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Véronique Zanetti

deutsche Professorin für Politische Philosophie From Wikipedia, the free encyclopedia

Véronique Zanetti (* 16. August 1959 in Lausanne)[1] ist eine deutsche Professorin für Politische Philosophie an der Fakultät für Geschichts-, Philosophie- und Theologiewissenschaften der Universität Bielefeld.

Leben

Véronique Zanetti studierte Philosophie sowie Englische Literatur und Musikwissenschaft in Genf.[2] Von 1985 bis 1987 war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Siegen tätig.[1] Danach arbeitete sie von 1988 bis 1993 als Wissenschaftliche Assistentin an der Universität Bern bei Gerhard Seel. Dort wurde sie 1993 promoviert mit einer Dissertation über die Teleologie nach Kant. Von 1994 bis 1997 arbeitete sie als Assistentin an der Universität Freiburg im Üechtland bei Jean-Claude Wolf.[2] 2001 habilitierte sie sich.[1] Seit 2004 lehrt sie als Professorin für Politische Philosophie an der Universität Bielefeld.

Forschungen

Der Schwerpunkt von Zanettis Arbeit liegt in den Bereichen Ethik, Philosophie der Internationalen Beziehungen und Rechtsphilosophie. Themen wie Globale Gerechtigkeit, nationale und internationale Sicherheit, Entwicklung normativer Regelungen, neue Formen des Krieges und international organisierte Kriminalität stehen im Zentrum ihrer aktuellen Forschung.

Zanetti ist seit 2004 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Reihe „Studies in Global Justice“ (University of Utah, Salt Lake City: Springer) und seit 2003 Mitglied der Bundesethikkommission für die Nicht‑Menschliche Biotechnologie.

Seit 2007 leitet sie eine internationale Arbeitsgruppe am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZIF) zur Frage der kollektiven Verantwortung und der internationalen Beziehungen.

Publikationen (Auswahl)

  • Ethik des Interventionsrechts. In: C. Chwaszcza und W. Kersting (Hrsg.): Politische Philosophie der internationalen Beziehungen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 1998, S. 297–324.
  • Ist der gemäßigte Nationalismus moralisch vertretbar? In: K.-G. Giesen (Hrsg.): Ideologien in der Weltpolitik. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, S. 189–210.
  • Egalitarian Global Distributive Justice or Minimal Standard? Pogge's Position. In: A. Follesdal und T. Pogge (Hrsg.): Real World Justice: Grounds, Principals, Human Rights, and Social Institutions. Springer, Dordrecht 2005, S. 199–214.
  • Wie stark soll Europa sein? Europas Sicherheit angesichts neuer Typen bewaffneter Konflikte. In: F. Cheneval, S. Dänzer und A. Utzinger (Hrsg.): Legitimationsgrundlagen in der Europäischen Union. Lit Verlag, Münster, Hamburg, London 2005.
  • Krieg ist Frieden? Zum Reformbedarf des Systems kollektiver Sicherheit. In: J.-D. Strub und S. Grotefeld (Hrsg.): Der gerechte Friede zwischen Pazifismus und gerechtem Krieg. Kohlhammer, Stuttgart 2007, S. 271–284.
  • Women, War and International Law. In: I. Primoratz (Hrsg.): Civilian Immunity in War. Oxford University Press, Oxford 2007, S. 217–238.
  • Hilfspflicht angesichts globaler Armut? Rawls’ Vertragstheorie zwischen Völkern. In: B. Bleisch und P. Schaber (Hrsg.): Weltarmut und Ethik. mentis, Paderborn 2007, S. 317–337.
  • L’intervention humanitaire. Droits des individus, devoirs des États. Labor et Fides, Genf 2008.
  • Völkermord und die kollektive Behandlung von Individuen. In: C. Fehige, C. Lumer und U. Wessels (Hrsg.): Handeln mit Bedeutung und Handeln mit Gewalt. mentis, Paderborn 2009, S. 307–323.
  • Vom Recht auf Selbstverteidigung zum Recht auf Hilfe. Wie wird das Recht auf humanitäre Intervention genau begründet? In: H. J. Sandkühler (Hrsg.): Menschenrechte in die Zukunft denken. Paris 2009, S. 101–114.

Einzelnachweise

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