Vulkanfiberfabrik
Baudenkmal in Werder (Havel), Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg
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Die Vulkanfiberfabrik ist ein Baudenkmal in Werder (Havel). Das ehemalige Industrieareal ist 34.000 m² groß und liegt südöstlich des Bahnhofs an der Havel und hatte bis in die 1970er Jahre einen eigenen Schiffsanleger.

Geschichte
Die 1916 errichtete, älteste deutsche Vulkanfiber-Fabrik steht seit DDR-Zeiten unter Denkmalschutz. Vulkanfiber, auch Lederstein oder Cottonid genannt, ist ein seit 1855 bekannter Werkstoff auf der Basis von Zellstoff.
Gebäude
Als bemerkenswert gelten vor allem die freitragenden Dachbinderkonstruktionen der früheren Produktionshallen.[1] Bis in die 1990er Jahre wurde hier der Werkstoff Vulkanfiber und Produkte daraus hergestellt. Der Berliner Arzt Jörg Maywald kaufte 1998 das Gelände und gestaltete Gelände und Gebäude neu.[2]
Im Rahmen des Festivals Kulturland Brandenburg wurde im zweiten Halbjahr 2021 die Mikrofaktur Pionierfabrik Vulkanfiberfabrik die Geschichte, die Gegenwart und eine mögliche Zukunft der Vulkanfiberproduktion gezeigt.[3]
Heutige Nutzung
Das Restaurant Filterhaus bietet regionale und saisonale Speisen in einem historischen Gebäude mit Blick auf die Havel.[4]
Die Marina Vulkan ist ein Yachthafen und eine auf Lackierung spezialisierte Sportbootwerft.[5]
Ab 2000 nutzten die Künstlerinnen Ruth Gindhart und Gisela von Bruchhausen eine Halle als Bildhaueratelier. Heute ist das Atelier Vulkanfiberfabrik ein interdisziplinäres Atelier: Bildhauerei, Malerei, Fotografie, Bühnenbau. Im Jahr 2020 gründete sich der VulkanKunstWerke e. V. hier.[6]
Weblinks
- Eintrag zur Denkmalobjektnummer 09190590 in der Denkmaldatenbank des Landes Brandenburg
- Vulkanfiber-Fabrik Martin Schmid. Abgerufen am 15. April 2026. (privat betriebene Website über Dampfmaschinen)