersten beiden Turnieren teilten sich die Sowjetunion, die Tschechoslowakei und Japan die Medaillen. Für die Tschechoslowakei waren es die einzigen beiden Medaillen im olympischen Volleyball. Japan, der Gastgeber des ersten Volleyballturniers der Olympiageschichte, steigerte sich von Bronze über Silber zur Goldmedaille, kam anschließend allerdings nicht mehr über den vierten Platz hinaus. Die Sowjets waren bis zu ihrem Heimspiel 1980 immer unter den besten drei Teams. Als sie wegen des Boykotts 1984 nicht teilnahmen, gewannen die USA als Gastgeber ebenso Gold wie vier Jahre später. 1992 und 2004 war Brasilien erfolgreich. Die weiteren Titel holten Italien und Jugoslawien/Serbien. 2008 siegten die USA zum dritten Mal. 2012 setzte sich Russland im Finale gegen Brasilien durch. 2016 gewann Brasilien zuhause im Finale gegen Italien.

Aus deutscher Sicht sorgte die Mannschaft der DDR für den größten Erfolg. Nach dem vierten Platz 1968 gewannen die Ostdeutschen 1972 in München die Silbermedaille. Dabei besiegten sie auch den Gastgeber. Die Bundesrepublik belegte beim Turnier im eigenen Land den vorletzten Platz. 36 Jahre später nahm wieder eine deutsche Mannschaft an Olympischen Spielen teil. In Peking belegte die DVV-Auswahl nach dem Aus in der Vorrunde den neunten Rang. 2012 erreichte die deutsche Mannschaft das Viertelfinale und wurde Fünfter.

19641968197219761980198419881992199620002004200820122016 2021 2024
Agypten Ägypten101111912
Algerien Algerien12
Argentinien Argentinien6B84555B11
Australien Australien8119
Belgien Belgien8
Brasilien Brasilien79875S4G56GSSG48
Bulgarien Bulgarien564S6754
China Volksrepublik Volksrepublik China85
Deutschland Deutschland111956
Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR4S
Frankreich Frankreich81199GG
Griechenland Griechenland5
Vereinigtes Konigreich Großbritannien11
Iran Iran59
Italien Italien89B95SBS4BS64
Japan JapanBSG471061177
Kanada Kanada94105810
Kuba Kuba10B846711
Libyen Libyen10
Mexiko Mexiko1011
Niederlande Niederlande85SG59
Polen Polen59G41155555S
Rumänien Rumänien45B
Russland Russland2GGBSGS74SBBG4
Olympia ROC S
Schweden Schweden7
Serbien Serbien36BG5599
Slowenien Slowenien 5
Spanien Spanien89
Korea Sud Südkorea1076511999
Tschechien Tschechien4SB657
Tunesien Tunesien1291211111111
Ungarn Ungarn6
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten97GGB9114G5B10B
Venezuela Venezuela912
G = Gold, S = Silber, B = Bronze; Gastgeber fett markiert
1 1964 bis 1988 Deutschland Bundesrepublik BR Deutschland
2 1964 bis 1988 Sowjetunion Sowjetunion, 1992 Vereintes Team Vereintes Team
3 1964 bis 1992 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien, 1996 bis 2004 Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro
4 1964 bis 1992 Tschechoslowakei Tschechoslowakei

Platzierungen – Frauen

Polen belegte 1964 und 1968 jeweils den dritten Rang. In den ersten Jahren des olympischen Volleyballs lieferten sich Japan und die Sowjetunion ein direktes Duell um die Goldmedaillen. Bis einschließlich 1980 gingen alle Titel an diese beiden Nationen. Erst 1984 konnte China in Abwesenheit des Titelverteidigers diese Siegesserie beenden. Vier Jahre später hieß der Olympiasieger allerdings wieder Sowjetunion und weitere drei Silbermedaillen folgten. Bei elf Teilnahmen verpasste die Sowjetunion bzw. Russland nur ein einziges Mal das Finale. 1992 begann die Erfolgsserie der Kubanerinnen. Sie wurden dreimal in Folge Olympiasieger und belegten 2004 den dritten Rang. 2008 in Peking war erstmals die brasilianische Mannschaft erfolgreich. Vier Jahre später verteidigten die Brasilianerinnen in der Neuauflage des Endspiels gegen die USA ihren Titel. 2016 gewannen erneut die Chinesinnen die Goldmedaille.

Aus deutscher Sicht sorgte – wie bei den Männern – die DDR für den größten Erfolg. 1980 in Moskau erreichten die ostdeutschen Frauen das Finale gegen die Sowjetunion. Insgesamt waren sie dreimal bei Olympischen Spielen dabei. Die Bundesrepublik belegte 1972 als Gastgeber den letzten Platz und wurde 1984 Sechster. Nach der Wiedervereinigung qualifizierten sich die deutschen Frauen von 1996 bis 2004 dreimal in Folge, kamen aber nie über das Viertelfinale hinaus.

19641968197219761980198419881992199620002004200820122016 2021 2024
Algerien Algerien1111
Argentinien Argentinien911
Australien Australien9
Brasilien Brasilien7764BB4GG5SB
Bulgarien BulgarienB
China Volksrepublik Volksrepublik ChinaGB7S5GB5G95
Deutschland Deutschland186869
Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR6S5
Dominikanische Republik Dominikanische Republik11588
Frankreich Frankreich 11
Griechenland Griechenland9
Vereinigtes Konigreich Großbritannien9
Italien Italien955596G
Japan JapanGSSGB45955B5109
Kamerun Kamerun11
Kanada Kanada889
Kasachstan Kasachstan9
Kenia Kenia11111212
Kroatien Kroatien7
Kuba Kuba655GGGB4
Mexiko Mexiko7
Niederlande Niederlande65410
Korea Nord NordkoreaB
Peru Peru4764S1111
Polen PolenBB96
Puerto Rico Puerto Rico11
Rumänien Rumänien48
Russland Russland2SGGSGGS4SS555
Olympia ROC 7
Serbien Serbien511SB7
Spanien Spanien8
Korea Sud Südkorea654B58685454
Tschechien Tschechien367
Turkei Türkei954
Ukraine Ukraine11
Ungarn Ungarn544
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten58S7B745SSBGS
Venezuela Venezuela11
G = Gold, S = Silber, B = Bronze; Gastgeber fett markiert
1 1964 bis 1988 Deutschland Bundesrepublik BR Deutschland
2 1964 bis 1988 Sowjetunion Sowjetunion, 1992 Vereintes Team Vereintes Team
3 1964 bis 1992 Tschechoslowakei Tschechoslowakei

Beachvolleyball

Geschichte

Beachvolleyball war bei den Spielen 1992 in Barcelona Demonstrationssportart. Vier Jahre später, bei den Spielen 1996 in Atlanta gehört das Spiel im Sand erstmals zum olympischen Programm. Bei den Männern und Frauen spielen jeweils 24 Teams um die Goldmedaillen. Jeder Kontinentalverband ist vertreten und pro Nation können sich maximal zwei Duos bei internationalen Turnieren qualifizieren.

Die deutschen Olympiasiegerinnen 2016:
Laura Ludwig und Kira Walkenhorst
Das deutsche Duo Julius Brink
und Jonas Reckermann gegen
die Niederlande bei den Olympischen
Spielen 2012

Ewige Medaillenspiegel

Stand: 2024

Weitere Informationen Rang, Land ...
Volleyball
RangLand Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille Gesamt
1 Sowjetunion Sowjetunion (1952–1988) 7 4 1 12
2 Brasilien Brasilien 5 4 3 12
3 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 4 4 5 13
4 Japan Japan 3 3 3 9
5 China Volksrepublik Volksrepublik China 3 1 2 6
6 Kuba Kuba 3 2 5
7 Frankreich Frankreich 2 2
8 Russland Russland 1 3 2 6
9 Italien Italien 1 3 3 7
10 Polen Polen 1 1 2 4
11 Niederlande Niederlande 1 1 2
12 Jugoslawien Bundesrepublik 1992 BR Jugoslawien (1996–2006) 1 1 2
13 Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR (1968–1988) 2 2
14 Bulgarien 1971 Bulgarien 1 1 2
Serbien Serbien 1 1 2
Tschechoslowakei Tschechoslowakei (1920–1992) 1 1 2
17 Vereintes Team Vereintes Team (1992) 1 1
Peru Peru 1 1
Olympia Russisches Olympisches Komitee (2020) 1 1
20 Argentinien Argentinien 2 2
21 Korea Nord Nordkorea 1 1
Rumänien 1965 Rumänien 1 1
Korea Sud Südkorea 1 1
Beachvolleyball
RangLand Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille Gesamt
1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 7 2 2 11
2 Brasilien Brasilien 4 7 3 14
3 Deutschland Deutschland 2 1 1 4
4 Australien Australien 1 1 1 2
5 Norwegen Norwegen 1 1 2
6 Schweden Schweden 1 1
7 China Volksrepublik Volksrepublik China 1 1 2
Kanada Kanada 1 1 2
9 Italien Italien 1 1
Olympia Russisches Olympisches Komitee (2020) 1 1
Spanien Spanien 1 1
12 Schweiz Schweiz 3 3
13 Katar Katar 1 1
Lettland Lettland 1 1
Niederlande Niederlande 1 1
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Besondere Delegation, kein eigentliches NOK
Nicht mehr existent

Hallenvolleyball

Commons: Volleyball at the Olympics – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Beachvolleyball

Commons: Beach volleyball at the Olympics – Sammlung von Bildern und Videos

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